Darf mein Vermieter mir nach der Erlaubnis den Hund wieder verbieten?

5 Antworten

Darf mein Vermieter mir nach der Erlaubnis den Hund wieder verbieten?

In deinem Fall: Ja.

Tatsächlich bedarf die Haltung eines Hundes der ausdrücklichen Genehmigung des Vermieters. Ohne sie stellt die Haltung vertragswidrigen Gebrauch der Mietsache dar, die der VM abgeschafft verlangen kann :-O

Wenn man sich hier auf eine mündliche Absichtserklärung verlässt statt die Erlaubnis schriftlich einzuholen und sich die Genehmigung unterschreiben zu lassen, handelt man insbs. im Interesse des Tieres leichtsinnig, gar unverantwortlich :-(

Den Beweis einer erteilten Genehmigung hättest du zu führen, der sich ja darauf beruft.

Deine einzige Chance ist es, nunmehr förmlich Antrag auf Genehmigung zu stellen, die erwartete Ablehnung als willkürlich und sachfremd gerichtlich ausurteilen zu lassen. Nachdem du den Hund aber schon mehre Monate ungefragt hälst, scheint das wenig aussichtsreich. Denn in dem Fall kommt es auf eine vom Gesetzgeber vorgesehene Interessensabwägung oder Begründung der Ablehnung nicht mehr an, wenn der VM vertrgswidrigen Gebrauch der Mietsache mit Abschaffung des Hundes unter Androhung deiner fristlose Kündigung betreibt :-O

Nur am Rande: Jede Genehmigung gilt nur für dieses angefragte Tier und wäre widerruflich erteilt. Meint, du darfst dir trotz Genehmigung ungefragt keinen Zweit- oder Ersatzhund anschaffen und wenn dein Tier Anlass zu Beschwerden gäbe oder ein Nutzer seine Tierhaarallergie geltend macht, wäre die Duldung widerrufbar und der Hund dennoch wieder abzuschaffen.

G imager761

Hi.

Es kommt dabei darauf an, was für Vereinbarungen (am besten schriftlich) getroffen wurden und was im Mietvertrag steht.

Desweiteren kommt es je nach Situation auch auf die Gründe an, die Dein Vermieter Dir nennen muss, wenn:

- Du die Vereinbarung schriftlich hast

- sie als Ergänzung zum Mietvertrag zu sehen ist.

Mögliche Gründe für die nachträgliche Entziehung der Erlaubnis können z.B. sein:

- ruhestörender Lärm

- starke Geruchsbelästigung

- Nachbarn fühlen sich gestört

Je nach Vereinbarung, Vertrag, Situation und Grund ist die Entziehung anfechtbar, - oder eben auch nicht.

Im Zweifelsfall muss das ein Anwalt beurteilen und ein Richer entscheiden, was ziemlich teuer werden würde, deshalb wäre dieser Schritt - vorher - sehr gut zu überdenken.

Paragrafen aus dem Gesetzbuch alleine werden Dir nicht wirklich helfen.

Wie ist denn Dein Umgang mit dem Hund, um was für eine Rasse handelt es sich und wie reagiere Deine Nachbarn, falls vorhanden?

Hat Dein Vermieter seine Entscheidung vielleicht schon begründet?

Dann könnte man Dir vielleicht schon einen besseren Tipp geben.

Hast du dir die Erlaubnis schriftlich geben lassen?

Ein generelles Halteverbot ist nicht mehr zulässig. Der Vermieter muss also sachliche Gründe anbringen, weshalb er dir die Haltung deines Hundes untersagt. Diese Gründe können sein, dass dein Hund andere Mieter im Haus durch Lärm belästigt oder anderweitig in ihrer Wohnqualität beeinträchtig, bspw. wegen Angst oder Allergie.

Wenn kein sachlicher Grund vorliegt, stehen deine Chancen gut, die Halteerlaubnis gerichtlich durchsetzen zu können. Falls doch, kann der Vermieter dir die Haltunserlaubnis auch im nachhinein wieder entziehen.

1. Hast du die Erlaubnis schriftlich?

2. Ist sie an Bedingungen geknüpft?

3. Hat der VM einen Grund seine Erlaubnis zu widerrufen?

Die Entscheidung kann er nicht einfach willkürlich treffen.

Er muss begründen wieso das Tier verboten sein soll.

Grund zu dem Verbot ist z.B wenn andere Mieter sich gestört fühlen.

Hast du den Hund schon? Wenn ja würde ich mit einem Anwalt reden. Denn eine genaue Antwort weiß ich darauf auch nicht.

Ich würde sagen nein kann er nicht. Solange es kein Grund gibt kann er nicht erst JA und dann wieder Nein sagen.

Besser wäre es Tierrechte mit im Mietvertrag stehen zu haben.

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