Darf ein Lehrer in der 3. Klasse unangemeldete Klassenarbeiten schreiben, die benotet werden?

11 Antworten

Es gibt überall Gute und Schlechte, auch bei den Lehrern, obwohl ich in den letzten 4-5 Jahren verstärkt feststelle, dass das Anprangern von Lehrern zum Volkssport wird. Was das konkrete Problem angeht würde ich auch sagen, erstmal das Gespräch mit der Lehrerin suchen. Ggf. gibt es Missverständnisse, die sich so ausräumen lassen. An der prinzipiellen Berechtigung, Tests oder Klassenarbeiten unangekündigt zu schreiben, habe ich aber keinen Zweifel.

Meine Denke!

Kurztests über den aktuellen Lernstoff sind auch ohne Vorankündigung erlaubt. Die Benotung ist (ausser bei Mathe und Naturwissenschaften) immer höchst persönlich und daher subjektiv. Sie soll jedoch wohlwollend sein und den pädagogischen Aspekt berücksichtigen.

In Ihrem Falle wollte die Lehreren wohl wissen, ob sie sich vorbereitet haben (z.B. die aufgegebene Lektüre gelesen) und ob sie das zum Ausdruck bringen können.

An sich aus Ihrer schilderung nichts Unkorrektes zu erkennen. Wenn der eine Lehrer etwas höhere Maßstäbe setzt, dann ist das nun mal hinzunehmen. Da der trend zum Bundesweit vergleichbaren Lernstoff geht, muss auch der Lernerfolg erfasst werden und die Noten müssen nicht nur seine Ausprägung in der Gruppe, sondern auch übergreifend darstellen.

Ich war jahrelang Schulsprecher, daher meine ich zu wissen, dass diese Kurztests auch nicht für das ganze Halbjahr ausschlaggebend sind. Sie werden wohl zur Disziplinierung eingesetzt.

Sehr gut Indy - sehe ich absolut auch so; diese Tests sind m. E. nur in dieser Form überhaupt sinnvoll.

Klassenarbeiten werden "in der Regel" angekündigt; gerade in der Grundschule kann davon abgewichen werden (Angstvermeidung). Eine Regelung gesetzlicher Art (in der ASCHO) zur vorherigen Ankündigung gibt es dazu nicht mehr (vgl. z. B. Land NRW: Verordnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe 1 = APO-S1, § 6). Wenn die Lehrperson das Thema "Nacherzählung" im Unterricht behandelt hat, kann sie also eine Arbeit darüber -auch unangekündigt- schreiben. Die Hausaufgabe muss nicht unbedingt "eingesammelt" und korrigiert werden bzw. worden sein; sie kann durchaus "nur" im Unterricht aufgegriffen und besprochen worden sein; somit wurden Hilfen zur Anfertigung einer Nacherzählung vermutlich gegeben. - Dass eine Lehrperson den Lernstoff "unzureichend" vermittelt, dies Urteil steht den Erziehungsberechtigten so einfach nicht zu; und ein Lehrerwechsel kann zeitweilig sowohl zu Verbesserungen als auch zu Verschlechterungen führen, das ist "normal". Außerdem: Es läuft gerade ein kurzes erstes Halbjahr seinem Ende entgegen. Keine Panik! Und dann kommt noch das 4. Schuljahr. Also: Die Kollegin darf das, und mit der Beurteilung von Lehrerleistungen sollte man/frau vielleicht doch vorsichtiger sein!

Eine solche gründliche und kenntnisreiche Antwort lese ich immer gerne.

Klassenarbeiten in den Hauptfächern, müssen soweit ich informiert bin, angekündigt werden. So ist es selbst bei meinen grösseren Söhnen, die in die 6. u. 9. Klasse gehen.So wusste mein Sohn schon zu Schuljahresbeginn, wann er welche Deutscharbeiten schreibt.Tests dagegen wohl nicht, diese werden aber auch anders bewertet (wie eine Hausaufgabe). Um ganz sicher zu gehen, schau mal bei google unter Schulrecht nach. Da steht mit Sicherheit alles ganz genau.

Angekündigt werden müssen nur ganz- oder mehrstündige Klassenarbeiten. Kuztests über den Aktuellen stoff bedürfen keinerlei Vorankündigung, weil sie doch nichts anders sind, als wenn die Lehrkraft die Schüler abgefragt hätte.

@Indy72

Ich denke aber, dass es sich bei oben beschriebener Nacherzählung um eine einstündige Klassenarbeit handelt u. nicht um einen Kurztest,bei dem mal eben etwas abgefragt wird.

Ich glaub schon, dass sie das darf.Klassenarbeiten müssen nicht angekündigt werden.Warum besprechen Sie dies nicht mit dem Elternsprecher, der Verbindungsmann zur Schule ist.Man sollte nicht solange warten.

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