Bei welcher Autoversicherung kann man die Prozente zweiten Grades übertragen?

5 Antworten

Die Jahre kannst du bei allen gängigen Gesellschaften übertragen lassen. Dafür gibt es ein Formular, TB 28. "Zitat daraus: Hiermit wird erklärt, daß der VN (also du) in der Zeit vom... bis... das Fahrzeug des Dritten (dein Opa) nicht nur gelegentlich gefahren hat. Zitat Ende" Das ist die Frage, welche du beantworten mußt. (Führerschein beigefügt)

Du kannst das Fahrzeug natürlich nur so lange gefahren haben, wie du einen Führerschein besitzt. Da das garantiert noch nicht 30 Jahre lang der Fall ist, können dir nicht alle Jahre übertragen werden. Also ist es besser, diese Jahre auf deine Mutti/Vater zu übertragen und dich als Fahrer einzuschließen.

Geh zu einem Versicherungsmakler. Der hat 100 Tarife in seinem Programm, für solche Fälle. Kostet nichts.

@BenniXYZ

Dafür wird dann bei den meisten Versicherern "häusliche Gemeinschaft" vorausgesetzt für die Übertragung - denn wie soll ein Enkel oder Kind regelmäßig ein Auto fahren können, welches gar nicht vor seiner Haustür steht???

Gruß siola

Der Opa könnte Dein Auto als Zweitwagen anmelden. Bei manchen Versicherungen kannst Du die Prozente dann nach einigen UNFALLFREIEN Jahren übernehmen. Die Prozente bekommt man für unfallfreie Jahre. Die Versicherungen werden einem "Neuling" kaum 25 % geben.

Hey cromeberlin,

auch die WWK bietet eine Übernahme von schadenfreien Jahre von Großeltern auf Enkel an - natürlich müssen die Voraussetzungen nach den AKB erfüllt sein, wie z.B.

I.6.2.4 Zusätzliche Regelung für die Übernahme des Schadenverlaufs von einer anderen Person nach I.6.1.4

Wir übernehmen den Schadenverlauf von einer anderen Person nur für den Zeitraum, in dem das Fahrzeug der anderen Person überwiegend von Ihnen gefahren wurde, und unter folgenden Voraussetzungen:

a) Es handelt sich bei der anderen Person um Ihren Ehepartner, Ihren eingetragenen Lebenspartner, Ihren mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartner, ein Elternteil, ein Großelternteil, Ihre Schwester, Ihren Bruder, Ihr Kind oder juristische Personen;

b) Sie machen den Zeitraum, in dem das Fahrzeug der anderen Person überwiegend von Ihnen gefahren gefahren wurde glaubhaft; hierzu gehört insbesondere

  • eine schriftliche Erklärung von Ihnen und der anderen Person; ist die andere Person verstorben, ist die Erklärung durch Sie ausreichend;

  • die Vorlage einer Kopie Ihres Führerscheins zum Nachweis dafür, das Sie für den entsprechenden Zeitraum im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren; usw. usw.

Bitte beachten: Es kann max. die schadenfreie Führerscheinzeit des Übernehmenden übertragen werden - z.B. Opa in häuslicher Gemeinschaft fährt bisher 25 Jahre schadenfrei (also SF 25), und sein Enkel hat nur 5 Jahre seinen Führerschein, dann werden auch max. nur diese 5 schadenfreien Jahre auf ihn übertragen, sofern die anderen Voraussetzungen laut AKB erfüllt sind, also max SF 5 und die restlichen schadenfreien Jahre vom Opa verfallen dann!

Gruß siola

Hallo,

die Westfälische Provinzial Versicherung lässt die SFR Übertragung auch bei Großeltern zu. Ich habe soeben in deren Allgemeinen Kraftfahrt Bedingungen nachgelesen. Bei einer Übertragung gilt auch grundsätzlich, dass auf Anfrage des Versicherers nachgewiesen werden muss, dass man dass Auto von dem Großvater auch mitbenutzt hat. Das ist aber in der Regel eher selten der Fall. Mann muss dann ein Formular ausfüllen, welches dann das Großelternteil und Enkel unterschreiben müssen und gut ist. Hoffe ich konnte helfen.

Bedenke aber: Man kann immer nur soviele Jahre übernehmen, wie man selbst gefahren hat. Bedeutet: Wenn der Großvater bei 25 % ist, dürfte er bei SF 30 sein. Sein Enkel hat angenommen 4 Jahre den Führerschein, bekommt er von den SF 30 nur SF 4!!! die restlichen Jahre verfallen. Und bei Einstufung als Zweitwagen, würde das Enkelkind mit SF 0 , 1/2 oder 2 Eingestuft!

@MarcelProvi

Danke für dein Hinweis!

Noch zur Ergänzung: bei den wenigen anderen Versicherern, welche eine evtl. Übernahme der schadenfreien Jahre von den Großeltern auf die Enkel anbieten, setzen diese in der Regel häusliche Gemeinschaft voraus, was die Westfäl. Provinzial hier nicht verlangt!?!?

Und bei Einstufung als Zweitwagen, würde das Enkelkind mit SF 0 , 1/2 oder 2 Eingestuft!    

Noch ein Tipp zur Zweitwagenregelung: Zweitwagenregelung bedeutet immer dass ein Erstfahrzeug vorhanden ist! Und dann gilt grundsätzlich die Einstufung in SF 1/2, ausser der Versicherer bietet noch eine Sondereinstufung z.B in SF 2 oder besser an, welche aber bei einem Versichererwechsel später nicht angerechnet wird!!!

Für Fahranfänger gilt grundsätzlich die SF 0 !

Gruß siola

@siola55

Das stimmt nicht, das sind die Bedingungen der HUK Coburg. Andere Gesellschaften haben andere Einstufungsklassen. Bei vielen Gesellschaften reicht es außerdem, wenn das Erstfahrzeug am Jahresende dazu kommt. Die versichern den Zweitwagen also auch mit dem dafür vorgesehenen SFR, wenn das Erstfahrzeug noch nicht bei der gleichen Gesellschaft versichert ist. Es gibt auch Gesellschaften, welche für alle Fahrzeuge den selben SFR anbieten, unter bestimmten Voraussetzungen.

@BenniXYZ

Dies sind dann nur Sonderfälle - bei der normalen Zweitwagenregelung wird immer mind. in SF 1/2 oder besser (wie oben bereits beantwortet!) eingestuft - man muß nur alles lesen ! ! ! Dabei sind die Beitragssätze natürlich verschieden!

Gruß siola

Aber siola hat das schon ordentlich erklärt :)

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