Den Vater auf Unterhalt verklagen, wie gehe ich vor?

5 Antworten

Als Volljährige hast du nur noch einen Unterhaltsanspruch, wenn du entweder noch zur Schule gehst oder ggf. dich in deiner ersten Ausbildung befindest und dabei nur sehr wenig verdienst - sonst nicht.

  • Diesen Anspruch müsstest du dann aber selbst erst einmal geltend machen (Schulbescheinigung, Ausbildungsvertrag...) - und zwar bei beiden Eltern (ab der Volljährigkeit sind - falls noch ein Anspruch besteht - beide Elternteile barunterhaltspflichtig).
  • Du selbst müsstest dann auch veranlassen, den Unterhalt zu berechnen (anhand der Einkommensnachweise beider Eltern und deiner eigenen...)  und ihn dann anteilig auf die Eltern aufzuschlüsseln.
  • Ggf. müsstest du den Unterhalt dann noch "titulieren" lassen, denn ohne einen Titel ist nichts einklagbar bzw. pfändbar.

Da ich im August 22 werde, habe ich bis dahin Zeit, dann sind 3 Jahre Verjährungsfrist um.

Du scheinst da etwas missverstanden zu haben....

Die Verjährungsfrist gilt nur für Forderungen, die du bereits rechtsgültig gestellt hast und die trotzdem nicht bedient wurden...

  • Der Unterhalt müsste dir erst ab dem Zeitpunkt gezahlt werden, an dem du deinen Anspruch entsprechend geltend gemacht hast. - Für davor liegende Zeiten kannst du nachträglich nichts mehr geltend machen.
  • Solltest du also bisher versäumt haben, trotz eines möglicherweise bestehenden Anspruchs diesen nachgewiesen und entsprechend eingefordert zu haben, ist da rückwirkend nichts mehr für dich zu holen.

Dein Vater muss derzeit gar keinen Unterhalt zahlen.

Betreuungsunterhalt müsstest du einfordern, vom Vater deines Kindes (2,5). Das gibst du bei anderen Fragen an. Bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes ist der Kindsvater zuständig. Und darüber hinaus dein leiblicher Vater nur, wenn du dich noch in Schul- oder Berufsausbildung befindest und dein Einkommen dazu führt, dass er zahlen müsste. Und die Unterhaltsforderung müsste zu Recht an beide Eltern gehen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Eigene leidvolle Erfahrung incl. Gericht


Also habe ich rückwirkend auf jeden Fall Anspruch auf Kindesunterhalt.

Das wird normalerweise nur der Fall sein, wenn bereits ein Unterhaltstitel für die Zeit vorhanden ist, der nicht bedient wurde. In diesen Fall kann der Titel vollstreckt werden, eine Klage ist dann nicht mehr nötig.

Gibt es keinen Unterhaltstitel ist die Forderung von Unterhalt für die Vergangenheit nur in Außnahmefällen möglich, z.B. wenn die Vaterschaft erst jetzt festgestellt wurde.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1613.html

Für die Zukunft kann natürlich Unterhalt verlangt werden, sofern Sie sich noch in der Ausbildung / Studium befinden.

du hast keinen anspruch auf rückwirkenden unterhalt. wie kommst du darauf? wenn du einen titel hast, dann muss der jährlich neu angemahnt werden, sonst ist das vorjahr vorbei und der anspruch aus dem titel verjährt. wenn du ihn jetzt aufforderst auf unterhalt, dann wäre unterhalt fällig ab heute. auch das nur, wenn du noch in schule oder erstausbildung bist.

nun möchte ich ihn da treffen, wo es ihm wehtut ist eine sehr problematische Ausgangslage. Wer sich auf jeden Fall "sehr freuen" dürfte, ist dein Rechtsanwalt, besonders wenn es ein langwierige Sache wird, wo er viel Zeit investieren, Schreiben verfassen und Eingaben machen muss. Kannst du dir das überhaupt leisten? Der will nämlich Bares sehen, sonst macht er gar nichts (manchmal auch dann nicht viel). Ansonsten müsstest du beim Amtsgericht zu einer kostenlosen Rechtsberatung gehen, wo du deinen Fall schildern und evtl. Prozesskostenhilfe beantragen kannst. Aber nur, wenn es überhaupt zu einem Prozess kommt. Ich kenne deinen Fall  nicht und weiß nicht, was dein Vater sich alles "erlaubt" - von euch "hinnehmen" musste, wer weiß. Hat er überhaupt Geld? Aus leeren Taschen ist nichts zu holen. Wenn du 22 und bedürftig bist, hast du Anspruch auf die sozialen Sicherungssystem.

Kann ich meinen Erzeuger Verklagen? (Unterhalt)

Hallo es geht darum das ich mit meinem Erzeuger Kontakt abgebrochen habe, weil er nie ein Guter Vater war. Ich habe ihn mal eine Nachricht geschrieben das er nie für mich da war und meine Mutter und ich haben nie was gesagt wenn er weniger als die hälfte an Unterhalt gezahlt hatte. Meine Mutter dachte damals andere Väter zahlen ja nichts deswegen hat sie nie was zu ihm gesagt. Und ich habe meinem Erzeuger mal erklärt das ich damals auch ihn vor Gericht ziehen hätte können und seine antwort war nur "Wenn du sowas tust bist du nicht mehr meine Tochter!!!" Wegen diesem Spruch nenne ich ihn nicht mehr Vater. Er war nie an meinen Geburtstagen da auch wenn ich am Telefon geheult habe. Meine Frage ist jetzt ob ich meinen Erzeuger Verklagen kann, weil er kaum unterhalt gezahlt hatte obwohl er sehr gut verdient. Meine Mutter hat noch die Kontoauszüge wo man sieht was er gezahlt hatte. Nebenbei hat er damals meinen Onkel gefragt ob er das Geld bekommen könne, das für mich war, wo mein Onkel auf ein Sparbuch angelegt hatte. Er versprach das Geld zurück zu zahlen über 1000DM. Aber was nie passierte. Er hatte Angeblich nie viel Geld aber Konnte sich ein 3D Fernseh kaufen, PS3,Laptop,PC, 2 Autos usw. Ich bin 24 jahre und habe schon eine Ausbildung gemacht. Ich möchte nur wissen ob ich zu einem Anwalt gehen kann und das anfordern kann. Es geht mir nicht ums Geld, ich weiß auch nicht ob ich das machen soll... Ich habe Krebs und von ihm kam da auch keine äußerrung.... Also geht das oder ist das nur ein Hoffnungsloser Gedanke?

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