Dürfen Eltern ihre Kinder schlagen?

5 Antworten

Ich bin 13 und wurde selber geschlagen und der schlag ist nicht das schlimmste sondern das Gefühl nur Dreck zu sein und nicht geliebt zu werden und ich wusste nicht wieso ich geschlagen wurde. MEINE Meinung ist das Eltern die so etwas machen Monster sind, das ist Menschenverachtend!!!!!!!!!!!! Ich würd sofort hingehen und die Mutter anquatschen und mit ihr reden wenn sie mich abweisen würde und nicht auf mich eingehen würde , würde ich die Polizei rufen !!!! Und ein klapps ist auch nicht ok!

Ich kann euch gar nicht sagen, wie abartig ich die Tatsache finde, dass hier tatsächlich darüber diskutiert wird, WIE HART MAN SEINE KINDER SCHLAGEN DARF!

 

Wollt ihr mir ernsthaft weis machen, dass es okay ist, das Vertrauen seiner Kinder vollkommen in den Wind zu schlagen und körperliche Gewalt gegen sie anzuwenden, SOLANGE ES NUR KEINE ROTEN ABDRÜCKE GIBT??!!

Mit dieser Logik könnte man auch gleich sagen, es sei okay 13-Jährige zu vergewaltigen, solange nur am Ende das Jungfernhäutchen noch intakt ist.

Wie viele Kinder müssen auf dieser Seite denn noch zugeben, dass ihre Eltern sie schlagen, bis ihr versteht, dass es viel weniger die Gewalt selbst ist, die einen jungen Menschen kaputt macht, als das Gefühl der Entwürdigung dabei. Das Gefühl, weder gewollt, noch respektiert zu werden. 

Ihr könnt es nennen wie ihr wollt - "Watsche", "Klaps", was auch immer - es mag vielleicht harmloser klingen, aber letztendlich ist es doch das selbe: nämlich eine Körperstrafe, eine Misshandlung

Wie jeder Mensch auch hat ein Kind ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.

Im ersten Moment mag elterliche Gewalt zum Gehorsam führen, doch im Nachhinein führt sie zu Verhaltensweisen wie geistiger Aggression und enormer Verschlechterung der Eltern-Kind-Beziehung. Und erzählt mir an dieser Stelle jetzt nicht, dass ihr soo viele Leute kennt, denen das nicht geschadet hat!

Verdammt nochmal, ihr seid Eltern! Für ein Kind ist nichts wichtiger, als dass es seinen Eltern 100%ig vertrauen kann und das ist nun einmal einfach nicht möglich, wenn ein Kind befürchten muss, dass mit Gewalt reagiert wird, sobald es falsch handelt. 

Die Botschaft, die ihr eurem Kind mit dieser Form der Erziehung mit auf den Weg gebt ist letztendlich nichts anderes als: Wenn alle Stränge reißen, mach ichs halt mit Gewalt. Hat bei Mama und Papa damals ja auch geklappt!

Ich erwarte nicht, dass ihr euer Kind "totredet", wie manche es hier nennen, obwohl ich offen zugebe, dass ich zu den "Softies" gehöre, die ihrem Kind lieber 100mal erklären würden, warum etwas falsch ist, als es zu schlagen. Es gibt verdammt viele Strafen, die auch wesentlich mehr Sinn machen - bekommt ein Kind einen Tobsuchtsanfall, schickt man es aufs Zimmer, bis es sich beruhigt. Spielt ein Kind kontinuierlich mit dem Essen, muss es eben mal auf den Nachtisch verzichten. Ich bin kein Fan dieser Strafen, aber wenigstens machen sie SINN und sind für ein Kind nachvollziehbar. 

Und wenn ihr glaubt, ihr könntet euch durch euren anscheinend so beliebten "Klaps" den Respekt eures Kindes oder mehr Autorität verdienen, liegt ihr auch falsch, denn nichts beweist eure eigene Hilflosigkeit mehr. 

Es mag sein, dass man mit einem Klaps auf den Finger sein Kind nicht lebenslänglich verstört und es ist auch klar, dass das nicht direkt ein Fall fürs Jugendamt ist. Aber ich bin trotzdem überzeugt, dass es etwas einmaliges in der Beziehung zerstört und dass sich das Kind sein Leben lang daran erinnern wird.

