Das wieviel-Fache verdient die Bank wenn ich ein Darlehen aufnehme?

4 Antworten

Die ganze Sache läuft folgendermaßen:
Die Bank hat das Geld ja selbst nicht "irgendwo herumliegen", sondern "kauft" sich Geld in Höhe Deines Darlehens vom Kapitalmarkt. Dafür wird ein Kaufpreis fällig. Das ist für die Bank der sog. Einstand. Auf diesen wird - in Abhängigkeit von
- Kundenbonität
- Zinsbindung
- Laufzeit und
- Darlehensart (bzw. Besicherung)
eine Marge addiert und dieser neu errechnete effektive ZInssatz.
DIe Bank hat also Einnahmen in Höhe der Marge. DAvon werden anteilig verschiedene Kosten bezahlt und am Ende bleibt vielleicht noch etwas Gewinn übrig.
STellt sich aber allgemein die Frage: Was um Gotteswillen ist falsch daran, Geld zu verdienen. Tut das nicht die meisten von uns? Ich bin jedenfalls froh, daß mir mein ARbeitgeber jeden Ultimo mein GEhalt aufs Konto überweist. WEr von Euch ist das nicht???

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Kann man nicht pauschal beantworten, es kann mehr sein, kann aber auch weniger sein. Berücksichtigen auf jeden Fall, wieviel Miete Du in der Zeit zahlen müsstest. Dann ist es halb so wild, wenn Du das 2,5 fache bezahlst. So hast Du wenigstens dann irgendwann einmal was für Dich. Besser, als dem Vermieter Dein ganzes Geld zu "schenken"

denke auch, dass man so pauschal nicht beantworten kann, kommt sicherlich auf die Bank an. Kannst ja mal bei http://www.girokonto-getestet.de/bank.html schauen ob du eher fündig wirst

Die Frage kann man so einfach nicht beantworten aber Fakt ist, du zahlt manchmal wirklich das Doppelte von dem zurück, was du aufgenommen hast (hängt von Zinsen und Laufzeit ab). Du zahlst grade am Anfang fast ausschließlich Zinsen und tilgst nur minimal - dieses System "kippt" erst nach einigen Jahren des abbezahlens und dann tilgst du mehr wogegen sich die restlichen Zinsen gering ausnehmen.

Man sollte sich das wirklich gut überlegen....

Die Bank "verdient" in so fern an deinen gezahlten Zinsen, weswegen Sie dir oftmals Angebote machen, die Tilgung doch einfach mal auszusetzen und "nur" die Zinsen zu zahlen, um mit dem "freien Geld" doch irgend eine hochverzinste Anlage zu tätigen. VORSICHT bei sowas - das ist NEPP PUR !!!

Die Bank verdient aber noch ganz anders an deinem Kredit. Sie muss nämlich von 100 Tausend Euro nur 10% als Einlage tatsächlich bereithalten - der Rest entsteht durch den Kredit (Giral- oder auch Buchgeld). das bedeutet - jemand anderer hat 10 tausend Euro Sparguthaben - die Bank darf daraus 100 Tausend Euro Darlehen für z.B. DICH machen - und auf dieses virtuelle Geld zahlst du dann Zinsen wie ein blöder - cool oder ?

Die Bank "verdient" nicht ein Vielfaches, sondern einen Bruchteil, denn die Bank muss Geld leihen ("sich refinanzieren"), um Geld verleihen zu können. Dafür muss sie Zinsen zahlen. Die Differenz zwischen Soll- und Habenzins ist die "Zinsmarge" also der Rohgewinn der Bank. Sie kann zwischen 3-8 % betragen. Der Zins, den Sie zahlen müssen, hängt von Ihrer Bonität ab, d.h. von dem geschätzten Risiko des Kreditausfalls (hier kommt "Basel II" ins Spiel). Daher müssen unterschiedliche Kreditnehmer auch unterschiedlich hohe Zinsen zahlen. Von der Zinsmarge müssen die Banken ihre gesamten Kosten (Personal, Gebäude, etc) finanzieren. Wenn dann 1-2 % übrigbleiben, hat die Bank nicht schlecht gewirtschaftet.

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