Eignungsuntersuchung beim Betriebsarzt

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Hallo struppi,

ich hatte 1996 ein ähnliches Problem bei meiner ersten Ausbildung (im Büro). Schon im ersten Jahr habe ich da auch sehr oft gefehlt, weil ich sehr oft krank war (mit Bauchproblemen, Reizdarmsyndrom/RDS), so dass ich nach nur einem Jahr wieder zur Betriebsärztin musste und dort total 'links' gemacht wurde. Die hatte mich schon ganz am Anfang bei der Einstellungsuntersuchung so auf dem Kieker, dass sie mir sogar unterstellte ich würde mit dem RDS eine chronische Darmentzündung bzw. Morbus Crohn vertuschen wollen (weil ich schon als Jugendlicher schon zweimal wegen einer Darmentzündung in der Klinik war). Das war dann bei der erneuten Untersuchung bei der Betriebsärztin, die sehr ausgiebig war, dann erst recht so und ich wurde letztlich noch zu einem Amtsarzt geschickt, der beurteilen sollte ob ich die Ausbildung weiter machen kann und ich evt. doch eine CED habe. Zu dem wollte ich eigentlich gar nicht mehr, aber meine Mutter überredete mich doch dazu. Die Untersuchung bei dem war einfach total ätzend, weil der meine gesamte Krankengeschichte von klein auf haargenau wissen und ausgefragt und mich dann auch bis ins kleinste Detail untersucht hat (u.a. EKG, Röntgen, Ultraschall und Blut- und Urinabgabe; war von morgens bis nachmittags bei dem). Als der mich dann auch wieder in die Klinik zu einem Gastro-Doc schicken wollte, habe ich dann freiwillig hingeschmissen.

Würde mich interessieren wie es bei dir weitergegangen ist?

Hallo Naevi,

Danke für deine Antwort.  Schön zu wissen, das es nicht nur mir so geht. Ich kann nachempfinden wie es dir ging.

Die Untersuchung beim Arzt war in Ordnung.  Es dauerte nur ca eine Stunde und war halb so schlimm.  Sie untersuche mich ein bisschen und stellte mir Fragen und erklärte dann, das sie keinen Grund sieht,  warum ich nicht weiter arbeiten sollte. Damit war für mich die Sache abgehakt. Allerdings gehts jetzt um die Übernahme.  Sie werden mich wahrscheinlich nicht übernehmen,  dennoch kann ich mir oft das Genörgel von meinem Ausbilder anhören. Kann man wohl nichts ändern. 

Konntest du denn deine Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen?

Liebe Grüße, 

Struppi

@struppi92

Hallo struppi,

nein, die Büro-Ausbildung damals (1996) habe ich dann beenden müssen! Die Untersuchung bei diesem Amtsarzt war einfach voll ätzend, der hat mich total 'links' gemacht und total lange und gründlich untersucht, v.a. am Bauch und am Nabel (weil der bei mir so vorgewölbt ist und ich so nen Nabelbruch habe), ich hab fast gek.... bei dem! Der hat da nach quasi jeder Kleinigkeit bei mir gesuch, die nicht in Ordnung ist und ständig was bemäkelt und nur an mir rumgenörgelt! Als der mich dann noch in die Klinik zu weiteren Untersuchungen schicken wollte, hab ich das dann nicht gemacht. Ich wolte das einfach nicht mehr! Da musste ich dann abbrechen!

Ich habe dann erst Mal studiert - da hat sich wenigstens keiner für meine Krankengeschichte interessiert - und danach dann nochmal eine zweite Ausbildung (Krankenpflege!) gemacht. Da hatte ich dann am Anfang das Problem mit einer Betriebsärztin, ob ich die überhaupt machen darf, und musste gleich zu einigen weiteren Untersuchungen (Gastro-Arzt, Chirurg, Hautklinik), durfte dann aber die Ausbildung doch machen.

@Naevi72

Freut mich das alles gut gegangen ist. Ich hoffe, dass ich nach meiner Ausbildung eine gute Anstellung finde.

Liebe Grüße

Der Betrieb kommt damit seiner Fürsorgepflicht nach die im Betriebsverfassungsgesetz geregelt ist. Ein Anwalt nutzt da Nichts. Du gehst hin, beantwortest ehrlich alle Fragen. Fertig. Was das für ein Ding ist diese Fürsorgepflicht kannst Du hier nachlesen:

https://www.verdi-bub.de/service/praxistipps/archiv/fuersorgepflicht_im_arbeitsverhaeltnis/

Du bist nicht ohne Grund in letzter Zeit öfter krank gewesen. Die Frage ist also berechtigt ob es nicht sinnvoller ist zunächst die Ursache mit der Wurzel auszuheilen bevor die Lehre fortgesetzt wird.  

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