Eigentums-Wohnungs-Anteile. Wie werde sie bererechnet? Welche Flächen gehören unbedingt dazu?

3 Antworten

Zwar kommt es häufig vor, dass die Miteigentumsanteile einer WEG sich an den Quadratmetern der Wohnung orientieren, jedoch ist dies ohne Belang.

Die Miteigentumsanteile können frei vom Ersteller der Teilungserklärung bestimmt werden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle wie groß die Wohnung oder der Keller ist, sondern bestenfalls wieviel Miteigentumsanteile die Miteigentümer haben.

Beispiel: Ein Wohnungseigentümer mit einer 50 m² großen Wohnung und einem Miteigentumsanteil von 300/1000 Miteigentumsanteilen, hat dies hinzunehmen, wenn ein anderer Miteigentümer im gleichen Haus mit 150m² Wohnfläche nur einen Miteigentumsanteil von 100/1000 hat. Das hätte er sich vor dem Kauf überlegen müssen. In diesem Sinne die lapidare Antwort des OLG Karlsruhe.

Ich habe das Gefühl, Sie werfen zwei verschiedene Komponenten durcheinander. In der Teilungserklärung sind die 1000/Anteile festgelgt,daran ist auch nichts (unter normalen Umständen)mehr zu verändern. Wenn die Garagen und IHR Kellerraum gemäß dieser Teilungserklärung mit zu Ihrem SONDEREIGENTUM gehören, sind sie in diesen Anteilen ebenso berücksichtigt, wie die der anderen Eigentümer. Wie die Hausgeldabrechnung (Nebenkosten usw.)festgelegt wird, entscheiden SIE mit Ihren Miteigentümern jeweils in Ihrer Jahresversammlung (Abrechnungsmodus darf jedoch NICHT gegen geltendes Gesetz verstoßen z.b. Heizkosten NUR nach Verbrauch).

MEIN Keller und auch die restlichen Keller sind eben nicht in der 1000stel-Errechnung enthalten. MEINER hat 5qm, die beiden anderen je 15qm. Und hier erscheint mir bei Abrechnungen -egal welcher Art - die nach Anteilen vorgenommen werden bzw. vorzunehmen sind, eine Benachteiligung zu sein.

der Keller gehört doch nicht zur Wohnfläche und wird bei Nebenkostenabrechnung überhaupt nicht berücksichtigt von der Fläche her..der Stromverbrauch fließt ja in die Abrechnung (Haustrom) mit ein

Hallo Andreas48, das verstehe ich nicht ganz. Die Garagen gehören auch nicht zur Wohnfläche, wurden hier aber für die 1000stel-Berechnung mit herangezogen. Der Strom der Kellerräume wird über den jeweiligen Wohnungszähler erfasst. Ausserdem sind doch z.B. die Versicherungen fürs ganze Haus. Da es sich hier um ein mehr als 20 Jahre altes Haus handelt, stehen in Kürze auch Reparaturen und Renovierungen an (z.B. Isolierung von Wänden und Dach, Heizugserneuerung)an, die mit den Rücklagen nicht abgedeckt sind, aber entsprechend den Anteilen umgelegt werden müssen.

Ich habe als Wohnungseigentümer einen Wasserschaden durch eine defekte Silikonfuge der Dusche der Nachbarwohnung erhalten, wer muss nun den Schaden ersetzen?

Ich habe als Wohnungseigentümer einen Wasserschaden durch eine defekte Silikonfuge der Dusche der Nachbarwohnung in meinem Wohnzimmer erhalten, niemand will bezahlen, jeder schiebt es auf den anderen (Hausverwalter, Nachbar, Nachbarhausverwalter, Haftpflichtversicherung), wer muss nun für den Schaden aufkommen ?

