ebay Text für Privatverkäufer - keine Garantie, Rückgaberecht u.s.w.?

20 Antworten

Widerruf:

"Rechtlicher Hinweis: Hierbei handelt es sich um eine private Auktion. Die Sachmängelfreiheit des Artikels wird bestätigt, zum Zeitpunkt der Absendung war der Artikel so wie in der Artikelbeschreibung aufgeführt. Darüber hinaus gilt: Mit der Abgabe eines Gebotes erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, auf einen Artikel ohne Garantie und weitergehende Gewährleistung zu bieten (es sei denn es wird in der Artikelbeschreibung eine Garantie vom Verkäufer gegeben). Da es sich um ein Einzelstück handelt, werden der Gewährleistungsfall, Nachbesserung, Minderung sowie Reparatur oder Umtausch einvernehmlich ausgeschlossen. Mit Ablauf der Auktionsfrist kommt zwischen dem Verkäufer und dem Höchstbieter ein wirksamer Kaufvertrag zustande."

und / oder so was:

AGB´s:

"Ich versende nach Zahlungseingang an die bei Ebay angegebene Adresse. Die Versandgebühren stehen in jeder Auktion mit dabei. Bei mehreren Artikeln wird zum kostengünstigsten Versand zusammengefasst. Die Zahlung sollte innerhalb von 7 Tagen erfolgen nach Auktionsende. Ich gebe immer eine Bewertung ab und bitte auch für mich zu Bewerten. Versand ins Ausland ist auf Anfrage möglich, bitte in diesem Fall vor Gebot anfragen. Diese Kosten werden individuell entsprechend der Versandart berechnet."

^Sind meine, darf sich hier jeder kopieren und umbauen.

Vorsicht mit solchen Tipps! Wer AGBs hat, gilt rechtlich als gewerblicher Verkäufer!

Wisst ihr... ich habs mir da ziemlich einfach gemacht. Ich verzichte auf das Gelaber, distanziere mich von nicht und schreibe einfach: Ich erspare uns beiden die alberne Schlussfloskel, natürlich hafte ich im gesetzlichen Rahmen, nicht weniger, nicht mehr. PUNKT!

(Dass das Verkaufsrecht und im speziellen das Absatzgesetz fürs Internet im Verlauf meiner 5tägigen Auktionen grundlegend geändert wird und mich zu allem Möglichen verpflichtet, dieses Risiko muss ich wohl eingehen. Alles Weitere erübrigt sich eh, weil ich schreiben kann, was ich will, es wird nichts daran ändern, dass ich als Verkäufer Pflichten habe. Diese Pflichten sind im Gesetz festgeschrieben, bzw. in Gerichtsurteilen interpretiert worden. Auch dürfen mündige Menschen einer Aberkennung dieser Rechte freudenstrahlend zustimmen und sie nachher trotzdem einfordern, wenn sie gesetzliche zugesprochen werden.

Von daher, ich versuche ehrlich zu sein, bin bis jetzt einmal bei ebay mit dieser Einstellung auf die Nase gefallen. Aber vielleicht hatte ich ja auch nur Glück und bin nur an nette (Ver)käufer geraten. :)

Nett, wenn du wie ein Händler zwei Jahre für Reparaturen einstehen willst.

Meine Güte, hier sind wirklich unendlich viele Fehler in den "hilfreichen Tipps" vorhanden.

So wie es TheLees geschrieben hat, ist es richtig. Verkäufer ob Privat oder nicht, spielt überhaupt gar keine Rolle. Warum sollte dann überhaupt noch jemand etwas gewerblich verkaufen, wenn er als Privatmann absolute Narrenfreiheit genießt und der Laie' dann dazu vermutlich nicht einmal eine Steuer bezahlen muss.

"Recht" ist so einfach, man darf das Hirn nur nicht einfach permanent auf Standby halten.

Generell gilt: Die Artikelbeschreibung muss korrekt sein. Alle Behauptungen müssen stimmen und es darf kein Mangel verschwiegen werden. Sofern man dagegen verstösst, hat der Käufer selbstverständlich das Recht auf den Umtausch. Das Internet-Verkaufrecht ist im übrigen noch strenger als normales Handelsrecht, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird.

