Gilt ein Trennungsjahr wenn man wie bisher zusammenlebt aber einer die Trennung dem Anwalt mitgeteilt hat?

5 Antworten

Wie teilweise schon hier beantwortet heißt Trennung, dass man "von Tisch und Bett" getrennt ist. Und das bedeutet, tatsächlich nichts mehr gemeinsam zu machen usw. Das heißt auch, getrennt zu wirtschaften. Was ihr macht, ist in keinster Weise eine Trennung. Wenn dein Mann nach einem Jahr die Scheidung haben will und sagt, ihr seid seit einem Jahr getrennt, kannst du es natürlich abstreiten. Er darf dir kein Geld geben, ausser den Unterhalt, ihr dürft nicht in einem Bett/ Raum schlafen und schon gar keinen Sex haben! Auch darf nicht mehr für den anderen gewaschen, gebügelt, geputzt werden usw., usw..........Ich lebe selbst noch in Trennung im gemeinsamen Haushalt. Ich habe sofort ein eigenes Konto eröffnet, habe im Zimmer meines Sohnes geschlafen, nur für meine Kinder und mich eingekauft und gekocht, also wir sind uns richtig aus dem Weg gegangen bzw. gehen es immer noch. Also keine Gemeinsamkeiten mehr!!! Dass was dein Mann macht, ist lächerlich.

Trennung in einer Wohnung bedeutet Trennung von Tisch und Bett. Jeder kümmert sich nur um seine eigenen Belange und Finanzen. Solange Ihr noch zusammen wirtschaftet etc. ist die Trennung nicht vollzogen. Ich weiß nicht, wer in so einem Fall vor Gericht beweispflichtig ist, aber wenn Ihr gemeinsam wirtschaftet, kann man das doch sicher anhand von Kontoauszügen und/oder Kassenbelegen nachweisen. Auch bräuchtet Ihr zwei voneinander getrennte Betten - am besten räumlich. Würde mir also erstmal keine Sorgen machen, vielleicht aber Notizen mit Datum zu Vorkommnissen, die gegen eine Trennung sprechen.

Wie es sich rechtlich genau verhält, kann ich dir leider auch nicht sagen - aber aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich habe mich vor ziemlich genau zwei Jahren von meiner Frau getrennt, die ca. ein halbes Jahr später die Scheidung eingereicht hat. Ihr Anwalt hat bei Gericht angegeben, die Trennung an sich wäre aber schon ein halbes Jahr vor meinem Auszug vollzogen worden, die räumliche Trennung aber aus finanziellen Gründen aber erst zu einem anderen Termin. Der Anwalt ist bei Gericht damit auch durchgekommen, ohne dass ein Nachweis dafür verlangt wurde, dass wir in der gemeinsamen Wohnung auch getrennt nach Tisch und Bett sowie finanziell unabhängig voneinander gelebt haben. Allerdings haben wir in dem Fall auch beide erklärt, dass die Ehe gescheitert ist.

Nun, ich habe mich durch meine eigene Trennung vor 2 Jahren ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und einen ähnlichen Fall im Kollegenkreis. Wenn die Trennung offiziell bekannt gegeben wurde, sprich, einem Anwalt mitgeteilt wurde, gilt erst einmal für ein späteres Scheidungsverfahren dieses Datum. Bei der Scheidung selber (Thema: das Jahr ist jetzt rum...) wird m Gericht gefragt, ob nach dem Trennungstermin noch zusammengelebt wurde. Wenn beide verneinen, wird die Ehe geschieden. Sagst du dann die Wahrheit, weil er noch nach der Trennung mit dir zusammen gewohnt/gewirtschaftet hat, muss er nachweisen, dass er seither von dir im rechtlichen Sinne gesehen "getrennt von Tisch und Bett" gelebt hat. Also am besten, da ihr ja zusammen lebt, ist es, wenn die Trennung zurückgenommen wird. Mit einem einfachen Schreiben an den Anwalt ist die Sache nämlich vom Tisch. Viel Glück !

Also ich denke, Du solltest das mit deinem Mann klären, es mag ja sein, dass er das nach einem Streit eingereicht hat, aber so wie Du das jetzt erklärst ist die Trennung ja nie vollzogen worden, wahrscheinlich denkt er jetzt gar nicht mehr an Trennung, also solltet Ihr das beide richtigstellen bei der Anwältin, sollte er nicht darauf eingehen, solltest Du selbst das bei der Anwältin klarstellen und dich fragen, ob Du wirklich noch mit deinem Mann zusammenbleiben willst.

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