Behalten Makler die ganze Provision selbst?

11 Antworten

In der Regel bekommt der Makler vom Vermieter nichts. Zwei Monatsmieten Vermittlungsprovision ist normal, davon muss der Makler aber auch nebst seinen Bürokosten etc. auch die Kosten für Wirtschaftsauskünfte etc. bestreiten. Im schlimmsten Fall passen die ganzen Mietinteressenten dem Vermieter ja nicht und er macht weit über 50 Besichtigungstermine. Wenn Du das auf den Stundenlohn umrechnest, verdient manch Raumkosmetikerin erheblich mehr, und das Schlimme dabei ist, sie weiss schon vorher, dass die Toilette stinkt.

Die Kaution hat mit der Maklerprovision nichts zu tun! Die Kaution erhält der Vermieter zu Sicherstellung, die Maklerprovision gehört dem Makler alleine, die darf er natürlich auch versteuern und den Rest behalten.

Oh Sorry, ich meinte natürlich die Provision und nicht die Kaution.

Ja, die bekommen oft was ab. Aber was noch besser, das heißt schlimmer ist: unsere Maklerin hat zu uns gesagt: "Wenn sie bar zahlen und keine Quittung wollen, verzichte ich auf die 19 Prozent Mehrwertsteuer!" Dann hat sie ohne mit der Wimper zu zucken die Scheine eingezählt. Sie teilt also nicht mit dem Finanzamt.Wir haben ein Schreiben von ihr bekommen, dass keine Provision fällig wurde. Oder hätten wir jetzt rein aus Prinzip und Staatstreue die 19 Prozent mehr zahlen sollen (waren immerhin über 600 Euro)?! :-/

Der Oberhammer hierbei wär ja noch, wenn der Maklerin gar keine Provision zugestanden hätte, von wegen wirtschaftlicher Verpflechtung oder ähnlich. Das wär dann echt geschickt gemacht...

bei sowas wäre ich sehr vorsichtig. Wenn der Makler im Gegenzug den Mietvertrag/Kaufvertrag unterschriftsreif vorlegt... dann scheint das ok. in solchen Fällen könnte man evt. versuchen runterhandeln, aber das bleibt jedem selbst überlassen :o)

für solche Abzocker-Mentalität hätte ich kein Verständnis! Ich weiß, das ist leicht gesagt bei 600 Euro, aber rechnet mal nach, was sich die Dame so hochgerechnet im Jahr am Fiskus vorbei in die Tasche steckt! Das gehört angezeigt, Leute! Das ist kriminell!!!

Hat irgendeiner mal darüber nachgedacht, dass neben den bereits genannten Kosten (Büro, KV, Mitarbeiter, Werbung, Marketing etc.) der Makler i.d.R. meist weit mehr Stunden arbeitet als normale Angestellte mit ca. 40 Std./ Woche?

Meine beiden Büro´s sind für unsere Kunden 67 Stunden in der WOCHE an 7 Tagen erreichbar. (Mag sein, ich habe mehrere Mitarbeiter, aber auch die arbeiten mehr als Standard).

Und wer denkt, dass jede Woche 4 Mietwohnungen vermietet werden und obendrauf noch 2 Verkäufe, kann natürlich mal sein, aber es gibt wie bei jedem Selbständigen auch immer mal "saure Gurkenzeit" und im Jahresdurchschnitt muß es eben dann passen.

Ich habe bereits Leuten angeboten, bei mir ein Praktikum zu absolvieren, aber komisch wurde bisher immer dankend abgelehnt, weil ich dann das gleiche Arbeitspensum und Erreichbarkeit verlange wie von jedem meiner Mitarbeiter (denen der Job trotzdem Spaß macht)

Es wird häufig nur deshalb darüber "gemeckert", dass die Makler angeblich so viel Geld für wenig Arbeit verdienen, weil einfach kaum jemand sich die Mühe macht,

  1. darüber nachzudenken oder sich wirklich ausreichend zu informieren.

Ich biete z.B. Vorträge an, bei denen ich "sozusagen aus dem Nähkästchen plaudere" und den Leuten erkläre, mit welchen Herausforderungen wir Makler es regelmäßig zu tun haben und auch, welche vielfältigen Erfahrungen wir ständig machen.

Er muss es sich nach Abzug der Kosten (Büro, Telefon, Anzeigen, Auto, Sekretärin, ...) mit dem Finanzamt teilen.

Eigentlich teilt er erst mit dem Finanzamt und darf dann seine Unkosten bestreiten.

@Wenne

a) es gibt in der Betriebswirtschaft keine "Unkosten", sondern nur "Kosten"

b) Es wird bei einer Firma wirklich erst der Gewinn ermittelt (Einnahmen - Kosten), der kommt in die Steuererklärung und dann wird die Steuer berechnet.

Eventuell vereinnahmete MwSt. gehört ihm nie. - Sie wird gleich (monatlich) ans FA abgeliefert.

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