ebay Text für Privatverkäufer - keine Garantie, Rückgaberecht u.s.w.?

5 Antworten

Hallo, wenn ich in ebay als Privatverkäufer was verkaufe, was wäre dann der beste Text, dass ich keine Garantie, kein Rückgaberecht, keine Gewährleistung, etc. gebe.

Zunächst hast du immer sachmängelfreien Übergang der Ware zu gewährleisten. Also in einer Beschaffenheit, die Mängel beschreibt oder andernfalls so üblich und erwartbar ist.

Und ein freiwilliges Rückgaberecht oder eine Garantie musst du ja garnicht erst anbieten.

Was du suchst, ist folgender rechtssicher Disclaimer, eine darüberhinausgehende ein- bis zweijährige Sachmängelhaftung als Privatverkäufer wirksam auszuschliessen:

"Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung. Der Ausschluss gilt nicht für Schadenersatzansprüche aus grob fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Verletzung von Pflichten des Verkäufers sowie für jede Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit."

Ich verwende diese Klausel schon ohne jedes geringste Problem seit 17 Jahren, als Sachmängelhaftungsausschluss noch Gewährleistungsausschluss hieß.

Die meisten VK verzichten auf den entscheidenden zweiten Satz und sitzen damit wieder in der Sachmängelhaftungsfalle, weil die Klausel n. § 309 Nr. 7 BGB damit unwirksam vereinbart wäre :-O

Viel Erfolg :-)

G imager761

(Diese Frage ist schon älter jedoch kommen sicher viele bei dieser Seite an.)

NEIN! ALLES FALSCH! BITTE LIEBER LESER NICHT DARAUF HÖREN!

Jede "richtigstellende" Antwort hier tritt in das nächste Loch.

Also:

  1. Bloß nicht von Privatverkäufern abschreiben! In Deutschland gilt deutsches Recht. Kein EU-Recht. Soetwas wie EU-Recht gibt es zwar in einer gewissen Form, jedoch nicht hier, nicht so...

  2. Garantie muss man nicht ausschließen, da Garantie immer ein freiwilliger Zusatz des Verkäufers ist.

  3. Wovon hier alle Reden ist die Gewährleistung, genauer Sachmängelhaftung (bzw. in gegebenem Fall Rechtsmängelhaftung) Und auch diese Begrifflichkeit ist nicht mehr wirklich aktuell wenn ich die Rechtslage richtig interpretiere.

  4. Wenn man Privatverkäufer ist, kann man diese "Gewährleistung" bei Gebrauchtwaren von 2 Jahren bis auf 0 reduzieren. ACHTUNG !!! Das bedeutet allerdings nicht, dass man einen Artikel als "gestern ging er noch" beschreiben kann und wenn er dann beim Käufer nicht läuft ist man fein raus.

Der Käufer kauft den Artikel wie beschrieben. Wenn man sagt er ging noch, dann muss er auch beim Käufer noch gehen. Wenn nicht bringt alle Ausschließerei mal gar nichts.

Wenn Sie schreiben, vielleicht geht es noch, ich weiß aber nicht ob das Teil noch geht. Ich biete den Artikel hier ausdrücklich als defekt an. Nun dann kann der Käufer auch nicht auf Gewährleistung pochen.

  1. Wenn Sie einen dieser blödsinnigen Sätze wie "Nach neuem EU-Recht bin ich verpflichtet als Privatverkäufer keine Gewährleistungsgarantie zu geben. (aua aua aua)", also wenn sie so etwas schreiben dann ist die ganze Regelung von Ihnen fehlerhaft und es gilt automatisch die gesetzliche Höchstregelung. Also 2 Jahre Gewährleistung.

Übrigens erhöht sich die Gewährleistungsdauer bei arglistiger Verschleierung von Mängeln bis auf 10 Jahre.

