Als Rentner mit deutscher Rente im EU-Ausland lebend: Wie sieht das mit der Krankenversicherung aus?

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ich lebe seit 2002 in schweden-bekomme rente aus deutschland-und ich versuche seit meiner auswanderung aus der deutschen krankenkasse raus zu kommen. mein fazit: es geht nicht!!! krankenkassenbeitrag und pflegekasse werden direkt von der rente abgezogen. und das obwohl ich hier in schweden staatlich versichert bin und nie die pflege oder leistungen in anspruch nehmen werde. die deutsche krankenkasse behauptet es gibt einen "topf" in den meine beiträge fliessen,aber hier in schweden weiss keiner etwas davon (ich spreche schwedisch und habe mich in der hiesigen försäkringskassa erkundigt) auch das ich seit 2008 schwedischer staatsbürger bin -interessiert keinen!!! deutschland ist da ein sehr merkwürdiger staat-deutschland kassiert geld von mir, monat für monat ca. 110 euro =1100 sek,ohne auch nur die geringste leistung zu erbringen. schon frech oder?das ist verdammt viel geld- FÜR NICHTS wäre ich nach amerika ausgewandert oder thailand-hätte ich diese probleme nicht. also,gibs auf----da kommt keiner raus! mache nicht den fehler und melde dich bei deiner krankenkasse ab-dann wird sofort die rentenzahlunf eingestellt und du musst wieder ein teures "Lebenszeugnis" einreichen. (hab ich auch schon durch) aus den klauen der geldgierigen deutschen behörden und kassen kommt keiner raus!!!

Also ich hab das geschafft :) War garnicht so schwer. Ich lebe in Südamerika im "Aramo Projekt". Findet man bei Google.. Also ich habe mich einfach bei der Krankenkasse abgemeldet. Lief sehr problemlos.

Irgendwas machst du glaube ich nicht ganz richtig!? Ich zahle in Deutschland garnichts mehr.

Man zahlt nur in dem EU-Land die Krankenversicherung, in dem man polizeilich gemeldet bzw. seinen Hauptwohnsitz hat. Das macht ja auch irgendwo Sinn, oder? Bei Kombination aus mehreren in- und ausländischen Renten übrigens auch nur.

Wenn du also in ein EU-Land auswanderst, entfällt der KV-Beitrag hier, von der deutschen Rente bleibt zunächst mehr übrig.

Aber auf Grund neuer EU-Bestimmungen MUSS jeder Rentner krankenversichert sein. Die Rentenversicherung Bund/Westfalen wird einen hieb- und stichfesten Nachweis verlangen, daß man auch im Ausland, also an deinem neuen Wohnort krankenversichert ist, sonst wird in Deutschland der gesetzliche KV-Beitrag einbehalten. Solange, bis ein Nachweis vorliegt.

Aber Vorsicht: Die KV im Ausland kann teurer sein, als hier und u. U. weniger leisten. Ich würde mir das im Vorfeld gut ausrechnen, ob sich das im Hinblick auf spätere medizinische Versorgung auch wirklich lohnt...

Bist Du ganz sicher, dass die deutsche KV wegfällt. Ich habe mich heute bei meiner KrK und auch bei der Rentenvers. erkundigt. Beide beteuerten mir, dass ich weiter die deutsche KV bezahlen muss. Die KrK schickt es mir sogar schriftlich. Wenn das wirklich so ist, kann man das Auswandern vergessen. Denn dann hat man nichts mehr zu beißen.

@critter

Komisch, auch die RV? Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, aber vielleicht greift diese EU-Bestimmung noch nicht überall?

Und wie soll das denn funktionieren, wenn ich in Südportugal sitze und meine KV in Deutschland? Schau mal hier, ziemlich unten: http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/altersvorsorge/gesetzliche_rente/2_rente_im_ausland.jsp

@bommel65

Und dann aber wieder hier:

http://www.europa-wird-50.de/index.php?id=96

Ziemlich widersprüchlich - vielleicht ist das einfach noch eine Grauzone?

Ich drücke die Daumen!

Also aus eigener Erfahrung:wer als pflichtversicherter Rentner seinen Wohnsitz ins EU Ausland verlegt (also in D abgemeldet ist)bleibt Mitglied der deutschen Krankenkasse und zahlt die v o l l e n Beiträge. Dies auch wenn das Gastland weniger Leistungen bezahlt.Neu ist,dass man seine deutsche Versicherungskarte behält und Sachleistungen in D beanspruchen kann.Zahnarzt also in D aufsuchen wenn das Gastland nichts leistet.Bei Hörgeräten z.B. kann man diese im Ausland kaufen, muss aber nach D und sich diese verschreiben lassen.Zweckmässigerweise lässt man sich vom Arzt auch gleich die Eingliederung bestätigen .Dann schickt man der Kasse die Rechnung und erhält den Betrag, den die Kasse auch in D zahlt, abzüglich einer Bearnbeitungsgeb. überwiesen.

Ich bin am 01.01.2009 nach Schweden ausgewandert. Also habe meinen Wohnsitz in Schweden genommen. Von meiner Rente, die mir von der Rentenversicherung nach Schweden überwiesen wird, wird mir die Kranken- und Pflegeversicherung immer noch automatisch abgezogen. Es hat zwei gute Sachen, ich bin Automatisch in der schwedischen Krankenversicherung und ich kann jeder Zeit noch das deutsche Krankensystem in Anspruch nehmen. Jedoch gibt es dadurch auch für mich einige Nachteile. Ich finanziere das deutsche Krankensystem. Ich würde aber lieber das schwedische Krankensystem finanzieren. Denn Deutschland überweißt zum Schluß ja nur an das schwedische Krankensystem einen gewissen Ausgleich. Und der Beitragszahler muß alle Kosten hier in Schweden tragen und hat keinen Anspruch auf Erstattung für gewisse Leistungen mehr aus Deutschland. Viele Fragen, die also noch im Raum stehen. LG Peter

Also, Freunde, fest steht: Wandert ein deutscher Rentner in ein EU-Land aus, wird ihm nach wie vor von seiner Rente der Versicherungsbeitrag abgezogen, er also in Deutschland pflicht- bzw. zwangsversichert bleibt. Ich habe viele Jahre in Russland gelebt, war dort kostenfrei krankenversichert, Rente Brutto gleich Netto. In den nächsten Tagen verlege ich meinen "gewöhnlichen" (Amtsdeutsch für ständig) Wohnsitz nach Lettland (EU-Land). Obwohl es dort u.a. keine Leistungen der Pflegeversicherung gibt, muss ich in Deutschland pflichtversichert bleiben, zahle also einen hohen Beitrag an die Krankenkasse, deren Leistungen jährlich geringer werden.

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