Ich hatte vor längerem bemerkt das die Wand hinter meinem Kunststoffregal im Wohnzimmer feucht ist und die Tapete sich löste und mich deshalb gleich an den Nachbarn (Migrationshintergrund, bewohnt eine selbstgenutzte Eigentumswohnung) gewandt da ich schon öfters Duschgeräusche in der früh gehört habe.
Der sagte kann nicht sein, ich habe die Dusche vor 4 Jahren neu gemacht !
Vorher hatte ich zusätzlich meinen Hausverwalter wegen dem Wasserschaden angeschrieben, schließlich befinden sich an der Stelle in meiner Wohnung im Wohnzimmer in diesem Bereich keine Wasserleitungen oder Heizrohre.
Da dann immer noch Wasser rüberkam und er immer noch duschte habe ich einen Feuchtigkeitsmesser besorgt und dem Nachbarn angeboten in seinem Bad zu messen, er hat es abgelehnt und weiter morgens geduscht.
Meine Messungen haben ergeben das es von dem Nachbarn herüberkommen muss.
Nach Wochen kam dann eine Lecksucherfirma die mir sagte die Nachbarwohnung ist schuld, an dem Bad wurde seid min. 20 Jahren nichts gemacht.
Die Nachbarhausverwaltung (des Nachbarn) hat mir geschrieben das der Eigentümer und gleichzeitig Bewohner der Nachbarwohnung aufgefordert wurde sein Bad in Ordnung zu bringen und gesagt empfohlen dem Nachbarn (mit anderem Hausverwalter)die Rechnung zu schicken, er wäre bereit die Rechnung zu übernehmen.
Ich hatte dann ein Sanierungsfirma beauftragt einen Kostenvoranschlag zu erstellen, diese 1050 Euro (ohne Stromkosten und Leihgebühr für Messgerät) wollte der Nachbar nicht bezahlen.
Es wurde alles geleugnet, die Haftpflichtversicherung des Nachbarn hat auf die Gebäudeversicherung meiner Hauseigentümergemeinschaft verwiesen (da der Nachbar den Sachverhalt falsch dargestellt hat).
Mein Hausverwalter bestätigt meine Meinung, der Nachbar oder dessen Haftpflichtversicherung muss den Schaden bezahlen.
Wer muss zahlen, unsere Gebäudeversicherung, die des Nachbargebäudes oder die Haftpflichtversicherung des Nachbarn ?

...zur Frage

Praxis zu Wohnung - Nutzungsänderung?

Hallo,

wir haben folgende Situation:

durch Immobilienscout haben wir eine Wohnung gefunden, die früher als Praxis diente. Bei der Explose stand aber „Wohnen und Arbeiten  unter einem Dach“, deshalb sind wir auch von einer Wohnung ausgegangen. Bei der Besichtigung und allen weiteren Schritten haben wir mit dem Verkäufer über eine Wohnung gesprochen, er hat lediglich erwähnt, dass es sich um eine frühere Praxis handelt. 

Nun habe ich alle Unterlagen bekommen inklusiv Entwurf für den Kaufvertrag. Und musste feststellen, dass in Nutzungsänderungen sowie im Kaufvertrag immer noch „Arztpraxis“ steht.

Ich habe mit dem Verkäufer telefoniert und er möchte diese Nutzungsänderung nicht machen, sondern besteht darauf es so zu verkaufen. Das argumentiert er mit dem Risiko für ihn. Wenn er die Änderungen macht und wir es doch nicht kaufen, hat er auch keine Möglichkeit mehr einen Käufer für „Praxis“  suchen. Da die Nutzungsänderung von Gewerblich zu Wohnung ziemlich einfach ist und umgekehrt komplizierter ist, will er 100% sicher sein, bevor er vielleicht in die Regung zieht, Nutzungsänderung zu machen. Bearbeitungszeit, nach meinen Informationen ca. 6-8 Wochen.

Daraufhin habe ich mich erkundigt. Die Miteigentümer sind mit der Nutzungsänderung einverstanden. Das habe ich aber nicht schriftlich, nur mündliche Aussage von der Verwaltung. Mit den Unterlagen und Bauplänen(Vorabbaupläne, wie ich es umbauen würde) war ich auch bei der Bauaufsicht, die haben damit auch kein Problem, nicht mal Statiker brauche ich, da praktisch nichts geändert wird, bei tragenden Wänden sowieso. Dies habe ich auch nur mündlich. Schön und gut, dass alle mir zusagen und meinen, dass es kein Problem ist Nutzungsänderung zu machen. Aber ohne schriftliche Bestätigungen möchte ich nicht weiter machen, wenn einer sich später anderes überlegt, riskiere ich eine Praxis zu besitzen und keine Wohnung.

Nun habe ich eine Reihe von Fragen bzw. Möglichkeiten, auf die ich hier eine Antwort oder zumindest ein Anstoß bekomme.

1. Kann ich Nutzungsänderung von Gewehrblich zu Wohnung ohne Miteigentümer machen?

2. Reichen mir nur schriftliche Bestätigungen von Miteigentümer oder muss ich zum Notar?

3. Kann ich mich für den Anfang mit der schriftlichen Bestätigung von Miteigentümer zufrieden geben und wenn es nötig ist zum Notar zu gehen, es später zu machen?

4. Müssen alle Miteigentümer  zu Notar oder wie läuft es ab? Dies frage ich, weil es wahrscheinlich schwierig wird alle gleichzeitig zum Notar zu holen.

5. Kann ich schon jetzt auf schriftliche Bestätigung von Bauaufsicht bestehen? Nämlich, darauf bestehen dass was er mir Mündlich zugesichert hat, auf dem Papier.

6- Gibt es irgendwelche weitere Möglichkeiten sich bezüglich der Nutzung der Wohnung abzusichern? 

Ich wäre für alle Antworten, Denkanstoßen und weiterführende Informationen sehr dankbar.

P.S. Es geht um Wohnung in NRW – Kreis Viersen, falls es länderspezifische Unterschieden gibt.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?