Arbeitskleidung vor Dienstbeginn?

5 Antworten

Es gibt eine Regelung dazu. Umziehzeit ist nämlich Arbeitszeit.Es ist ja im Interesse des Arbeitnehmers das du anders angezogen bist. Die Arbeitgeber haben sich aber daran gewöhnt diese Zeit von ihren Arbeitnehmern "geschenkt" zu bekommen. Leider gibt es in Deutschland inzwischen genug Arbeitnehmer, die ihren Chefs in den Hintern kriechen und die andere die das hinterfragen mobben. Recht haben und Recht bekommen wird leider immer schwieriger.

Kommt darauf an, wie es vertraglich geregelt ist. Bei uns ( öffentl.Dienst )gibt es für jede Schicht 12 min bezahlte "Umkleide-und Wegezeit", die in die tägliche Arbeitszeit einberechnet ist. Beispiel: Ich arbeite 7,8 Std. am Tag, das entspricht 7 Stunden und 48 Minuten ( zuzüglich 30 min.Pause ). Wenn meine Schicht um 6:30 beginnt, muß ich pünktlich und in Dienstkleidung um halb sieben da sein und habe offiziell um 14:48 Dienstschluß, muß aber nur bis 14:36 arbeiten.

Ich stell mir das richtig arbeitgeberfreundl. vor. Das hat nicht unbedingt was mit Arbeitsdisziplin oder Einhaltung des Arbeitsablaufes zu tun. Denn zum pünktl. Feierabend kann man bei euch ja auch sicher nicht die Dienstkleidung anlassen und einfach nach Hause gehen. Im Handwerk oder ähnl. Dienstleistungen kommt man ja auch früh sauber und ausgeruht in privater Bekleidung zur Arbeit. Um diese aber ausführen zu können, bedarf es des Wechsels gewisser Bekleidungsstücke, und was wenn man das tägl., während der Arbeit mehrmals machen muß (spez. Arbeis-/-Schutzbekleidung für best. Tätigkeiten)? Dann wird für diese Zeit die Stechuhr angehalten? Mal ein anderes Beispiel, wer geht von der Arbeit total verdreckt (in manchen Jobs so nicht anders machbar) oder verschwitzt nach Hause. Eigentl. keiner, denn zur Arbeit erscheint man ja auch sauber u. nicht stinkend oder verdreckt. Also hat man den gleichen Anspruch nach der Arbeit auch, wieder in dem Zustand den Arbeitsplatz zu verlassen. Bei den Malern oder anderen Handwerkern zählt die Reinigung des Werkzeugs oder die Beräumung der Baustelle (Ordnung/ Sicherheit zum Feierabend schaffen) gleichfalls als kostentragend für den AuftragGeber. Aber in dem geizgeilen Germany lassen sich immer mehr Manager immer gewieftere Methoden zur Einsparung von Std.-Lohnkosten=Arbeitszeit einfallen. Demnächst wird der Gang zur Toilette auch noch von der Arbeitszeit abgezogen? Solche Regelungen sollten eigentlich ganz klar in den Tarif- oder Rahmenverträgen nachzulesen sein. Man konnte auch schon lesen, daß Außendiensttechniker in einer gewissen Global-PLayer-Firma erst nach Ankunft beim ersten Kunden als Arbeitszeit berechnet bekommen. Und die Fahrt mit dem Dienst-Kfz. war dann wohl auch Freizeit oder der Weg zur Arbeit. Wir lassen uns wohl alle viel zu viel die nötigen Freiräume in Bezug auf Erbringung unserer täglichen Leistungen auf Arbeit einengen.

Genau! Gott es gibt noch normal denkende Menschen.

@ReniTent

Danke auch nach so langer Zeit noch eine Antwort zu bekommen. Ich sehe das ähnlich. Leider ist das gerade im Gesundheitswesen meist ganz anders. Es gibt viele Kollegen, die sind schon 10 Minuten sogar vor Dienstbeginn in Dienstkleidung und auf dem entsprechendem Bereich. Immer mehr habe ich das Gefühl, dass es als Selbstverständlichkeit ausbreitet und verlangt wird, weil es irgendwann mal inoffiziell eingeführt wurde und als neuer Kolleg/in möchte man ja nicht gleich als "NICHT teamfähig" dastehen. In Dienstverträgen steht nur Dienstbeginn 6 Uhr. Und wenn diese Diskussion entfacht wird, bekommt man als Reaktion von den Kollegen:

-Das machen wir immer so! -Das ist doch klar, um 6 musst du startklar sein! --ein Kopfschütteln mit großen Augen und Kommentar, dass das ja keine ernsthafte Frage sein kann?! -Ich komme lieber eher, dann schaff ich auch die Arbeit. (wird aber nirgendwo festgehalten, dass Mitarbeiter eher kommen, nur wenn man länger bleibt)

usw.

Der Chef sagt nur dazu, Dienstbeginn 6 Uhr. Bezieht sich da auf keine eindeutige Aussage zu dem Thema. Diese Diskussionen begegneten mir nun schon in verschiedenen Unternehmen und im Austausch im Familien -und Bekanntenkreis.

