Hallo, ist mein Firmenwagen mit Privatnutzungsrecht (Hauptberuf) für mein Nebengewerbe (Kleinunternehmen) bei der G+V für Kundenfahrten absetzbar?

4 Antworten

Ganz einfach NEIN.

Welche Reglung der Privatnutzung hast du denn? Führst du ein Fahrtenbuch oder hast du die 1% Reglung?

bei letzterer bekommst du auf deinen Lohn jährlich 1% des Neupreises dieses fahrzeuges als Geldwerten Lohn aufgerechnet.

Bei der Fahrtenbuchreglung zahlst du den tatsächlichen Anteil  der Privatnutzung des Fahrzeuges an deinen Arbeitgeber zurück.

Denn dein Hauptarbeitgeber hat schon sämtl. Kosten für dieses Fahrzeug in seinen Betriebsausgaben verbucht.

Du würdest ein fremdes Fahrzeug für deinen Nebenerwerb benutzen.

Das wären sogar Einnahmen für dich.

Ob dies dein Hauptarbeitgeber genehmigen wird bezweifle ich sehr stark.

Hallo, ich bekomme vom Gehalt automatisch die 1% vom Neuwagenlistenpreis abgezogen + 0,03% je km vom Neuwagenlistenpreis für Privatfahrten. Da es -wie mir erst jetzt bewusst wird- ein heikles Thema ist, nutze ich für mein Kleingewerbe ausschließlich das Auto meiner Frau. Hier kann ich 0,30 €/gef. km bei der G+V als Ausgaben ansetzen, oder?

Heikel, sehr heikel.

So einen hatten wir auch mal. Danach hatte er keinen Job und keinen Firmenwagen mehr.

Sicher, dass er Privatnutzungsrecht hatte und das Auto neben der 1%-Regelung ebenfalls mit 0,03% versteuert hat? Zur not nehme ich dann halt das Auto meiner Frau. Für die Ausübung des Kleingewerbes liegt mir die Erlaubnis des Arbeitgebers vor.

@HrRoth

Nicht umsonst heißt das Privatfahrten. Fahrten für ein Gewerbe sind nicht privat. Du begibst dich da sonst auf ein dünnes Eis. Aber gut schonmal, dass der Arbeitgeber Bescheid weiß.

@Akecheta

Gut, dann werde ich das Privatauto meiner Frau nutzen. Die gefahrenen Kilometer kann man bei der G+V mit 0,30 €/gef. km ansetzen, oder?

@HrRoth

Gute Frage, nächste Frage. Meines Erachtens nein, weil dir das Kfz. wohl nicht gehört, sondern deiner Frau, du aber das Gewerbe betreibst. Sie könnte evtl. eine Art Nutzungsentschädigung in gleicher Höhe "berechnen", aber auch das könnte schon wieder heikel werden. Auch aus versicherungstechnischer Sicht.

@Akecheta

Hallo Akechta, vielen Dank für die Antwort. Ich denke, ich werde einen Steuerberater aufsuchen. :-)

Hallo Hr. Roth,

ohne dass ich hiereinen großen Aufsatz schreiben kannst Du dich auf dieAntwort von Griesuh verlassen. Er hat recht.

dazu wirst du zu 100% die Erlaubniss deines Arbeitgebers benötigen; 

Ich habe ein Privatnutzungsrecht und versteuere das Auto neben der 1%-Regelung ebenfalls mit 0,03%. Zur not nehme ich dann halt das Auto meiner Frau. Für die Ausübung des Kleingewerbes liegt mir die Erlaubnis des Arbeitgebers vor.

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