  1. In vielen Fällen ist es sowieso blödsinnig die Gewährleistung auszuschließen. Da es so viele tun kann es nur ein Vorteil sein wenn Sie beispielsweise bei einem Buch eine genaue Beschreibung angeben (Wo sind die Eselsohren, wo vielleicht ein Wasserfleck), sich damit der Käufer auf den Artikel in beschriebenem Zustand einlässt und sie ihm damit auch eine Gewährleistung anbieten können, die er, warum denn auch, zu 99% nicht nutzen wird. Und das bedeutet für Sie als Privatverkäufer oftmals mehr Erlös ;)

  2. Ich bin KEIN RECHTSANWALT ODER JURIST. Auch alles was ich hier schrob mag fehlerhaft sein. Für einen sinnvollen Ausschluss am Besten Gesetze lesen und verstehen oder einen Anwalt konsultieren. Im Internet gibt es viele brauchbare Muster von Profis. Aber sein Sie bitte allgemein vorsichtig mit Formulierungen im Internet. Sie werden gerne mal von diesen rückradlosen Abmahnkanzelein zur Kasse gebeten wenn Sie einen kleinen Fehler machen.

so far.

KORREKT!

ich würd dir gern noch 15 Daumen geben damit sie Antwort ganz oben steht!

Aber eine ineteressante Frage wäre welches Recht wann gilt, sprich:

Käufer in Österreich Verkäufer in Deutschland aber EBay Österreich benutzt?

Ich weiß nur bei gewerblichen Verträgen gilt das Recht nach dem Wohnsitz des Käufers. Aus dem Grund bin ich schon durch ein zwei Knebelverträge rausgekommen da man bei uns in Östrreich das Wiederrufsrecht nicht ausschließen darf. Tut man es wir der Vertrag unwirksam. Das wäre auch beim Ausschluss der Gewährleistung der Fall??

Wisst ihr... ich habs mir da ziemlich einfach gemacht. Ich verzichte auf das Gelaber, distanziere mich von nicht und schreibe einfach: Ich erspare uns beiden die alberne Schlussfloskel, natürlich hafte ich im gesetzlichen Rahmen, nicht weniger, nicht mehr. PUNKT!

(Dass das Verkaufsrecht und im speziellen das Absatzgesetz fürs Internet im Verlauf meiner 5tägigen Auktionen grundlegend geändert wird und mich zu allem Möglichen verpflichtet, dieses Risiko muss ich wohl eingehen. Alles Weitere erübrigt sich eh, weil ich schreiben kann, was ich will, es wird nichts daran ändern, dass ich als Verkäufer Pflichten habe. Diese Pflichten sind im Gesetz festgeschrieben, bzw. in Gerichtsurteilen interpretiert worden. Auch dürfen mündige Menschen einer Aberkennung dieser Rechte freudenstrahlend zustimmen und sie nachher trotzdem einfordern, wenn sie gesetzliche zugesprochen werden.

Von daher, ich versuche ehrlich zu sein, bin bis jetzt einmal bei ebay mit dieser Einstellung auf die Nase gefallen. Aber vielleicht hatte ich ja auch nur Glück und bin nur an nette (Ver)käufer geraten. :)

Nett, wenn du wie ein Händler zwei Jahre für Reparaturen einstehen willst.

Meine Güte, hier sind wirklich unendlich viele Fehler in den "hilfreichen Tipps" vorhanden.

So wie es TheLees geschrieben hat, ist es richtig. Verkäufer ob Privat oder nicht, spielt überhaupt gar keine Rolle. Warum sollte dann überhaupt noch jemand etwas gewerblich verkaufen, wenn er als Privatmann absolute Narrenfreiheit genießt und der Laie' dann dazu vermutlich nicht einmal eine Steuer bezahlen muss.

"Recht" ist so einfach, man darf das Hirn nur nicht einfach permanent auf Standby halten.

Generell gilt: Die Artikelbeschreibung muss korrekt sein. Alle Behauptungen müssen stimmen und es darf kein Mangel verschwiegen werden. Sofern man dagegen verstösst, hat der Käufer selbstverständlich das Recht auf den Umtausch. Das Internet-Verkaufrecht ist im übrigen noch strenger als normales Handelsrecht, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird.

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