Frage zur Ausweispflicht bei Fahrkartenkontrollen

5 Antworten

Bei manchen Fahrscheinen wie z.B. Schönes Wochenende Ticket oder die Ländertickets muss man seinen Namen eintragen und ggf. bei einer Fahrscheinkontrolle den Ausweis vorzeigen. Die Deutsche Bahn hat diese Regelung 2005 eingeführt um die Weitergabe dieser Fahrscheine zu verhindern.

Es muss ein berauschendes Gefühl sein, sich und anderen das Leben schwer zu machen :-(

Wenn der Kontrolleur der Ansicht ist, das Ticket ist ungültig, ist es müssig sich mit ihm auseinanderzusetzen. Verweigert man in so einem Fall die persönlichen Daten, führt das lediglich dazu, dass diese mit Hilfe der Polizei erhoben werden. Und genau da endet dann auch die Aufgabe der Polizei. Alles andere wird man mit dem Betreiber der Dienstleistung klären müssen. Kommt es mit dem zu keiner Einigung, bleibt der Rechtsweg.

Das Hinzuziehen der Polizei wird nichts daran ändern, dass man Ende die Forderung über ein erhöhtes Beförderungsgeld in Händen hält, bzw. zugestellt bekommt. Womit dann was gewonnen wäre?

Ob man sich und anderen das Leben schwer macht wenn man ein gültiges Ticket besitzt aber der Kontolleur dieses nicht anerkennt... keine Ahnung.

Es ist richtig das es müssig ist sich mit denen auseinanderzusetzen. Pro Bahn e.V. schreibt in etwa dazu "nicht diskutieren, alles aushändigen was die wollen, alles angeben usw.".

Wenn die Bundespolizei zugezogen wird hat man wenigstens ein paar unparteiische Zeugen das man einen gültigen Fahrschein dabei hat. Leider müsste man dann die Zeit abwarten bis die Polizei kommt, solange kann man festgehalten werden, doch die Zeit hat man oft nicht. Wenn man keine Zeit hat, so war es bei mir, bekommt man noch nicht mal diesen Ausdruck von dieser Fahrpreisnacherhebung. Selbst mein Personalausweis wurde nicht mehr zurückgegeben, wurde einfach einbehalten. Da war ich aber selber Schuld, denn ich mußte meinen Anschlußzug bekommen, hatte nicht soviel Zeit zu warten bis dieser Kontrolleur seinen Roman in sein Handgerät eingetippt hat. Also nicht immer hält man am Ende diesen Schein in den Händen.

<Womit dann was gewonnen wäre?>

... nach vielen Mahnungen von der Bahn, Schreiben eines Inkassobüros (welches schon beim Bundesdatenschutz BW negativ bekannt ist) und Bettelbriefe dieser Abzockanwälte der Bahn, welche dann einen Mahnbescheid beantragt haben. Nach meinem Widerspruch mir einen Brief mit einer dämlichen Frage geschrieben haben... sie wollten wissen warum ich widersprochen habe, ein Blick in die Akte bzw. mal die Akte lesen hätte diese Frage beantwortet. Am Ende hat Haas & Kollegen für die DB geklagt und später diese Klage wieder zurückgezogen.

Also mir hätte dies sehr geholfen wenn die Bundespolizei gekommen wäre, weil ich hätte dann ein paar gute Zeugen gehabt. Aber dazu hatte ich leider keine Zeit, weil ich am frühen Morgen zur Arbeit wollte.

Der Kontrolleur hat kein Recht dazu, deinen Ausweis zu verlangen. Wenn du ihm den Ausweis nicht gibst, kann er nichts machen, ausser die Polizei zu verständigen die dann den Rest klärt.

Das sehe ich auch so, auch der Kassierer oder die Kassiererin im Supermarkt, hat kein Recht in meine Tasche zu schauen, die mit durch die Kasse nehme, und den Ausweis brauche ich da auch nicht vorzeigen.

@Szintilator

Ist auch nur bedingt richtig, es hängt von der Art des Geschäfts ab. Wird eine Kartenzahlung vorgenommen hat der Händler jederzeit das Recht eine Ausweisprüfung vorzunehmen und ggf. die Annahme der EC- oder Kreditkarte zu verweigern. Auch das steht in den AGB's der Unternehmen und in den Hausordnungen und was es nicht alles noch gibt. Es gehört sogar zu den Sorgfaltspflichten eines Händlers welche dieser an den zuständigen Kassierer weitergibt.

Wenn du ein Ticket ausgestellt bekommst von A ueber B nach C und dort das Entgelt verzeichnet ist, und du eine Zahlungsbestaetigung hast, kann dich keiner zusaetzlich zur Kasse bitten. Wenn sie das doch wollen, dann nur ueber ein Gericht. Die Personalien musst du nur der Polizei geben. Es kann aber sein, dass du ein persoenliches Ticket hast und es dann aus den Befoerderungsbedingungen (=Vertrag!) hervorgeht, dass du dich ausweisen musst. Dann kannst du entweder deinen Ausweis vorzeigen, oder zu Fuss weiterreisen. Wenn es um den Vorwurf der Befoerderungserschleichung geht kannst du die Polizei hinzuziehen und NUR die hat das Recht, deine Personalien festzustellen. Der Kontrolleur, oder die Sicherheitsbeamten der Bahn duerfen dich aber solange auch festhalten. Das musst du dann solange erdulden, bis die Bullen kommen. Und wenn die dich dann sowieso nicht weiterfahren lassen, kannst du nichts machen. Da kannst du Recht haben soviel du willst.

Das Onlinesystem der Deutschen Bahn kannst Du nicht mit klugen Tricks austricksen, diese Fehler tricksen höchstens Dich aus aber nicht umgekehrt.

Aber egal Du musst diese Fehler beweisen, Pech für Dich wenn Du dies nach ca. 10 - 12 Monaten nicht mehr kannst. Ein ausgedrucktes Ticket wird als Beweis wahrscheinlich nicht ausreichen.

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