Absichtliche Manipulation - Ware mit falschem Preis ausgeschildert, welcher Preis gilt?

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Die Preisauszeichnung war zu 100% richtig und auch völlig ausreichend. Die Preisauszeichnung von 3,99 gilt nur für die 2er Packung. Das es nur noch 5 Paare gegeben hat kann man auf den Verkauf zurück führen im Laufe des Tages bzw. der Woche. ( je nachdem das Angebot schon lief.) Auch ist der Einzelhandel berechtigt andere Ware in den Korb anzubieten, wenn deutlich ist das der Angebotspreis nicht für diese Ware gilt. Das ist hier natürlich schon dadurch erfüllt das es sich einmal um 2 er Packungen und einmal um 3 er Packung handelt

Du als Kunde mußt dich davon überzeugen welcher aktuelle Preis für die von Dir gewählte Ware gilt. Es kommt ja auch ( leider ) immer wieder vor das Kunden Waren die sie doch nicht haben möchten einfach in die Regale oder Stellkörbe werfen. Dies kann ein Geschäft unmöglich verhindern.

Und noch ein kleiner Exkurs in den rechtlichen Ablauf eines Kaufvorgang. Ein Kauf läuft immer nach den Prinzip Angebot - Annahme des Angebots ab. In deinem Fall hat dir das Unternehmen für dein 3 er Packung das Angebot gemach dir dieses für 5,99 zuverkaufen. Du hattest jetzt an der Kasse die Möglichkeit dieses Angebot an zunehmen oder eben nicht. Du hast dieses Angebot durch das bezahlen der Summe zugestimmt. Damit ist der Kaufvorgang abgeschlossen. Hättest du an der Kasse den Preis für 3,99 verlangt hättest du wiederrum ein Angebot gemacht und der Vorgang beginnt von vorn.

Täuschend war aber, dass der aufgedruckte Preis von 5,99 auf beiden Verpackungen war, aber die Minderung galt wohl nur für den 2-Set. Ich habe die Ware sofort abgegeben und mein Geld zurück bekommen.

Das ist so nicht ganz richtig.

Nicht der Verkäufer bietet an, sondern der Kunde. Genau genommen ist der Kunde wenn er die Ware auf das Kassenband legt und die Kasse den Preis anzeigt den der Kunde auch angeboten hat bereits zum Kauf verpflichtet. Ist der Preis höherr kann er sein Angebot zurückziehen. Siehe § 145 BGB.

Zwar hat Werbung viel mit Manipulation gemein, in diesem Fall ist aber kein vorsätzlich manipulatives Vergehen festzustellen. Auf dem 3er--Set war der korrekte Preis mit Sicherheit aufgedruckt ode aufgeklebt. Somit hättest Du schon vor dem Bezahlvorgang mit einem einfachen Blick feststellen können, dass der Preis nicht für die ausgesuchte Ware gedacht war. Es entspricht zudem auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem üblichen Verhalten, bei Kaufware stets auf den aufgedruckten Preis zu achten, weil es immer zu Mischungen von reduzierter und nicht reduzierter Ware kommen kann.

Das ist eben das Problem, den auf beiden Set' war der aufgedruckte Preis = 5,99 Aber die Minderung galt wohl nur für den 2-Set.

Also hier wie schon so oft die Erklärung wie das Geschäft zustande kommt:

Der Kunde nimmt die Ware aus dem Regal und macht, indem er die Ware auf das Kassenband legt, dem Verkäufer ein Angebot die Ware zu einem bestimmten Preis (hier der am Regal ausgzeichnete) zu kaufen. Der Verkäufer verlangt nun einen anderen (den in der Kasse gespeicherten) Preis. Nun kann der Kunde entscheiden ob er nun kauft und bezahlt womit der Handel zustande gekommen ist. Lehnt der Kunde ab ist eben kein Handel zustande gekommen.

Was an den Regalen steht ist also im rechtlichen Sinne letztlich nicht relevant, selbst wenn man es nicht richtig gelesen hat. Sicher sind solche Vorfälle immer wieder unglücklich, letztendlich hat der Kunde in diesem Falle ja sein Geld wiederbekommen obwohl breits ein rechtsgültiges Geschft zustande gekommen ist.

Dies ist dem Grunde nach auch so richtig.

Manche Firmenpolitik sieht aber leider anders aus und es wird bewußt falsch ausgezeichnet oder der Preis vorher hoch gesetzt um sie dann mit zB. "20% auf alles, außer auf Tiernahrung, oder auf alles was keinen Stecker hat" belegen zu können.

Bekannt hierfür sind ja auch sogenannte Elektronik Märkte wo Kunden na "nicht blöd" sind oder "Technik so ist, dass sie geil war..."

Hiergegen muß sich ein Käufer ganz einfach wehren.

Ich weiß es selbst aus Erfahrung, dass sich die wenigsten dies trauen.

@user3096

Die Geschichte mit den 20% und der vorherigen falsch ausgezeichneten Preisen ist eine Legende, sowas muss bewiesen werden. Es geistern da immer wider angebliche Aussagen ehemaliger Mitarbeiter durch die Medien, letztlich schlüssige Beweise gibt es aber nicht. Es gibt einige Artikel die ich in bewusstem Baumarkt regelmäßig kaufe weil ich sie öfters brauche. Von daher kann ich nicht immer warten bist die Aktion wieder läuft, daher kenne ich die normalen Preise, meine 20% habe ich bisher immer bekommen.

