Gehört das Auto mit in die Erbmasse?

3 Antworten

ich gehe davon aus, daß keine letztwillige Verfügung (Testament, Erbvertrag) besteht, so daß die leibliche Tochter des Erblassers bei gesetzlichem Güterstand 3/4 (§ 1931 BGB) abzüglich 1/4 pauschaliertem Zugewinnausgleich (§ 1371 BGB), also die Hälfte des Nachlasses, zu dem auch das Auto gehört, erbt. Die Antwort von Rippie ist leider ein Schmarrn.

Grundsätzlich: Wenn im Testament das Vermögen oder Teile des Vermögens nicht namentlich an die Erben vererbt wird (Tochter #1 bekommt das Haus, Tochter #2 bekommt das Auto und das Sparbuch, Ehefrau bekommt die Aktien und das Fahrrad usw.), muß der Allein- oder Haupterbe das Vermögen (gesamter, geschätzter Wert des Besitzes des Verstorbenen wie Immobilien, Fahrzeuge aber auch Sparbücher, Aktien und Bargeld) unter den Nebenerben und Pflichterben gemäß Testament oder ggf. nach der gesetzl. Erbfolge aufteilen. Die Tochter hat erstmal keinen Anspruch auf das Auto (außer ihr wurde ausdrücklich im Testament das Auto überlassen). Allerdings hat sie das Recht, daß ihr Vermögensanteil (Erbteil) ausgezahlt wird. Ob das allerdings dem Zeitwert des Autos entspricht, oder mehr oder weniger ist, können eigentlich nur Anwälte entscheiden. Wenn keine gütliche Einigung in Sicht ist, würde ich einen Anwalt einschalten.

Würde mal so freihändig sagen, daß das Auto unter den gegebenen Umständen zum Hausrat gehört. Jedenfalls ist es hier nicht erheblich, daß das Fahrzeug auf den Ehemann angemeldet war. Entgegen verbreiteter Auffassung ist das nicht gleichbedeutend mit Eigentümerschaft. Entscheidend ist, daß es gemeinsam angeschafft wurde.

Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn die Tochter das Auto haben will, muß sie klagen. Das bedeutet, daß sie auch die Gerichtskosten vorlegen muß. Laß sie ruhig klagen; die Position des Beklagten ist recht komfortabel. Wenn dann kein Geld für einen Anwalt da ist, Antrag auf Prozeßkostenhilfe stellen.

Erbrecht - Vater hat neue Ehefrau

Guten Tag,

ich habe eine Frage bezüglich des Erbrechts.

Situation: Meine Eltern haben sich vor einigen Jahren getrennt und mein Vater hat jetzt wieder geheiratet. Ich und mein Bruder sind die einzigen leiblichen Kinder meines Vaters. Die neue Ehefrau hat erwachsene Kinder. Die Großeltern auf väterlicher Seite leben beide noch. (Mein Vater war Einzelkind)

Meine Fragen: 1. Wie sieht die Erbfolge im Falle eines Todes meiner Großeltern aus? -meines Wissens wird nur mein Vater erben-2. Erbfolge im Falle eines Todes meines Vaters ? - auch das eventuell geerbte meiner Großeltern-3. Erbberechtigung der neuen Ehefrau? -ist der Zeitpunkt der Heirat egal, oder muss sie eine bestimmte Zeit verheiratet gewesen sein. -Sonderstellung?-4. Erbberechtigung der neuen Ehefrau im Bezug auf die Volumina der Erbmasse, die Sie erben könnte . --> hat Sie Anrecht auf die Hälfte der ges. Erbmasse , oder nur auf das während der Ehe erwirtschaftete. ?5. Erbberechtigung der Kinder der neuen Ehefrau? -eventuell sogar am Vermögen meines Vaters ? oder nur am ererbten der neuen Ehefrau?

  1. & Reglungen im Bezug auf Pflichtteilerbe bei meinem Vater - steht nur den leiblichen Kindern ein Pflichtteil zu ? wenn ja, wie gestaltet sich dieser Pflichtteil 7. gibt es Fälle in denen der Pflichtteil nicht gewährt wurde.?8. hat ein handschriftlich festgehaltenes Testament die gleiche rechtliche Stellung , wie das notarielle ?

Es sind sehr viele Fragen. Sorry ;-) hoffe trotzdem , dass mir jemand helfen kann Ich bedanke mich im Voraus für eure Hilfe. Fall Ihr noch Info´s benötigt , bitte fragen ;-)

Mit freundlichen Grüßen Brezelmann

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