Darf man vom Untermieter mehr Geld verlangen als man selbst Miete zahlt?

11 Antworten

Ergänzend zur Antwort von HerrLich:

Die Miete, die die Untermieter/innen an die Hauptmieter/innen für die von ihnen genutzte Wohnfläche zu zahlen haben, kann frei vereinbart werden.

Sie sollte jedoch in einem angemessenen anteiligen Verhältnis zu der Miete stehen, die für die gesamte Wohnung zu entrichten ist.

Auch wer überhöhte Untermiete einnimmt, muss sich gegebenenfalls wegen Wuchertatbestands nach § 291 Strafgesetzbuch oder wegen überhöhter Miete nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz verantworten.

(http://www.bmgev.de/mieterecho/299/22.htm)

Genau so ist es. DH

Wenn man Gewinn damit erzielen möchte, ist das aber gewerblich anzumelden.

Anders sieht's aus, wenn der Untermieter auch eine größere Wohnfläche zur Verfügung gestellt bekommt, als der eigentliche Hauptmieter.

Woher ich das weiß:Recherche

Das kommt ganz darauf an, warum der Untermieter mehr zahlen soll.

Ist sein Zimmer einfach größer als deins und den Rest teils ihr jeweils zur Hälfte, dann ist es ok. Ist das Zimmer möbliert, dann ist es auch ok.

Du solltest zudem den Hauptmietvertrag mal lesen, was dort zur Untermiete steht. Ich hatte mal eine WG in einer Genossenschaftswohnung, da war Untervermietung mit Gewinnabsicht explizit verboten. Untervermietung zur Kostendeckung (also faire Aufteilung) war erlaubt, musste ich als Hauptmieter nur melden.

Nicht vergessen, auch Mieteinnahmen müssen ggf. versteuert werden.

Es ist zwar nicht moralisch einwandfrei und Du dürftest ein schlechtes Gewissen haben, aber wenn das vertraglich vereinbart ist, kann dagegen nicht vorgegangen werden!

Du hast aber ein zusätzliches Einkommen, das versteuert werden muss!

Bleibt die Frage, ob die Beziehung in einer Untervermietung das wert ist. Ich würde mit meinem Untermieter lieber ein gutes Verhältnis haben und mit offenen Karten spielen.

Also so kann man das nicht stehen lassen...

Ausgehend von einem Formularmietvertrag gilt folgendes:

Du musst deinen Vermieter unbedingt fragen. Er kann es nur verweigern, wenn ein wichtiger Grund dagegen spricht (der Untermieter ist ein stadtbekannter Schläger, die Wohnung wäre überbelegt etc.). Verweigert er es dennoch, kannst du sogar Schadensersatz geltend machen.

Man kann jede Miete nehmen, die man für richtig hält, und die der Mieter bereit ist zu zahlen. Wucher ist es NUR, wenn es 20% über der ortsüblichen Miete liegt UND unter Ausnutzung einer Mangellage geschieht (Man vermietet z.B. eine Einraumwohnung doppelt so teuer wie normal, weil man weiß, dass es keine anderen freien Wohnungen im Stadtgebiet gibt.). Das Dachgeschoss im Berliner SONY-Center kann man trotzdem für 1000 € pro m² vermieten, wenn man mag.

Wenn man untervermietet, kann der Vermieter einen angemessenen Untermietzuschlag verlangen. Angemessen ist wieder mal relativ.

Wucher gibt's in der Rechtsprechung erst ab 300% des üblichen Preises!!!

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