Bremsen wechseln, bremssattel reinigen?

5 Antworten

Ohne Reinigen beeinträchtigt das die Funktion der Bremse. Die bremswirkung kann schlecht sein bzw. die Bremse verschleißt völlig ungkleichmäßig.

Gegen das Quietschen muß man eine Kupferpaste auf die Rückseite (!) der Beläge auftragen wenn man neue Beläge einbaut.

also sollte ich den sattel reinigen lassen?

@StarAndi

Kannst Du selber reinigen. Dazu brauchst Du nur Bremsenreiniger, eine kräftige Bürste und einen Lappen. Für den Einbau der Beläge dann natürlich noch Kupferpaste. Pass aber auf, dass die Paste nicht auf den belag selber (nur Rückseite) und nicht auf die Scheibe kommt. Sonst quietscht es nur nicht, es bremst auch nur kaum!

Und die Kanten der Beläge mit einer Feile "brechen", sonst kann es schnell Riefen in der Scheibe geben.

@Commodore64

KEINE Kupferpaste!! Metallische Pasten sind bei Fahrzeugen mit ABS verboten! Keramikpaste ist hier das Mittel der Wahl!

@Charakterkopf

Seit wann? In den 90ern hatte man Kupferpaste auch bei ABS verwendet. Steht auch in den Büchern von damals drin ohne Hinweise auf ABS.

Danke für den Hinweis!

@Commodore64

Man hat herausgefunden, dass Metallpaste zu "klumpen" neigt und somit die Bremsbeläge verklemmen. Desweiteren verliert sie zu früh ihre elastizität, also sie härtet zu schnell aus. Für genauer gefertigte ABS Sättel stellt das eine Gefahr dar.

@Charakterkopf

Klingt logisch, vor allem können moderne ABS Systeme den Punkt ganz kurz vor dem blockieren finden. Verschiebt sich die Bremswirkung ständig und stört dann die regelschleife.

Dann werde ich das für mein Auto ab jetzt acuh machen obwohl ich da nie irgendwelche Probleme hatte. Hat zwar kein ABS, ich bin aber immer erst zufrieden wenn die Zeiger am Bremsenprüfstand zügig im völligen Gleichlauf auf 18 Dekanewton vorne, 15 hinten hoch gehen und der Wagen dann aus dem Prüfstand hopst. Gehen die Bremsen nicht perfekt gleich habe ich keine Ruhe bis ich rausgefunden habe warum.

@Commodore64

Genau das ist das Problem dabei. Genau. Schön, dass ich dir helfen konnte.

Wenn du die Auflageflächen des Bremsbelages im Bremssattel und am Bremsbelagträger nicht reinigst und von Rost befreist, verkanten die Beläge, was dazu führt, dass die Bremse quietscht und die Beläge sich auch schief abfahren.

DH!

Und die Bremswirkung kann gemindert sein. Auf trockener Straße reicht etwas fester treten, aber auf glatter Fahrbahn ist es alles andere als gut wenn die Bremsen links/rechts unterschiedlich stark reagieren!

Das ist meist von den Billigteilen abhängig.. Zum einen sollte man wenn man das nicht gelernt hat nicht selbermachen denn die fehler die man machen kann sind von den Möglichen auswirkungen doch sehr gefährlich. Bremsattel reinigen.. Hierbei sollten die schächte in denen die Bremsbeläge eingeschoben werden so sauber sein das man diese leicht drinn bewegen kann. Das erreicht man wenn die Kolben korrekt zurückgedrückt werden ohne die Staubschutzgummis um die kolben zu beschädigen . diese sind sehr empfindlich und sehr dünn. Reinigen mit einer Vierkanntfeile und damit den Rost entfernen der sich drinn aufbaut. Fette und Öle jeglicher Art sind Tabu, an der Bremse haben die mit wenigen Ausnahmen nix verloren. Auf der rückseite der Beläge kann man mit sehr wenig Kupferpaste etwas auftragen . die beläge an der reibfläche nicht mit fettigen fingern berühren und wenn tatsächlich was drangekommen ist sauber abschmiergeln . viel Erfolg.. Joachim

also A reinigen der bremssätttel würde ich empfehlen.

B

NIEMALS kupferpaste- keramik ist angesagt- einmal wegen leitfähigkeit, zum anderen kannst du glück haben dass deine bremse so heiss wird dass die kupfenpasate, die eigentlich schmieren soll, verbackt und so och mehr klebt.

C

ich wäre beim manuellen rückstellen oder "reindrücken" der bremszylinder vorsichtig.

ich kenne ein automodell da verursachst du mit manuellem reindrücken einen schaden von mindestens 1500 euro. bei dem auto ist es nämlich so, dass die bremszylinder nur über computer mit einem stellmotor zurückgestellt werden können- machst du das manuell beschädigst du nicht nur den motor sondern auch noch die kleine platine- und das wird dann richtig teuer.

das aber mal nur so zum thema "gefährliches halbwissen" in dieser community.

wenn du abgeklärt hast , dass du bei deinem twingo gefahrlos manuell rückstellen kannst ( fachwerkstatt fragen ) dann drückst du die zylinder rein, reinigst erstmal mit bremsenreiniger und einer MESSING bürste vor ( vorsicht, nicht auf die gummidichtungen die vielleicht um die zylinder zu sehen sind kommen- wenn die undicht werden kannst du dir n bremssattelreparatursatz bestellen )

und was dann noch nicht abgeht an bremsstaub erst mit einem hartkunststoffstab versuchen "abzumeisseln" und erst wenn gar nichts anders mehr geht, mit ner schlüsselfeile o.ä. drangehen- weil sich an bremsstaub, der bereits an dem bremssattel haftet schneller neuer bremsstaub sammel als an einem blanken sattel.

auf zwei dinge noch achten:

versuchen ( versuchen!) den lack nicht zu beschädigen- der ist der beste schmutzabweiser, ist die lackschicht zerstört kommt der rost und daran haftet bremsstaub besonders gut

wenns schon passiert ist- versuchen, dauber und fettfrei zu bekommen.

dann die bremsbeläge an den stellen, wo die bremszylinder am belag aufliegen und an den stellen, wo der belag geführt wird, ganz dünn mit einer zahnbürste oder so KERAMIKPASTE auftragen- fertig.

empfehlung:

auch bei bremsen ( belägen und scheiben ) gilt- das teuerste angebot ist zu teuer- und das billigste sein geld nicht wert.

lieber ein paar euro mehr ausgeben als jedes jahr die bremsen machen zu müssen- aber die teuren original oder gar racing parts sind auch überteuert wenn du im internet schaust haben gute ersatzteil-/ zubehöranbieter immer mindestens zwei artikel in verschiedenen preisklassen im angebot- und der billige jakob ist nur dann gut, wenn es zum beispiel eigentlich teuere teile aus ner konkursmasse oder so sind...

hoffe dir damit geholfen zu haben

Und nun ich: Kupferpaste soll bei ABS-Systemen nicht verwendet werden, weil sie ELEKTRISCH LEITFÄHIG ist. Das kann aktuelle ABS-Systeme verwirren und zu Fehlauslösungen führen. Es wird also Keramikspray oder -paste verwendet, da Keramik isoliert.

Das nächste Mal gehst du bitte in eine FACHWERKSTATT und nicht zu Schrotti auf seinem Hinterhof.