Man ist nur dann auf der sicheren Seite, wenn man die Mängel einer Sache genaustens dokumentiert und dem Käufer mitteilt. Wenn man die Sache als "defekt" angibt, dann gibt es auch keinen Umtausch oder Geld zurück!

Wenn der Verkäufer den Mangel nicht angegeben hat, so haftet er bei "Gebrauchtware" für mindestens 1. Jahr nach Verkauf, egal was für eine "geschickte" Formulierung er gewählt hat. (10. Jahre, wenn er gewusst hat, dass er Schrott verkauft)

Wenn man z.B. eine Waschmaschine mit defekten Leitungen verkauft und der Kaüfer einen lebensgefährlichen Stromschlag abbekommt, nach dem er das Ding angeschlossen hat, dann ist der Verkäufer, neben einer Zivilklage aus oben beschriebener Rechtslage, noch zusätzlich "strafrechtlich" am "Popo"!

P.s.: man kann nur die "Garantie" ausschließen, die eine FREIWILLIGE Angabe ist.

Gesetzliche Haftung bleibt!!!

Ein paar Regeln muss man einhalten.

  1. Man muss nur die Gewährleistung ausschließen. (Garantien, Umtausch- oder Rückgaberecht gibt es für sich genommen nicht unter Privatleuten.)

  2. Niemals die selbe Formulierung wählen. Andernfalls handelt es sich um eine AGB, die nach § 309 Nr. 5 BGB nichtig wäre. Also versuchen, immer eine andere Formulierung zu wählen.

Bzgl. Punkt Nr. 2: Der ADAC musste mal seine Formular-Kaufverträge für Kfz-Verkäufe ändern, weil der BGH entschieden hat, dass der darin vorformulierte Gewährleistungsausschluss nicht gilt. In solchen Fällen liegt ein Verstoß gegen § 309 Nr. 5 BGB vor. Das gilt auch für Kaufverträge, die bei eBay geschlossen werden.

...ich würde mal sagen, wenn ein Privatverkäufer reinschreibt: "Privatverkauf ohne Gewährleistung".....

....dann kann er das zehntausend Mal verwenden, ohne dass das AGB werden. Welches Gericht hat so geurteilt? Link?

...und wenn, ist es wahrscheinlich ein einsames Landgericht / Amtsgericht, dem kein anderer Richter folgen wird. Das wäre mal wieder eine typisch deutsche Überübertreibung.

Der* Gewerbliche muss* den genauen Wortlaut der Widerrufsbelehrung verwenden und der Private soll jedesmal zum Dichter mutieren??....irgendwann ist dann auch gut....

@Rroollff

Hmmm. Aaalso:

Hier der Link zum Urteil: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=44f7462d25d5c33b10274a70e581a466&nr=38365&pos=10&anz=18

Leider kein Amts- oder Landgericht, sondern ein Höchstrichterliches Urteil. Wer keine Lust hat, findet hier eine gute Zusammenfassung:

wewewe - internetrecht-rostock.de/gewaehrleistungsausschluss.htm (dieser Link funktioniert nur durch kopieren, da GF nur einen Link erlaubt.)

Alles klar?

man kann kene gewährleistung ausschließen! jeder der was verkauft MUSS Gewährleistungen bieten. Ganz einfach ausgedrückt: Man muss jeden Mängel angeben. entdeckt der Käufer bei Erhalt der Ware einen Mängel, so muss der Verkäufer die Ware zumindest zurücknehmen wenn er keinen Ersatz bieten kann/will.

En Transportschaden ist dann wieder was anderes.

@Mr0Bass

Du weisst anscheinend nicht, was Gewährleistung bedeutet. Sie hat nichts damit zu tun, dass die Beschreibung korrekt sein muss (das muss sie immer), sondern dass der beschriebene Zustand nach dem Kauf für eine bestimmte Zeit erhalten bleibt.

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