@Mandarine30

Diese "Dienstgeilheit"von Kollegen ist mir auch bekannt und es stinkt mich ziemlich an. Es ist völlig normal, dem Arbeitgeber die Umziehzeit zu schenken. Genauso normal wie es ist eher zu kommen genauso normal ist es später nach Hause zu gehen (und wenn es nur 10 oder 15 Minuten am Tag sind) genauso normal ist es keine wirkliche Pause zu haben. Wenn es nicht klingelt oder was sonst auch immer, dann werden immer dienstliche Probleme während der Pause geklärt. Wir sind sowas von sozial wir sagen auch Danke wenn man uns in den Hintern tritt. Rechnet man die Zeit mal zusammen im Jahr, könnte man meinen, das da doch fast noch Arbeitsplätze bei raus kommen könnten.

Stelle Dir doch mal den Schichtbetrieb vor! Die Kollegen haben bestimmt keine Lust, wenn sie um 6 Uhr abgelöst werden sollten, bis 6:15 Uhr zu warten, bis die neue Schicht gemütlich vom Umziehen kommt!

Ich arbeite in einem Schichtbetrieb...daher die Frage ja :))

@Mandarine30

Na also! Da ist es doch einfach! Passe dich deiner Umgebung an! Machen es alle Schichten so, dass sie sich nach Dienstbeginn erst umziehen, dann wäre es für dich auch O.K., weil Du die Verzögerung bei deinem Schichtende auch zu tragen hättest!

@RBMannheim

Wenn ich mich meiner Umgebung anpassen würde, würde ich jetzt hier nicht fragen, sondern tun und lassen, was ich will und es wie ein paar Kollegen machen und zwar: morgens oftmals zu spät kommen,mich umkleiden und noch einen kleinen Kaffee trinkend, ein paar Zeilen aus der Zeitung lesend meinen Dienst beginnen. :)))

@Mandarine30

Wie läuft denn bei euch ein Schichtwechsel? Das ginge bei uns gar nicht! Da muss immer eine Mannschaft an der Maschine sein! D.h. die alten können erst weg, wenn die neuen kommen!

@RBMannheim

Es ist meistens solch ein Durcheinander! Die, die die Schicht abwechseln müssen (Frühschicht), kommen um 6.00h ziehen sich um und/oder machen dann sonstige Dinge, die Nachtschicht versucht eine Übergabe zu machen, die von 6.00h bis 6.15h ist. Kannst du dir vorstellen wie das morgens ist?? und mir reicht es langsam und hab gesagt, dass man um 6.00h startklar sein muss!! Aber ich wurde mit sinnlosen Argumenten bombadiert... u.a. "Man muss den Tag ja ruhig anfangen" usw. Und das geht nun schon eeeeeeeeeewig so!

@Mandarine30

Habt ihr keinen Schichtmeister oder Betriebsleiter, der da mal für ordentliche Zustände sorgen könnte? So ein "Sauhaufen" wäre bei uns undenkbar!

@RBMannheim

Bei uns traut sich keiner mal wirklich was zu sagen..viele meckern, aber es passiert nichts. Und wenn man dann den Mund aufmacht, ist man nur die Blöde... so geht das schon soooo lang bei uns ^^ und IRGENDWIE läuft es ja immer, denken sich die da oben. Und wie sagt man? "Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken"

Du mußt Dich vorher umziehen, da Dein Dienst um 6:00h beginnt. Da gibt es nicht erst noch eine Modenschau!!! Ebenso endet Dein Dienst in Arbeitsklamotten, danach kannst Du Dich umziehen und evtl. Duschen etc.!!!

Kurz und knapp. .. Falsch!

Schon am zweiten Arbeitstag einen Anpfiff bekommen - kann man sowas locker nehmen?

Liebe Community,

ich hatte gestern meinen ersten Arbeitstag in einem Altenheim. Eingestellt wurde ich als Betreuungskraft nach § 87b.

Für die ersten beiden Wochen hat man mir eine Mentorin zur Seite gestellt, da ich so gut wie keine Berufserfahrung habe. Ich begleite die Kollegin während eines großen Teil unseres Dienstes, um von ihr zu lernen.

Heute begann mein Dienst um 14.30 Uhr und ich war schon eine Viertelstunde eher im Haus. Ich legte in dem Raum vom sozialen Dienst meine Sachen ab und begrüßte die Mitarbeiterin vom sozialen Dienst, die ich gestern noch nicht kennengelernt habe. Da meine Mentorin ein paar Minuten vor Dienstbeginn noch nicht in Sicht war, beschloss ich, schon in den zuständigen Wohnbereich raufzugehen. Dort wurde ich von 2 Angestellten etwas befremdlich gemustert, nachdem ich freundlich gegrüßt hatte. Sie konnten an meinem Schildchen am Pullover ablesen, dass ich eine Betreuungskraft bin.

Wenige Minuten später kam die Mitarbeiterin vom sozialen Dienst in den Wohnbereich und machte mich in frechem Ton an, was ich da oben schon wolle. Ich habe doch eine Mentorin und auf die habe ich zu warten! Ich musste also wieder mit runtergehen.

Ich fand dieses Verhalten echt unangemessen, denn es bedeutet doch nichts anderes als dass ich mich nicht frei im Haus als Angestellte bewegen darf!

Was würdet ihr jetzt denken? Dass sie mich nicht leiden kann?

Könntet ihr das locker sehen?

Liebe Grüße,

Novatova

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