Buchhaltung Gutschein buchen

3 Antworten

Verbindlichkeiten an Bank und an Nachlässe vom Lieferer und an Vorsteuer

Na, da hat sich ja Jemand wieder eine typische Frage aus dem täglichen Leben ausgedacht: Privatleute buchen nicht und Unternehmen bekommen keine Geburtstagsgeschenke, aber sei's drum...

Der Gutschein selbst ist erst einmal gar nichts wert, denn vielleicht bestellst du bei diesem Lieferanten Nichts mehr. Also versuche bloß nicht, den Gutschein irgendwie in die Aktiva zu schieben.

Bei der nächsten Bestellung hast du dann einen Rabatt. Dafür findet sich in den meisten Kontenplänen ein Unterkonto im Warenkonto (Aktiva, Umlaufvermögen). Wenn nicht, buchst du einfach die nächste Lieferung mit entsprechend geringerem Preis.

Was ist daran knifflig?

Du hast einen Gutschein. Was könnte das denn sein? Geldeingang? Soll der langfristig im Betrieb bleiben? Ist der angeschafft worden?

Der Gutschein ist zwar ein Vermögenszuwachs, er erhöht ja die Forderungen. Aber wann ist dieser Ertrag realisiert? Mit dem Zufluss des Gutscheins oder wenn er eingesetzt wird? Auch nehmen viele Geschäftsfreunde solche Geschenke als freundliche Geste, sie setzen sie aber nicht ein.

Wann dürfen bzw. müssen Erträge gebucht werden? Wenn sie realisiert wurden. Wann gilt der Ertrag als realisiert? Im Zeitpunkt der Geltendmachung.

Erst wird bestellt. Die Warenrechnung kommt. Sie wird ganz normal und voll gebucht. Einfacher natürlich wenn es sich aus unserer Sicht um Ware handelt. Blöd wenn aktivierungspflichtige Wirtschaftsgüter bestellt werden. Zu der vollen Buchung kann man auch eine andere Auffassung vertreten und sagen: Die Verbindlichkeit besteht gar nicht in voller Höhe, denn wir haben ja den Gutschein. Ich würde den Gutschein erst im Zeitpunkt der Verrechnung buchen. Da ist m.E. erst der wirtschaftliche Zufluss.

Wer vorher verrechnet hat, kann die Verbindlichkeit i.H. des rabattierten Betrages überweisen und ausgleichen. Verb. an Bank.

Ich würde jetzt den Gutschein buchen. Verb. an WE und Vorsteuer Und dann natürlich die Bezahlung per Bank. Wer nicht so viele Buchungen machen will erstellt in der Bank einen Zusammengesetzten Buchungssatz.

per Verb. an Bank an WE an Vorst

Drei Varianten alle richtig. Viel Spaß bei der Besprechung der Aufgabe.

Gehaltsabrechnung - Frage zu den Buchungen

Hallo,

ich arbeite seit kurzem in einem Unternehmen mit < 10 Mitarbeitern.

Neben mir ist noch eine weitere Person im Bürobereich beschäftigt.

Bezüglich der Lohnbuchungen gibt es unterschiedliche Ansichten:

Bzgl. SV: Hier wird bei uns erst Gehalt gezahlt, danach SV von den KK eingezogen

Ich:

Aufwand: AN Gehalt (Brutto)
Aufwand: VL-Zuschuss AG Aufwand: SV AG

an Bank (Überweisung des Nettos an den AN) an SV Vorauszahlung (AG+AN) an Vb an Finanzamt an Vb aus VL

Später

Vb aus VL an Bank (kompletter Sparbetrag)

Vb FA an Bank

SV Voraus an Bank

Kollege:

Aufwand: AN Gehalt (NETTO) Aufwand: VL (kompletter Sparbetrag) Aufwand: SV AN Aufwand SV AG Aufwand: Finanzamt an Bank (Finanzamt) Bank (Krankenkasse) Bank (VL-Versicherung) Bank (Netto an AN)

Kann jemand in diesem Wirrwar den Unterschied sehen? Ich mache das grad aus dem Kopf und habe keine Unterlagen dabei.

Ich buche aus Unternehmenssicht den Aufwand des Arbeitgebers separat, die Abzüge des AN kommen dann in Forderungen (SV) und Verbindlichkeiten (FA, VL)

Mein Kollege bucht das Netto des Arbeitnehmers als Gehaltsaufwand und anschließend SV, Steuern & VL auf andere Aufwandskonten.

Rechnerisch kommt bei der Sache das selbe raus. Meine Frage ist aber, ob die Netto-Rechnung korrekt ist? In wie weit sind die Regelungen zur Gehaltsverbuchung verbindlich? Mein Problem hierbei ist, dass hier die Steuern, die AV und die VL des AN für uns als separaten Aufwand gebucht werden, statt es komplett über das Gehaltskonto des AN zu buchen (also dort das Brutto zu buchen).

Wenn ich mir als irgendein Steuerprüfer, der diese Buchhaltung zum ersten Mal sieht, das Konto 6xxxx des Arbeitnehmers Müller raussuche, um die Gehaltsaufwendungen zu finden, habe ich hier den Jahres-Nettobetrag, was weit unterhalb der tatsächlichen Aufwendung liegt..

Was ist denn hier richtig oder nicht, oder nicht so richtig richtig, aber auch nicht so richtig falsch?

PS: Als Orientierung dient der IKR n. Deitermann.

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