Darf man vom Untermieter mehr Geld verlangen als man selbst Miete zahlt?

5 Antworten

Das kommt ganz darauf an, warum der Untermieter mehr zahlen soll.

Ist sein Zimmer einfach größer als deins und den Rest teils ihr jeweils zur Hälfte, dann ist es ok. Ist das Zimmer möbliert, dann ist es auch ok.

Du solltest zudem den Hauptmietvertrag mal lesen, was dort zur Untermiete steht. Ich hatte mal eine WG in einer Genossenschaftswohnung, da war Untervermietung mit Gewinnabsicht explizit verboten. Untervermietung zur Kostendeckung (also faire Aufteilung) war erlaubt, musste ich als Hauptmieter nur melden.

Nicht vergessen, auch Mieteinnahmen müssen ggf. versteuert werden.

Wenn man Gewinn damit erzielen möchte, ist das aber gewerblich anzumelden.

Anders sieht's aus, wenn der Untermieter auch eine größere Wohnfläche zur Verfügung gestellt bekommt, als der eigentliche Hauptmieter.

Woher ich das weiß:Recherche

Ja, aber Du musst die Differenz (Deinen Gewinn) versteuern als Mieteinnahmen.

Ist das dein verdammter Ernst, Alter?

@Valnar25

Ja, auch wenn Dir das nicht gefällt, das ist nun mal so im deutschen Steuerrecht geregelt.

Du mietest eine 2-Zimmer-Wohnung für 400 € und vermietest sie für 500 € weiter weil Du im Urlaub bist. Dann möchte das Finanzamt für die 100 € Differenz, also Deinen Gewinn, Steuern haben. Bei 40 % Steuersatz macht das 40 € fürs Finanzamt.

Das selbe, wenn Du einen Teil Deiner Wohnung für mehr als Deine anteiligen Mietkosten untervermietest.

@Masse946

Darum gehts nicht. Ist es dein verdammter Ernst hier eine über zwölf Jahre alte Frage völlig blödsinnigerweise rauszukramen????

Das ist zulässig. Wenn die Untervermietung zur Gewinnerzielung betrieben wird, liegt aber eine gewerbliche Tätigkeit vor. Das kann bedeuten, dass im Verhältnis zwischen Hauptvermieter und Zwischenvermieter nicht mehr die günstigen Regeln für Wohnraummiete sondern für Gewerbemiete anwendbar sind. Z.B. mit strengeren Renovierungspflichten, geringerem Kündigungsschutz usw.

Grundsätzlich ist auch zu beachten, dass die Untervermietung der Genehmigung durch den Vermieter bedarf.

Das kann bedeuten, dass im Verhältnis zwischen Hauptvermieter und Zwischenvermieter nicht mehr die günstigen Regeln für Wohnraummiete sondern für Gewerbemiete anwendbar sind.

Nein, Wohnraum bleibt Wohnraum. Nix Gewerberaum und Gewerbemietvertrag. Wohnbaugesellschaften und andere vermieten auch gewerblich Wohnraum, und keine Gewerberäume. Und sie machen Gewinn. Das Gewerbe besteht in der Wohnraumvermietung.

@Bitterkraut

Na ob der/die gute vollyhn nach so vielen Jahren aus diesem Komentar noch was lernt?

@Valnar25

Die Frage wurde neu hochgeladen, scheinbar interessiert sich jemand anderes für Antworten. Da kann man schon mal auf Unsinn in den Antworten hinweisen.

Also so kann man das nicht stehen lassen...

Ausgehend von einem Formularmietvertrag gilt folgendes:

Du musst deinen Vermieter unbedingt fragen. Er kann es nur verweigern, wenn ein wichtiger Grund dagegen spricht (der Untermieter ist ein stadtbekannter Schläger, die Wohnung wäre überbelegt etc.). Verweigert er es dennoch, kannst du sogar Schadensersatz geltend machen.

Man kann jede Miete nehmen, die man für richtig hält, und die der Mieter bereit ist zu zahlen. Wucher ist es NUR, wenn es 20% über der ortsüblichen Miete liegt UND unter Ausnutzung einer Mangellage geschieht (Man vermietet z.B. eine Einraumwohnung doppelt so teuer wie normal, weil man weiß, dass es keine anderen freien Wohnungen im Stadtgebiet gibt.). Das Dachgeschoss im Berliner SONY-Center kann man trotzdem für 1000 € pro m² vermieten, wenn man mag.

Wenn man untervermietet, kann der Vermieter einen angemessenen Untermietzuschlag verlangen. Angemessen ist wieder mal relativ.

Wucher gibt's in der Rechtsprechung erst ab 300% des üblichen Preises!!!

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