Freiwillige Abgabe des Sorgerechts vom Vater

5 Antworten

Man kann als leiblicher Vater das Sorgerecht nicht einfach abgeben. Es sei denn, das Jugendamt entzieht es ihm, weil die Mutter klagt, oder der Vater unfähig ist, und das Wohl des Kindes gefährdet wäre..

Ich würde anders vorgehen in Deinem Fall:

Ich würde mich erst mal in Ruhe hinsetzen und zumindest punktuell aufschreiben wie der Verlauf aus Deiner Sicht war. Fakten sind da absolut nicht schädlich aber auf die Idee wärst Du auch von alleine gekommen,

Danach bespreche Dich bitte zunächst hier https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Dann lese bei Wikipedia nach welche Aufgaben das Jugendamt heute hat. Genannte § findest Du online ebenso wie darauf bezogene Urteile. Bei den Urteilen beachte bitte: Steht nicht ausdrücklich dabei es handele sich um ein Grundsatzurteil ist es eine Einzelfallentscheidung. Grundsatzurteile gelten allgemein für die behandelte Rechtsfrage.

Dann frage beim Amt für öffentliche Ordnung / Ordnungsamt nach ob sie eine Liste aller gemeinnützigen Organisationen vor Ort haben. Diese nutze um selbst heraus zu finden wo Hilfe angeboten wird die dem Jugendamt vorgeschlagen werden kann. Hier und da gibt es auch Angebote für Eltern bzw. Elternteile wie Dich.

So ausgerüstet wende Dich an das Jugendamt um mit diesem den bestmöglichen Schutz für das Wohl Deines Kindes zu besprechen.

Ja. Du schreibst das JA hat den Fall schon im Auge. Wendest Du Dich so vorbereitet an das Amt ergibt sich ein ganz anderer Eindruck. Dein Sohn rebelliert aktuell massivst. Diebstahl in dem Alter weist auf ein großes emotionales Defizit hin welches nicht anders artikuliert werden kann da die Worte fehlen. Zu Liebe gehört nun mal - wäre Dir auch nie eingefallen schreibe ich aber nicht einfach nur für Dich auf - seinem Kind Halt zu geben. Zu Halt geben gehört auch Grenzen dann zu setzen wenn das Kind dagegen rebelliert. Gerade dann ist Liebe gefragt denn hier wird Erziehung dann wirklich anstrengend. Das kann durchaus vorkommen in der Pubertät und sich wieder legen. Es kann auch nötig sein mit daran zu arbeiten dass der Junge vielleicht in eine Boxschule geht oder eine andere vorher überprüfte Kampfsportschule. Bitte beachte bei solchen Schulen: Ein guter Lehrer kennt sich auch mit altersgerechter gesunder Ernährung aus, lehnt Nahrungsergänzung ab. Die Schule vermittelt vor allen Dingen in den ersten Jahren soziale Kompetenz denn ohne macht so ein Sport absolut keinen Sinn. Spreche also ruhig mit den Meistern, Ausbildern oder wie auch immer sie sich nennen. Es gibt hier und da Spezialisten für solche Fälle.

Ansonsten steht noch die Frage im Raum ob er an eine Lehre denkt. Dann wäre ein Ausbildungspate sinnvoll.

Mir fallen also manche Möglichkeiten ein wie Du quasi im Hintergrund helfen kannst. Es gibt sicher noch manche mehr. Die Ehrenamtlichen die auf der genannten Seite tätig sind werden sie alle kennen.

Der Vater kann die Sorge nicht ans Jugendamt abgeben, das ist rechtlich nicht möglich.
Wenn er die Sorge abgibt, dann nur an die Mutter.

Der Vater muß auch mit Sorgerecht nicht für den Sohn "geradestehen", nach deutschem Recht ist Sippenhaft nicht möglich.

Aber moralisch ist er in der Pflicht und an dieser Frage ist schon zu erkennen, dass er seinen Pflichten nicht nachkommt und das Auswirkungen aufs Kind hat.

man kann sein sorgerecht nicht beim jugendamt abgeben. man kann der km eine vollmacht geben, alles alleinig zu entscheiden. diese kann aber zu jeder zeit zurückgezogen werden.

das sorgerecht kann nur gerichtlich entzogen werden und dies nur auf antrag der gegenseite. sprich der vater hier hat also noch immer sein gemeinsames sorgerecht. der sohn steht für seine verbrechen selber gerade. wenn kv also denkt dass sohn bei der mutter nicht in guten händen ist, kann er aktiv werden und beantragen, dass sohn aus dem umfeld der mutter entfernt wird und vielleicht in eine therapeutische einrichtung kommt. dazu sollte er sich mit dem jugendamt beraten und mit einem anwalt.

Nein, das Sorgerecht kann vom Vater an die Mutter abgegeben werden, aber nicht ans Jugendamt.

§ 1671 Übertragung der Alleinsorge bei Getrenntleben der Eltern

(1) Leben Eltern nicht nur vorübergehend getrennt und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt. Dem Antrag ist stattzugeben, soweit
1. der andere Elternteil zustimmt, es sei denn, das Kind hat das 14. Lebensjahr vollendet und widerspricht der Übertragung, oder
2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

@Menuett

richtig, aber das geht nur gerichtlich. ist dies nicht erfolgt, hat kv nach wie vor das gemeinsame sorgerecht mit der mutter.

Seit wann kann ein Vater einfach mal so das Sorgerecht abgeben?

Was möchtest Du wissen?