Glasbruch an Balkontür in Mietwohnung - wer kommt für den Schaden auf?

10 Antworten

Also, wenn jemand Licht ins Dunkel bringen kann - vielen Dank! :)

Gerne: Grds. haftest du verschuldensunabhängig für Beschädigungen der Mietsache. Meint, ob die ein Besucher oder der Wind nach (unbeabsichtigtem) Durchzug beim Öffnen der Wohnungstür zuknallte, muss dir dein Vermieter nicht beweisen, der einen Schaden an seinem Eigentum behoben verlangt.

Wer da meint, auf eine Privathaftpflichtversicherung mir Glasbruchschutz verzichten zu müssen, muss den Schaden dann eben aus eigener Tasche zahlen. Andernfalls könnte man seinen Versicherer durch Schadensmeldung mit Abwehr der Forderung beauftragen.

IMHO dürftest du hingegen zur Vermeidung des  Schadensersatzanspruch deiness VM mit deinem Vortrag scheitern, der Setzschaden, der vmtl. nur Schrumpfung einer Dichtfuge darstellt, hätte nun plötzlich die Verglasung zerrissen.

Oder den Schaden den Fassadenarbeitern zuschieben: Vibrationen durch Schlagböhrlocher für die Gerüst- oder VWS-Anker halte ich als schadensursächlich für ausgeschlossen, du müsstets sie daher gutachterlich belegen.

G imager761

Grundsätzlich haftest Du nur dann, wenn Du den Schaden auch verusacht hast. Also in diesem Fall ist die Scheibe aus dir unbekanntem Anlass gesprungen.

Dafür können einige Ursachen möchlich sein: Durch Sonneneinwirkung, durch Hagel- oder Sturmschaden, vielleich hat jemand von außen einen Stein darauf geworfen.

Dies bedeutet in deinem Fall, muss der Vermieter für den Glasschaden aufkommen.

Vielleicht besteht dazu ja auch eine Gebäude-Glasversicherung. Sollte er diese nicht haben, muss der Vermieter den Schaden ersetzen.

Und jetzt erst habe ich Dämel im Mietvertrag unter dem Punkt Betriebskosten entdeckt: "Glasbruchversicherung - Mietersache".

Diesen Passus solltest Du mal vom Mieterbund klären lassen. Meiner Meinung nach ist er nicht rechtens - und auch irreführend.

Unter den Betriebskosten versteht man die Nebenkosten, die der Vermieter auf die einzelnen Mieter umlegen kann - also müsstest Du anteilmäßig den Teil dazu zahlen.

Möglich wäre auch, die Schadensursache der Privathaftpflichtversicherung mitzuteilen mit dem Hinweis auf den Mietvertrag + Info, dass Du den Schaden nicht verursacht hast.

Viel Glück

Apolon

Du lagst mit deinen Einschätzungen selten so falsch, wie heute!   Und anderen Ratgebern in dieser Situation vorzuwerfen sie schrieben "Unsinn", ist eine Arroganz, die den geneigten Fachmann nur milde über dich grinsen lässt.

@FreierBerater

Du willst doch damit nicht sagen, dass Du hier der Fachmann bist?

Wenn Du so ein schlaues Kerlchen bist, müsstest Du doch in der Lage sein, mir meinen Fehler mit einer Rechtsquelle zu belegen !

Im Prinzip ist die Sache einfach. 

Der Vermieter ist für die vertragsgemäße Erhaltung der Wohnung zuständig. Dazu gehören auch die Balkontüren. Eine gesprungene Scheibe der Balkontüre ist klar ein Mangel. 

Für Schäden, die der Mieter verschuldet, kann der Vermieter den Mieter in Anspruch nehmen. Hierzu muss er jedoch das Verschulden des Mieters am Schaden nachweisen. Kann er das, wirst du den Schaden bezahlen müssen. Kann er es nicht, muss er den Schaden auf eigene Kosten beseitigen. 

Der Verweis auf eine fehlende Glasbruchversicherung ersetzt nicht den Nachweis eines Verschuldens. 

Eine Glasscheibe geht ja nicht "plötzlich" von alleine kaputt.

@DerHans

Welche Ursache könnte denn möglich sein ?

Hagel, Sturmschaden, Hitzeeinwirkung, Kinder werfen einen Stein in die Scheibe, oder ein Fußball fliegt an eine Scheibe !!

Und weshalb sollte dann der Mieter dafür gerade stehen.

