Geburt im Niemandsland, Staatsangehörigkeit?

4 Antworten

Ein Kind bekommt, egal, wo es geboren wird, die Staatsangehörigkeiten beider Eltern. In Deutschland kann z.B. ein Neugeborenes, auch wenn seine Eltern beide Ausländer sind, Deutscher sein (=Soli-Gesetz), wenn wenigstens ein Elternteil 8 Jahre seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Ein in den USA geborenes Kind bekommt meines Wissens direkt auch die US-Staatsbürgerschaft. Mit dem Geburtsort hat also die Staatsangehörigkeit - zumindest in Deutschland - nicht allzu viel zu tun.

Dito, d.h. bitte auch Antwort genau lesen: Das Transportmittel ist völlig unwichtig. Nur die Geburtsurkunde sieht dann halt interessant aus wegen des Geburtsorts. Ansonsten gilt wie gesagt: nur die Staatsangehörigkeit der Eltern zählt.

OK, wieder was gelernt, danke.

Kindern deutscher Eltern steht die deutsche Staatsbürgerschaft zu, unabhängig vom Geburtsort. Dies gilt, wenn zumindest ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt Deutscher ist.

Bei anderen Staaten ist dies aber anders geregelt. In diesem Falle müßtest Du konkret nach einem bestimmten Fall nachfragen!

Ergänzung: Staatsangehörigkeitsgesetz §4 (1)

http://www.gesetze-im-internet.de/rustag/BJNR005830913.html

Das Kind hat die Staatsangehörigkeit der Eltern, wenn deren unterschiedlich dann die des Vaters.

Ein Kind bekommt seit den 70-er Jahren immer die Staatsbürgerschaft beider Eltern.

Entlassung aus der türkischen Staatsbürgerschaft?

Ich (10.10.1996) wurde in Deutschland geboren, mein Vater ebenfalls. Nur meine Mutter hat die türkische Staatsangehörigkeit und aufgrund dieser Tatsache habe ich sie von Geburt an ja auch mitbekommen - quasi die Doppelstaatlichkeit.

Ich habe aber nun im Jahre 2014 (übergehend in das Jahr 2015 aufgrund der langen Bearbeitungszeiten des türkischen Konsulats) meinen türkischen Pass abgegeben um einzig und allein die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen. Dieser "Antrag" wurde akzeptiert und ich wurde mit Genehmigung des Konsulats in Ankara aus der türkischen Staatsbürgerschaft entlassen.

Nun bekam ich aber im März diesen Jahres ein Schreiben aus der Türkei, in dem es heißt, dass ich als (wörtlich übersetzt) "Anwesenheitsflüchtiger" gelte. Das Schreiben kommt von der Militärbasis aus der Heimatstadt meiner Mutter.
Ich, völlig verwirrt, zum Konsulat geeilt und mein Anliegen wurde geklärt, mit einem Brief an die o.g. Militärbasis mit der Information, dass ich aus der türkischen Staatsangehörigkeit entlassen wurde und  die Wehrpflicht somit für mich "geregelt" ist - also, dass ich nicht zum Militär muss.

Ende April kam dann erneut ein Schreiben vom o.g. Militärstützpunkt. Es hieß, dass ich immer noch als flüchtig gelte und schnellstmöglich meine Millitärangelegenheit bezüglich des Wehrdienstes in der Türkei klären soll. Daraufhin habe ich mich erneut mit dem Konsulat in Verbindung gesetzt und mir wurde versichert, dass dieses Schreiben für mich ungültig bzw. irrelevant wäre, da ich das ja geklärt hatte mit dem Brief an das Militär.

Nun werde ich Ende Juli in die Türkei fliegen. Meine Befürchtung ist, dass es eventuell Probleme geben kann am Flughafen oder ähnliches?!
Hat sich die Sache mit der Wehrpflicht nicht automatisch mit der Entlassung aus der türkischen Staatsangehörigkeit geregelt?
Darf man mich einfach ins Militär in der Türkei einziehen obwohl ich einzig und allein Deutscher bin? (Ich habe zuhause alle Unterlagen und Belege parat, u.a. das Dokument, das beweist, dass ich eben keine türkische Staatsangehörigkeit mehr habe - diese werde ich sicherheitshalber auch mitnehmen).

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

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