Estrich auf Balkon jetzt bei Minus Grade

7 Antworten

Ich würde es definitiv nicht ausführen lassen.

Man kann zwar bei leichten Minusgraden massive Betonteile ohne Schäden herstellen. Beim Abbinden des Zements entsteht nämlich reichlich Wäme und schön isoliert kann der Beton aushärten bevor das Anmachwasser gefriert.

Für einen Estrich auf einem Balkon trifft das nicht zu. Er hat ein sehr geringes Volumen in Relation zur Oberfäche und von allen Seiten ist es kalt, auch von unten.

Es ist wahrscheinlich, dass der frische Estrich durch Frost Schaden nimmt. Wenn das Wasser vor der vollständigen Erhärtung gefriert, steht es dem Zement nicht zur Kristallbildung zur Verfügung. Der Zement "verbrennt" und hat hinterher nicht die erwarteten Materialeigenschaften (mal vorsichtig ausgedrückt).

Ein Estrich hat in der Regel eine Dicke von 20 mm. Das ist zu wenig, um bei Minustemperatur verlegt zu werden. Das Anmachwasser in dem Estrich friert, und dann kann man den Estrich wieder abkratzen. Ab null Grad ist es möglich. Sobald die Druckfestigkeit 5 N/mm² erreicht hat, ist keine Gefahr mehr. GNagel

Bei den wenigen Minusgraden hat dein Estrichleger recht; abgedeckt kann man das wohl bis max. -4°C machen, wenn es noch kälter wird würde ich es nicht mehr machen lassen.

ab einer temperatur von unter -3°C müss man beton (und da gehört estrich auch zu), 3 tag lang auf einer temperatur von mindestens 10°C erwärmen und halten.

Ich würde eindeutig "Nein" sagen. Die Kälte kommt nicht nur von oben, sondern auch von unten und die Dicke des Estrichs ist so gering, dass der Beton kaum die erforderliche Eigenwärme entwickelt. Massenbeton verarbeiten ist auch bei Minus 10° noch kein Problem.

Nein, das hält höchstens bis zum Ablauf der Gewährleistung.

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