Ein Jahr keine Einnahmen als Selbständige- dann keine Kosten steuerlich absetzbar?

5 Antworten

Das Finanzamt liegt hier falsch. Nur wenn Du über Jahre hinweg nur Verluste produzierst, kann man einen Hobby-Betrieb unterstellen. Wenn du einen ordentlichen Abschluss mit einer Einnahme- Überschussrechnung vorlegst muss das Finazamt deine Ausgaben anerkennen. Gegen den Bescheid sofort Einspruch einlegen und eventuell einen Steuerberater mit einschalten.

Selbstevrständlich kannst du Kosten auch dann absetzen, wenn Du keine Zahlungseingänge hattest oder Verluste gemacht hast und diese entweder mit künftigen Einnahmen als Verlustvortrag oder aktuellen anderen Einkünften verrechnen. Ein Unternehmen zB welches erstmal ein Produkt entwickelt um es in ein paar Jahren zu verkaufen macht anfangs ja auch keinen Umsatz.

Bei dir dürfte es wohl eher so sein, dass das FA unterstellt, dass du keine dauerhafte Gewinnerzielungsabsicht verfolgst - das kann haarig werden aber da sollte euer Steuerberater helfen können.

das meinete ich auch!Ich habe ja schon in vergangenen Jahren Gewinne erzielt und meine Freiberuflichkeit wurde anerkannt! Aber meine jetzigen Verluste( Reisekosten, Telefon..) müssten doch auch berücksichtigt werden!Ich habe ja auch ein paar Zinseinkünfte-ddie soll ich voll versteuern!Kann doch nicht sein!

Hallo sillymilly, das sind zwei verschiedene Aspekte. Deine Ausgaben können nur Deinen Gewinn mindern und dann im Rahmen der gemeinsamen Veranlagung zu ESt auch EURE Steuern, aber keinesfalls den Gewinn Deines Mannes. Im Hinblick auf Einkünfte, die gerade in Höhe der Ausgaben liegen, wird das Finanzamt in Bezug auf Deine Tätigkeit von einer Liebhaberei ausgehen. Du kannst dies zwar anfechten, aber aus Deinen Hinweisen sehe ich keine Aussicht auf Erfolg.

das Finazamt handelt richtig, weil ich wirklich von Null-Einnahmen nichts abziehen kann

in dem Falle ist Gewerbe und die EstE deines Mannes getrennt zu betrachten..allerdings löst sich das ganze ja durch die im Endeffekt gemeinsame Veranlagung wieder auf

Wenn du legal eine Gewerbe betreibst und die Einnahmen ordnungsgemäß versteuerst, dann hast du das recht, die Steuerlichen Erleichterungen wahrzunehmen.

Sie schreibt 1. dass sie freiberuflich arbeitet (also kein Gewerbe hat) und 2. nichts verdient hat (d.h. es gab nichts zu versteuern).

wenn sie keine Einnhamen hat? dann betrachtet das Finazamt das Gewerbe als Liebhaberei und damit sind keine Kosten gegenzusetzen..vor allem nicht über den Zeitraum von einem Jahr..

@andreas48

Man kanndem Finanzamt alles erklären und es muss diese Asführungen wohlwollend beachten. Der Vorwurf der Liebhaberei muss erstmal vom Finanzamt bewiesen werden - nicht umgekehrt.

Mietfreiheit bei gemeinsamer Mietwohnung als "unterstützung Bedürftiger" steuerlich absetzbar?

Hallo!

Mir raucht gerade etwas der Kopf (bzw Google) beim Recherchien nach der steuerlichen Absetzbarkeit unserer Konstellation:

  • Ich, erwerbstätig, es geht um meine Steuererklärung
  • Zusammengezogen mit meiner Lebenspartnerin (sind also nicht verheiratet)
  • Sie ist nicht erwerbstätig, war es auch vor der Geburt unseres Kindes nicht (ALG 2) -> keine Unterhaltspflicht für sie von meiner Seite aus (wenn ich mich nicht irre)
  • ein gemeinsames Kind
  • mit uns wohnen noch ihre beiden Kinder aus vorheriger Beziehung (Vater zahlt Unterhalt)
  • ALG-Zahlung ist ausgelaufen, Sie hat also als "Einkommen" 2x Unterhalt für ihre Kinder + 3x Kindergeld

Da die Einkommenverhältnisse dadurch "etwas" in Schieflage sind, haben wir vor dem Zusammenziehen vereinbart, dass sie für das gemeinsam angemietete EFH keine Miete und Nebenkosten zahlen muss.

Sprich gemeinsamer Vertrag, die Zahlungen von Miete (Kalt + Nebenkosten, zuzüglich Gas/Strom) läuft über mein Konto und ich erhalte weder für sie noch für ihre Kinder (der ältere Junge hat z.b. ein eigenes Zimmer im Haus bekommen, die anderen beiden teilen sich eins) einen Obulus.

