Habe jemandem Geld geliehen und er Zahlt es nicht zurück. Anzeige?

15 Antworten

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Hast du die Adresse des Schuldners?

Dann würde ich dir ein Mahn- und Vollstreckungsverfahren empfehlen.

Weißt du was das ist?

Zunächst einmal musst du den Schulder jedoch in Verzug setzen.

Das bedeutet ihm eine Frist (14 Tage) setzen, in der er den Betrag an dich bezahlen soll.

Verläuft diese Frist fruchtlos, hättest du ab jetzt auch das Recht einen Anwalt hinzuzuziehen und die Kosten dem Schuldner als sog. Verzugskosten in Rechnung zu stellen.

Der Mahnbescheid kann problemlos auch online beantragt werden und kostet etwa 35,- EUR.

Hier kannst du dir bei Interesse ein Bild davon machen um was es geht.

https://www.mahngerichte.de/de/mahnbescheid.html

Solltest du noch Fragen haben kannst du dich einfach melden. Das ist nicht so kompliziert - aber sehr erfolgreich!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn der Schuldner öfter auf diese Tour "reist", dann weiß er auch, dass es genügt, dem Mahnbescheid ohne Angabe von Gründen zu widersprechen. Dann müsste der Gläubiger klagen - und wer macht das wegen 250 Euro?

@florestino

Jeder, der sein Geld zurück haben will.

Hier scheinen sich Schuldner und Gläubiger zu kennen.

Deshalb halte ich es für sehr unwahrscheinlich.

Und das jemand hingeht und einen anderen einfach aus Lust und Laune anzeigt, ist wohl auch eher die Ausnahme- oder?

Abzocker haben deshalb Erfolg weil viele Leute so denken wie du!

Du musst deine Frage anders formulieren:

Ist es dem Typen wert - für 250,- EUR Einkommens- und Kontopfändung, Schufeaeintrag usw. zu riskieren.

3o Jahre lang!

@heurekaforyou

Dann sollte man sich vorher aber zumindest erkundigen, ob nicht schon ein Insolvenzverfahren läuft, sonst ist es wirklich gutes Geld dem schlechten hinterher geworfen. Und dann werden aus den 250 Euro schnell ein paar Hunderter mehr.

Es gibt das gesetzliche Mahnverfahren. Das kannste einleiten, musst aber einen Anwalt beauftragen , ein Gericht einschalten und das Ganze kostet ordentlich Gebühren, die du natürlich dem Schuldner aufs Auge drücken kannst.

Wenn sich aber am Schluss herausstellt dass er nicht zahlen kann darfste diese ganzen Kosten noch auf die 250,-€ draufschlagen und alles als "Lehrgeld" abhaken.

Du hast eine private Forderung an ihn. Deswegen kannst du ihn nicht anzeigen. Das ist nicht strafbar. Du müstes ihn auf Rückzahlung verklagen. Bei der Summe lohnt sich das aber nicht. Schreibe es als Lehrgeld ab. Oder erwirke einen gerichtlichen Mahnbescheid, wenn er darauf nicht reagiert bekommst du einen Pfändungstitel der 30 Jahre gilt.

a) wenn die Sprachnachricht, verläufe etc. schlüssig sind könnten sie als Beweis anerkannt werden

b) es bringt dir trotzdem nix weil der typ, da würde ich viel drauf wetten, nix hat und somit egal wie viel du recht bekommst... unterm strich keinen Cent sehen wirst und sonst nur noch draufzahlst.

Ich würde mir allerdings überlegen Strafanzeige zu erstatten. Falls du nicht der einzige bist könnte das durchaus durch gehen. Bringt dir zwar auch keinen Cent, aber wenigstens evt. die Genugtuung dass es für ihn konsequenzen hat (ich vermute allerdings nichtmal das es wirklich welche hat, die Staatsanwaltschaft hat "kein bock" auf solche Fälle.

Gibt es irgendeinen Beleg, Beweis, Zeugen etc. die das bestätigen können?

Das wäre eine Grundlage. Sonst steht Aussage gegen Aussage.

Und für 250 € macht sich Stress aufgrund einer Aussage nicht bezahlt.

Die "Belege" sind doch der WhatsApp Chat sowie die Sprachnachricht.

Gibt es irgendeinen Beleg, Beweis, Zeugen etc. die das bestätigen können?

Er schreibt doch, dass es eine Sprachaufzeichnung und einen umfangreichen Chatverlauf dazu gibt. Das sollte locker reichen.

@DerCaveman

Die Sprachaufzeichnung kann jeder aufgenommen haben. Woher soll der Beweis stammen, dass der Schuldner den Text gesprochen hat?

@florestino

Stimmenvergleich? Passt das Gesagte zu den Angaben des Glaeubigers oder eher fuer die des Schuldners? Ausserdem gibt es ja auch noch diesen anscheinend recht umfangreichen Chatverlauf. Da wird man schon sehen koennen, wie glaubwuerdig ein Bestreiten des Schuldners waere (sofern er ueberhaupt bestreitet).

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