darf mein arbeitgeber mir freitags sagen, dass ich samstags arbeiten muss?

5 Antworten

Habe gerade ein Arbeitsgerichtsverfahren aus ähnlichem Fall durch. Es gibt (laut Richterin) eine Rechtsprechung (BAG) in Deutschland, dass eine Schicht mind. 96h vorher beim Arbeitnehmer anzumelden ist. (Arbeitsvertrag = Vertragspartner und nicht wie viele AG meinen Gott und Untergebener) Ausnahmen wären nur in dringenden Notfällen, wie Havarie o.ä. möglich. Worte der Richterin. Weiter sagte sie, dass kein AG das Recht hat mich in meiner persönlichen Entfaltung über Mass zu beanspruchen. Dass heißt ich habe eine 40h Woche und die läuft Mo-Fr. Zusätzliche Schichten sind im Interesse des AN so rechtzeitig anzumelden, dass dieser seine Zeit ordentlich planen kann. Wörtlich sagte die Richterin, dass sich viele AG zu viel herausnehmen und denken sie seien Herr Gott persönlich. Nochmal zum Verständnis, wir sind Vertragspartner und nicht mehr und nicht weniger. Unzulässige Klauseln im AV zählen eh als nicht geschrieben.

Nur bedingt. Grundsätzlich hat Dein Arbeitgeber das Recht, Zeit, Ort und Umfang der Arbeit festzulegen, solange dies nicht in Tarifverträgen, Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarungen anderweitig festgelegt ist. Also schau in Deinen Arbeitsvertrag, frag den Betriebsrat (sofern vorhanden) bzw. die Gewerkschaft. Falls in eurer Firma ein Betriebsrat besteht, muss dieser außerdem der Samstagsarbeit vorab zugestimmt haben (Ausnahme: Notfälle).

Manchmal ist es eben unvermeidlich kurzfristig zu reagieren! Was ist z.B., wenn die für Samstag eingeplante Kraft plötzlich krank wurde? Soll er den Betrieb dann schließen, nur weil er Dich nicht drei Wochen vorher informieren konnte? Und ebenso verhält es sich mit kurzfristigen aufträgen!

Na gut, ist etwas kurzfristig, aber die dürfen ja "fast" alles...macht man nicht so mit wie Sie wollen, könnte man sich evtl. bald nen neuen Job suchen müssen.

beim akuten arbeitsbedarf schon. man sollte nur schauen, dass dies bei einigen ausnahmen bleibt und nicht zur gewohnheit wird! schau in deinen arbeitsvertrag in wieweit dies vergütet wird (bezahlte überstunden oder zeitausgleich etc).

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