Darf man vom Untermieter mehr Geld verlangen als man selbst Miete zahlt?

5 Antworten

Das ist zulässig. Wenn die Untervermietung zur Gewinnerzielung betrieben wird, liegt aber eine gewerbliche Tätigkeit vor. Das kann bedeuten, dass im Verhältnis zwischen Hauptvermieter und Zwischenvermieter nicht mehr die günstigen Regeln für Wohnraummiete sondern für Gewerbemiete anwendbar sind. Z.B. mit strengeren Renovierungspflichten, geringerem Kündigungsschutz usw.

Grundsätzlich ist auch zu beachten, dass die Untervermietung der Genehmigung durch den Vermieter bedarf.

Es ist moralisch bestimmt nicht einwandfrei. Aber Wucher sehe ich auch keinen, wenn man dem Mieter die ortsübliche Miete abverlangt und man selbst aus irgendwelchen Gründen (z.B. weil man mit dem Vermieter gut befreundet ist) eine wesentlich geringere Miete zahlt!

Also so kann man das nicht stehen lassen...

Ausgehend von einem Formularmietvertrag gilt folgendes:

Du musst deinen Vermieter unbedingt fragen. Er kann es nur verweigern, wenn ein wichtiger Grund dagegen spricht (der Untermieter ist ein stadtbekannter Schläger, die Wohnung wäre überbelegt etc.). Verweigert er es dennoch, kannst du sogar Schadensersatz geltend machen.

Man kann jede Miete nehmen, die man für richtig hält, und die der Mieter bereit ist zu zahlen. Wucher ist es NUR, wenn es 20% über der ortsüblichen Miete liegt UND unter Ausnutzung einer Mangellage geschieht (Man vermietet z.B. eine Einraumwohnung doppelt so teuer wie normal, weil man weiß, dass es keine anderen freien Wohnungen im Stadtgebiet gibt.). Das Dachgeschoss im Berliner SONY-Center kann man trotzdem für 1000 € pro m² vermieten, wenn man mag.

Wenn man untervermietet, kann der Vermieter einen angemessenen Untermietzuschlag verlangen. Angemessen ist wieder mal relativ.

Kannst Du, wenn er das zu zahlen bereit bist.

Denke aber daran, daß Du eine Einkommenssteuererklärung machen mußt!

Ergänzend zur Antwort von HerrLich:

Die Miete, die die Untermieter/innen an die Hauptmieter/innen für die von ihnen genutzte Wohnfläche zu zahlen haben, kann frei vereinbart werden.

Sie sollte jedoch in einem angemessenen anteiligen Verhältnis zu der Miete stehen, die für die gesamte Wohnung zu entrichten ist.

Auch wer überhöhte Untermiete einnimmt, muss sich gegebenenfalls wegen Wuchertatbestands nach § 291 Strafgesetzbuch oder wegen überhöhter Miete nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz verantworten.

(http://www.bmgev.de/mieterecho/299/22.htm)

Genau so ist es. DH

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