Frist für die Begründung eines Widerspruchs

2 Antworten

Der Widerspruch muss nicht begründet werden. Die Widerspruchsstelle prüft den Fall auch ohne Begründung des Widerspruchs nach Aktenlage, wird dann aber zumeist zum selben Ergebnis kommen wie die angefochtene Entscheidung.Normalerweise gibt die Widerspruchsbehörde aber vor der Widerspruchsentscheidung noch ausdrücklich mit einem Schreiben Gelegenheit bis zu einem bestimmten Termin zur Begründungvorzutragen.

Genau so ist es. L.G.

Ein Widerspruch muss nicht begründet werden. Ein sog. Begründungserfordernis lässt sich auch nicht von § 70 VwGO ableiten.

Es ist immer eine Frist angegeben in der Rechtsmittelbelehrung. Meistens beträgt sie 4 Wochen. Die Frist läuft ab dem Tag der Zustellung bei Dir und von da an dann vier Wochen (15.03. erhalten Fristablauf: 16.04.2008). Fristwahrend kannst Du ohne Begründung vorgehen. Ich würde dort anrufen und Fragen, wie lange Du Zeit hast für die Begründung, dann machst Du auf jeden Fall nichts falsch! Und die Behörde muss Dir Auskunft geben!!! Ansonsten greift die Dienstaufsichtsbeschwerde und die zieht immer.

Ich kenne keine gestzlichen Rechtsmittelfristen von 4 Wochen. Derartige Fristen laufen 1 oder 2 Wochen oder 1 Monat. (der durchschnittliche Monat hat 4 1/3 Wochen, nur der normale Februar hat zufällig vier Wochen)

Eine Monatsfrist läuft an dem Tag ab, der die gleiche Zahl trägt wie der Tag, an dem die Entscheidung zugestellt wurde! Zustellung am 15. d.M bedetet Fristablauf am 15. Tag des nächsten Monats unabhängig von der Länge des Monats (28, 29, 30 oder 31 Tage).

@vollyhn

Der 15. zählt mit Ablauf der 24 h, in der ein Bürger noch Zeit hätte, bis kurz vor 0 h noch ein Schreiben per Fax oder in den Nachtbriefkasten zu geben. Deshalb läuft sie definitiv am 16. ab!!!

@justika

Ich empfehle die Lektüre des § 188 BGB. Die dortigen Vorschriften zur Fristberechnung gelten nicht nur im Zivilrecht sondern durch entsprechende Verweisungsvorschriften auch in den anderen Rechtszweigen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__188.html

@vollyhn

DH! Die stehen auch in jedem Zustellungsgesetz und auch für alle Rechtszweige und Leute, die zustellen müssen.

Was passiert bei einen Widerspruch gegen ein vorläufiges Zahlungsverbot?

Vor einen Monat wurde mein Konto ohne vorheriger Kenntnis durch ein Inkasso-Unternehmen bewirkt. Ich habe vorher weder ein Mahnschreiben der Inkassounternehmen noch einen gerichtlichen Mahnbescheid und/oder Vollstreckungsbescheid erhalten!

Ich öffne alle meine Briefe und ein gelber Brief wäre mir auf jeden Fall aufgefallen!!!

Nachdem ich nur noch 10,00 Euro trotz Guthaben abheben konnte, habe ich online pgesehen, dass eine Pfändung vorgemerkt wurde. Darauf habe ich mich an mein Kreditinstitut per Einschreiben gewendet und Informationen eingeholt. Als Antwort erhielt ich ein zurück datiertes Schreiben bzgl. der Pfändung. Tage danach noch ein zweites Scheiben mit Bezug auf mein Einschreiben per Rückschein. In der Zwischenzeit hatte ich nun einen Brief vom Amtsgericht mit einen vorläufigen Zahlungsverbot.

Darauf habe ich innerhalb der Frist beim Amtsgericht Widerspruch gegen die Zwangsvollstreckungssache eingelegt, begründet und Kopie die meine Begründung belegen, beigefügt.

Unteranderem habe ich den Widerspruch damit begründung, dass ich keine Mahnbescheide erhalten haben und Fristen mir nicht gesetzt wurden. Damit wurden mir Rechtsmittel und Mittel zur Schadensregulierung nicht gegeben.

Was passiert nun? Es ist nun fast einen Monat her, dass mir das Schreiben vom Gericht zugestellt wurde. Ich habe bis heute keine Rückmeldung erhalten. Wie geht es weiter? Weiss jemand etwas dazu oder hat sogar Rechtswissen bzgl. den Sachverhalt?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte!

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