Also lasst die Gewalt doch ganz. Für euch mag es nur ein "Klaps" auf den süßen "Pampers-Po" sein, aber letztendlich ist das auch nichts anderes, als eine mildere Form vom Schlag ins Gesicht und das Gefühl der Erniedrigung ist auch das selbe. 

Und wenn ihr mir das nicht glauben wollt, dann glaubt es wenigstens Astrid Lindgren:

 

 

"Immer noch gibt es viele Mütter und Väter auf der Welt, die ihre Kinder schlagen und glauben, das sei gut.

Sie meinen, Kinder würden artig und gehorsam durch die Schläge. Aber statt dessen werden sie zu solchen Menschen, die gerne selber andere schlagen und weitermachen damit, wenn sie groß sind. Denn wie sollte einer, der sich als Kind an die Gewalt gewöhnt hat, zu einem friedlichen Menschen heranwachsen?

Und wie soll es Frieden geben in der Welt, wenn es keine friedfertigen Menschen gibt? Zu Hause, in den Wohnungen, da muß der Friede beginnen."

- Astrid Lindgren

wenn meine Mutter sauer ist, sclägt sie mich auch manchmal ins gesicht wenn ich ihr dann sage das dass nicht erlaubt ist sagt sie nur das ihr das egal ist. Ist das gerechtfertigt? Ich mit meinen 14 Jahren kann es manchmal Nachvollziehen aber ich habe auch noch kleine geschwister

*Applaus*

Absolut richtig.

nein das darf niemand, den dies steht im gesetz. niemand darf geschlagen werden, auch nciht kinder von ihrem eltern. kommt das raus, dann haben die jenigen das jugendamt im nacken sitzen oder die kinder kommen ganz weg !!!!!!

Ich bin absolut dagegen, dass Kinder geschlagen werden. Kein Kind hat es verdient. Gott sei Dank ist es gesetzlich verboten, aber ich denke nicht, dass sich daran so gehalten wird. Die, die das tun denken ja nur "Mein Kind ist so frech, das braucht das." Glaube ich zumindest. Ich bin selber geschlagen worden, und das nicht nur einmal zB auf den Hintern. Ich kann mich da an beispielsweise einen Schlag mit dem Kopf gegen die Wand erinnern. Ich trage keine körperlichen, aber unendlich viele seelische Wunden bei mir. Deshalb, liebe Eltern.. Man bekommt Probleme auch ohne Gewalt gelöst.

Das erinnert mich an meine Kindheit, wo es auch immer geheißen hat, daß eine "gsunde Watschn" noch niemandem geschadet hat!! Speziell mein Vater hatte diese Ansicht! Bis 1989 gab es in Österreich auch kein Recht auf gewaltfreie Erziehung!! Als Kind habe ich mir auch oft gedacht, daß ich es verdient hätte!

Schlußendlich bin ich aber heute der Meinung, daß es absolut gar nichts bringt, sein Kind zu ohrfeigen. Der einzige "Erfolg" war, daß ich in der Schule immer ein ziemlicher Raufbold war, weil ich mir von gleichaltrigen absolut nichts gefallen lassen habe! Gegen meinen Vater konnte ich mich aber klarerweise nicht wehren, als ich noch klein war! So gesehen ist es wahrlich ein Armutszeugnis, auf jemand hinzuhauen, der sich nicht wehren kann!

Und von Respekt konnte rückblickend zu keinem Zeitpunkt die Rede sein, sondern es war nur pure Angst und ein stets gespanntes Verhältnis speziell zu meinem Vater! Das fing schon an, wenn ich mal eine schlechte Note hatte oder mal wieder im Mitteilungsheft etwas unschönes stand, dann über Stunden der Haussegen schief hing. 

Und wohin hat das Ganze geführt? Als Schüler war ich ein notorischer Raufbold, der sich nichts gefallen lassen hat und sich durchaus auch mal mit älteren Schülern angelegt hat! Andererseits war es so, wenn fremde Erwachsene mir gegenüber etwas lauter wurden, ich befürchtete, daß ihnen gleich auch die Hand ausrutschen könnte! 

Fazit:
Wer meint, seine Kinder züchtigen zu müssen, weiß überhaupt gar nicht, was er seinen Kindern damit überhaupt antut und daß man langfristig das genaue Gegenteil von dem erreicht was man erreichen will!

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