Manchmal muss man als Versicherungsexperte auch das BGB zu rate holen.

Eine gesprungene Scheibe der Balkontüre ist klar ein Mangel.

Muhahahhaharr - der ist gut. Vmtl. denkst du über einen Brandfleck in der Auslegware, Haarriss im Waschbecken nach Fallschaden einer Parfumflasche oder grobmotorisch mit Stecker herausgerissener Steckdose genauso: "Vermieter, bitte herrichten, zahlen und bis dahin Mietminderung hinnehmen. Denn so habe ich das nicht angemietet!".

Tatsächlich sind das Schäden an der Mietsache, die im Obhuts- und Gefahrenbereich des Mieters liegend bei schadensfreier Übergabe zu Mietbeginn gem. § 538 BGB dem M zufallen, sofern er die Beweislast nicht umkehren kann :-)

@imager761

Wie kommst du auf das schmale Brett, die Beweislast für den Glasbruch liege beim Mieter? Im Schadensfall muss der Vermieter die nicht vertragsgemäße Benutzung nachweisen. Wie der Vermieter das bei einer gesprungenen äusseren Scheibe bewerkstelligen will, solltest du vielleicht näher erläutern.

Oder wie würdest du es bewerten, wenn spielende Kinder von aussen einen Fußball gegen die Scheibe donnern? Nach deiner Lesart müsste der Mieter den Schaden bezahlen. Ist aber nicht so. Immer noch so lustig?

Nach BGB §535 Abs. 1 hat der Vermieter die Mietsache im vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. Treten Schäden auf, kann er bei einem Verschulden Dritter Schadensersatz verlangen. Kann der Schuldige nicht ermittelt werden oder es gibt keinen Schuldigen (höhere Gewalt), bleibt der Vermieter auf den Kosten sitzen. Eine automatische Abwälzung aller Schäden auf den Mieter gibt es nicht.

Muhahahhaharr

@Interesierter

Im Mietvertrag steht ja " Glasbruchversicherung - Mietersache". Hatte ich bis vor kurzem nicht gesehen, weil das, warum auch immer, unter "Betriebskosten" aufgeführt ist. Wenn das so rechtsgültig ist, wovon ich erst mal ausgehe, und ich das richtig verstanden habe, hat mein Vermieter ja quasi diese Verantwortlichkeit für die Außenbeglasung oder wie man das nennt (die eigentlich bei höherer Gewalt o. ä. schon seine wäre, aber eben mit dieser Klausel wohl nicht mehr), mir übertragen. Also habe ich jetzt wohl doch den Schwarzen Peter.

Wenn du sagst das du es nicht warst....warst du es nicht. Sonst könntest du deine Privathaftpflicht dafür aufkommen lassen weil es ein versehen war. Wenn du eine Glasversicherung hast würde die auch dafür aufkommen. Aber du warst es nicht. Daher ist der schaden durch ausseneinwirkung gekommen. Dh. der Vermieter muss dafür aufkommen. Die beweislage ist einfach. Wenn du es warst...hättest du deine Versicherung angerufen.

... das halte ich aber für sehr kühn, denn eine PH ordnet eben keine Glasbruchschäden.

kommt drauf an wo man versichert ist und wie der schaden zustande gekommen ist.

In der PHV ist unter dem Passus der Mietsachschäden Glasbruch explizit ausgeschlossen - eben weil es dafür Glasbruchversicherungen gibt! Den Besuch beim Miterbund kannst du dir ersparen.

zwischen lesen und verstehen gibt es einen großen Unterschied.

richtig ist, dass durch die PHV kein Glasschaden bezahlt wird, wenn der Mieter eine Glasscheibe beschädigt hat.

Allerdings wenn ein Vermieter von seinem Mieter die Zahlung fordert für einen Schaden den er nicht begangen hat, dann wehrt die PHV diesen Schaden ab, auch bei Glasschäden.

@Apolon

Deine arrogante Intoleranz gegenüber anderen Antwortenden ist die eine Sache - deine falschen Ratschläge eine ganz andere...

@FreierBerater

deine falschen Ratschläge eine ganz andere...

Dann beweis mir doch endlich einmal mit einer Rechtsquelle, dass ich falsch liege.

Wenn Du dies nicht kannst, wirf einfach deine Tastatur aus dem Fenster, denn für was anderes ist sie ja nicht zu gebrauchen.

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