Darf der Vermieter Nachts das Warmwasser drosseln?

13 Antworten

Hallo ronbond,

Ich habe bei mir früh morgens das Problem, daß das Warmwasser erst mit 5-6 minütiger Verspätung warm wird. Daraufhin habe ich dies Problem meinem Vermieter geschildert und auf das Urteil von AG Schöneberg, MM96, S. 401 verwiesen.

Mein Vermieter hat mich nun gebeten, ihm die entsprechende Seite des Urteils zuzusenden, da er nicht im Besitz dieser ist.

Daher würde ich gerne wissen, wo ich das Original-Urteil finden kann. Gibt es hierzu eine entsprechende Internetseite, ein Link zum Urteil oder muß man direkt das AG Schöneberg kontaktieren.

Die anderen von Dir genannten Urteile (AG München, WM87, 382 oder AG Köln, WM96, 791) würde mich ebenfalls interessieren. Liegen Sie vielleicht irgendwo im Netz vor ?

Herzliche Grüsse, Carsten

Warmwasser-Probleme

Was für die Heizung gilt, gilt auch entsprechend für das warme Wasser. Der Vermieter muss die Versorgung mit warmem Wasser das ganze Jahr über - sogar rund um die Uhr (AG München, WM 87, 382) - sicherstellen, d.h. es muss ständig Wasser mit einer Temperatur von 40 bis 50 Grad in ausreichender Menge verfügbar sein. Ist das längere Zeit nicht der Fall, kann der Mieter die Miete mindern.

Beispiele aus der Rechtsprechung:

Die Wassertemperatur sinkt längere Zeit unter 40 Grad. Die Miete kann um 7,5% gemindert werden (AG Köln, WM 96, 701).

Fließend warmes Wasser mit 40 bis 50 Grad muss spätestens 10 Sekunden nach dem Aufdrehen des Wasserhahns (bzw. spätestens nach dem Durchlauf von 5 Litern Wasser) zur Verfügung stehen. Wer fünf Minuten warten muss. kann die Miete um 10 % mindern (AG Schöneberg, MM 96, S. 401).

Wenn Sie die Miete mindern, beachten Sie aber bitte immer die Grundsätze, die für die Mietminderung gelten. Wenn Sie sich an die Vorschriften nicht halten, kann der Schuß leicht nach hinten losgehen, weil Sie dann mit der Miete in Rückstand geraten.

Wie kann man gegen Legionellen im Haushalt vorbeugen?

Obwohl eine Impfung gegen Legionellen nicht möglich ist, gibt es andere Wege, sie aus dem Trinkwasser fernzuhalten. Wie bereits beschrieben, kommen Legionellen vor allem im Warmwasser vor, daher empfiehlt sich, das Brauchwasser besonders kalt (unter 25°C) oder besonders heiß (über 55°C) zu lagern und stets im Fluss zu halten. Die folgenden Maßnahmen zeigen, wie das ganz leicht erreicht werden kann:

  • Durchlauferhitzer und Thermen schützen vor Legionellen, da sie das Brauchwasser erst kurz vor dem Gebrauch erwärmen. Die Vorlauftemperatur sollte jedoch 55 °C nicht unterschreiten.
  • In Häusern mit Wassererwärmung aus einem Warmwasserspeicher muss die Regler-Temperatur des Speichers um die 60 °C betragen, in den Wasserleitungen selbst nicht weniger als 55 °C
  • Wasserleitungen sollten regelmäßig benutzt werden, andernfalls stagniert das Wasser darin. Außerdem sollten die Leitungen nicht übermäßig lang sein.

36 °C ist gerade der Bereich, in dem sich Bakterien (z. B. Legionellosen) am wohlsten fühlen. Es besteht also die Gefahr von Infektionen! Auch 43 °C ist noch zu kalt! Würde mal mit dem Vermieter sprechen und wenn das nichts nützt, das Gesundheitsamt einschalten.

Antwort für ingeruhn.

Es ist schon sehr vermessen was sie als Antowort von sich geben. Nach ihrer Auffassung brauchen sich Menschen die bis 00.00 Uhr oder später körperlich arbeiten nicht mehr zu waschen. Nach ihrer Ansicht sollen die wohl stinkig zu Bett gehen um Kosten zu sparen. Und in der Frühschicht, muss man sich da nicht waschen nach dem Aufstehen? Anscheinend hat die Kinderstube unserer Eltern versagt, denn uns wurde gelehrt, dass stinkende Menschen nicht sehr appetitlich wirken. Bei ihnen ist das ja anders, da wäscht oder duscht man sich nach der Uhrzeit und nicht nach den Anforderungen.

Sonja Wessels

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