Gutscheine einlösen trotz Geschäftsaufgabe?

5 Antworten

Solange der Laden noch da ist, geh hin und hole Dir etwas für die Gutscheine. Hinterher hast Du keine Chance. Dann kann man nichts mehr machen. Lieber jetzt noch holen, was es da gibt, auch wenn es Dir nicht so zusagt, und versuchen, hinterher zu verkaufen, auf einem Markt oder so. Dann hast Du mehr als garnichts.

Daß die Konkurrenz im Geschäftsleben groß ist, dürfte nichts überraschendes sein. Insbesondere in den Einkaufszentren der Großstädte sind viele Läden schnell geöffnet und wieder geschlossen, weil das Konzept der Geschäftsleitung unzureichend ist. Auch wenn sich das Konsumverhalten der Kunden geändert hat, ist damit nicht garantiert, ob überhaupt ein Kunde kommt.

Frage nach, ob sie Dir den Wert ersetzen. Wenn nicht würde ich wenigstens „Ramsch“ mitnehmen. Da hat man Geschenke für Bekannte oder kann ihn im Flohmarkt versetzen.

Der Rechtsweg ist zwar möglich, doch fällt der Gutschein in die Konkursmasse der Gläubiger, denen zuletzt Geld zusteht.

Deine Rechte richten sich nach den §§ 807 und 793 ff BGB; wird eine Urkunde (hier: gutschein) ausgégeben, nach der sich (der Geschäftsinhaber) verpflichtet, dem Inhaber gegenüber eine bestimmte Leistung zu erbringen, so kann der Inhaber der Urkunde (Gutschein) von dem Verpflichteten (Geschäftsinhaber) die Erbringung der Leistung verlangen; allerdings ist die Leistung in Deinem Fall auf die Ware beschränkt, die noch zur Verfügung steht; etwas anderes wäre es wenn es sich um einen Gutschein für eine bestimmte Marke handeln würde und der Verpflichtete kann diesen Gutschein nicht mehr einlösen; dann hättest Du einen Ersatzanspruch;

Eben. DH

Wenn die Gutscheine eine Werbeaktion waren, ist es relativ aussichtslos. Wurde die aber beispielsweise als Geschenkgutschein verkauft, dann sieht das eher nach Betrug aus und der Wert ließe sich einfordern.

Die Ausgabe von Gutscheinen ist im Dezember erfolgt. Vielleicht war zum Zeitpunkt der Ausgabe der Wille zur Schließung noch nicht vorhanden. Das Gegenteil dürfte nur schwer zu beweisen sein. Die Ausgabe von Warengutscheinen schreibt dem Ausgebenden auf keinen Fall die Bevorratung eines bestimmten Artikels in seinem Sortiment vor. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden! Auf dem Gutschein ist ausdrücklich vermerkt, dass eine Barauszahlung ausgeschlossen ist. - Dumm gelaufen!

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