Dafür bestreitet sie mit ihren Einnahmen die Kosten für ihre beiden Kids, für unser gemeinsames kommen wir gemeinsam auf und für die Deckung ihrer Kosten unterstütze ich sie, wo es mal anfällt (z.b. 3-Kinder-taugliches älteres Auto für sie gekauft (ich habe ein eigenes), Steuern + Werkstattrechnungen zahle ich).

Jetzt meine Frage(n): Was aus diesem normalen Lebensalltag kann ich als "Unterstützung Bedürftiger" absetzen?

Gilt "mietfreies Wohnen" nur bei Überlassung einer eigenen Immobilie oder auch bei einem gemeinsam gemieteten Objekt? Wird ihr Anteil (für sie und ihre beiden Kinder) dann pro Kopf berechnet (durch 5, mal 3) oder gibt es für Kleinkinder andere Pauschalen? Wäre dann auch Strom/Gas anrechenbar oder nur die reine Miete?

Was ist mit sonstigen Ausgaben wie halt Auto oder "einfaches Geldzustecken/Bezahlen ohne Quittung"?

Danke für ein paar Tipps und Denkanstösse! :-) Ich hoffe, ich konnte alles verständlich und plausibel darstellen...

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Künstlersozialkasse, programmierung, Prozentuale Anteile, brauche Rat?

Liebe Mitdenker,

ich übe erwerbsmäßig eine selbständige Tätigkeit aus seit anfang des Jahres. Und zwar mache ich freiberuflich software-entwicklung und habe aktuell genau 1 Projekt. Zahle meine (extrem hohen) Krankenkassenbeiträge selbst und Habe bereits frühzeitig bei der KSK einen Antrag gestellt und konnte Anfang des Jahres nur den Arbeitsvertrag sowie eine Beschreibung des Projektes und eine erste Rechnung darlegen.

darauf folgte dann ein weiterer Fragebogen in dem zur Prüfung der Versicherungspflicht nach KSVG weitere Angaben benötigt werden. Diese kann ich alle erbringen nur ergeben sich bei 2 Punkten fragen:

punkt 1

Hier der Wortlaut der KSK

Zu Ihrer Tätigkeit "Software-Entwicklung / Gestaltung von Internetseiten" bitten wir um ergänzende Angaben:

1: Welchen Anteil Ihres Einkommens erzielen Sie aus dem Entwurf, der Konzeption und der Inhaltlichen Gestaltung von Internetseiten einschließlich der dafür erforderlichen technischen Umsetzung? (angabe in %)

2: Welchen Anteil ... erzielen Sie aus der technischen Einrichtung und Pflege von Internetseiten ( Überprüfung auf Funktionalität, Aktualität, Nutzerfreundlichkeit, Sicherung gegen Viren, sicherstellung der Errichbarkeit; sog. Webmaster- oder Webadministrator- oder Programmierer-Tätigkeiten) ?>

Hier ist meine erste Frage diesbzgl.:

ich erziele 99% meiner Einnahmen aus "1" Allerdings stört es mich dass die in "1" gennante "technische Umsetzung" vollkommen der in "2" genannte "programmier-Tätigkeiten" entspricht. Sollte ich das bei der vergabe der %-Punkte beachten? Kann hierdurch ein Nachteil entstehen? Allâ mehr prozente bei "2" ist gleich weniger wahrscheinlichkeit auf Förderung oder umgekehrt?

Meine Zweite Frage baut darauf auf, im nächten Punkt ist der Wortlaut

Ihren bisherigen Angaben entnehmen wir, dass Sie in verschiedenen Bereichen beruflich tätig sind. Bitte geben Sie eine übereinschlägige Einschätzung dazu ab, welche Prozent-Anteile Ihres Einkommens auf die verschiedenen Arbeitsbereiche entfallen:

Web-Designer (Angabe in %)

Programmierer (Angabe in %)

Interface-Design (Angabe in %)

Informations-Design (Angabe in %)>

Hier meine zweite Frage/n

Korrekt wäre dass ich 100% meiner Einnahmen aus allen genannten Punkten erziele, gebe ich nun jeweils 100% an oder teile ich die insgesamt 100% auf? Web-Design, Interface-Design, Informationsdesign ist für mich das gleiche, ausserdem taucht hier wieder der Begriff "Programmierer" auf, kann ich davon ausgehen dass hiermit doch eher o.G "Pflege / webmaster-Tätigkeiten" gemeint sind? Ich bin irgendwie Ratlos und möchte keiner Nachteile oder gar einer Nicht-bewilligung durch irgendwelche Worthülsen widerfahren.

Ich baue eine Verwaltungssoftware auf Web-basis und mache eben alle in "3" genannten Punkte

thanks in advance

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