Was Elektronik-Märkte angeht so kaufe ich dort nur selten, aber warum sollte es da anders sein?

@user3096

Sorry, aber es bleibt bei der Legende die nämlich besagt das alle Preise vorher angehoben werden. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat hier lediglich vier Artikel gefunden die zu Beanstanden waren, dafür muss intensiv gefahndet worden sein, denn wenn das flächendeckend gewesen wäre hätte die Klage anders gelautet und wäre auch gar nicht bis zum BGH gekommen. Zudem gibt es diese Aktionen immer noch, bzw jetzt wohl nicht mehr.

kennt jemand das Gesetz und weiss wo es steht dass für den Kunden der ausgeschilderte Preis für die Ware die da drunter ist gilt?

Ein solches Gesetz gibt es nicht.

Es gilt der Preis, den die Kassiererin von Dir verlangt. Erst dann kommt ein Kaufvertrag zustande. Du hast natürlich das Recht, den Kauf dann noch abzulehnen (bzw. anzufechten).

Alles andere läuft unter Anpreisung (invitatio ad offerendum). Du hast also auch bei falsch (zu niedrig) ausgezeichneter Ware keinen Anspruch darauf, die Ware zum ausgezeichneten Preis zu erhalten.

Ich hab kein Gesetz für dich, aber ich geb der Verkäuferin recht. So ein ganz kleines Bisschen Eigenverantwortung hat der Mensch doch noch.

Käufer wirft mir Täuschung vor?

Hallo,

ich habe zuletzt einen Nintendo DS inklusive mehrerer Spiele und diversem Zubehör bei Ebay Kleinanzeigen verkauft. Der Käufer hat sich relativ schnell gemeldet und kaufte das Set für 80 € inkl. Versand. In der Beschreibung stand, dass der DS bereits einige Jahre in Gebrauch war, aber noch voll funktionsfähig ist.

Das Geld hat er schnell überwiesen und ich ihm, nachdem ich die Ware nochmal überprüft habe, auch die Ware zugesendet.

Gestern kam die Ware bei ihm an, und er hat mir ein Foto geschickt, dass ein Scharnier angebrochen ist. Dies war bei mir allerdings definitiv nicht der Fall. Der DS selbst ist jetzt wohl nur dadurch eingeschränkt, dass er in einer bestimmten Position nicht mehr einrastet. Sonst funktioniert er einwandfrei.

Der Käufer wollte von mir nun Geld zurück, ich habe mich zuerst dagegen gewehrt und sagte, dass der Fehler bei mir noch nicht so war. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen dass es beim Versand passierte, doch ausschließen kann ich es nicht. Der Käufer hat mir mit einem Anwalt gedroht und ich bin ihm entgegen gekommen und hab ihm zuerst eine Schadensersatzzahlung geboten (von weniger als er verlangte). Das hat er nicht angenommen. Dann sagte ich, dass ich ihm (trotz dessen, dass ich Garantie und Rücksendung ausgeschlossen hatte in der Beschreibung) die 80 € zurücksenden kann, und er mir dafür aber auch die Ware. Das nimmt er jedoch auch nicht an und verlangt, dass ich 80 € plus die Rückversandkosten trage.

Nun meine Frage: Was soll ich jetzt tun? Ich bin ihm so weit entgegen gekommen, dass ich das Set zurücknehme (trotz dessen, dass ich das Gerät wie beschrieben abgeschickt habe), er lässt sich darauf aber nicht ein.

Wenn er rechtliche Schritte einleitet, wäre ich nun im Nachteil? Immerhin kann auch der Käufer den Schaden verursacht haben, um den Preis zu drücken.

Vielen Dank für eure Hilfe!

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Rücktritt vom Kaufvertrag? Vorbestellung,Nachnahme

Guten Tag allerseits,

Ich melde mich hier mit folgender Frage und noch ein paar Hintergrundinformationen, würde mich freuen wenn mir jemand Auskunft geben könnte.

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Also meine Frage an euch, kann ich Schadensersatz fordern, oder vom Kaufvertrag zurücktreten?

Mir ist klar das ich keinen fixen Liefertermin vereinbart habe und grundsätzlich die "Sobald als möglich Klausel" gilt, aber da es sich um ein "Versprechen" des Anbieters handelt, da auf der Webseite steht: "Spätestens lieferbar bis ...", daher hoffe ich diesbezüglich im Recht bin wenn ich Rabatt fordere oder vom Kaufvertrag zurücktrete.

Hoffe dass mir jemand diesbezüglich Auskunft geben könnte,

ich bedanke mich jetzt schon für eure Tipps und Auskünfte

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Juice Plus Shake bestellt wie Vertrag auflösen?

Hallo erstmal,

und zwar habe ich über eine Freundin bei einer Bekannten von ihr dieses Pullver Juice Plus bestellt. Jedoch habe ich nirgends unterschrieben noch sonst wo einen Mausklick gemacht um die Ware kostenpflichtig zu bestellen. Es lief wirklich nur über meine Freundin und nach ein paar Tagen habe ich dann eine Bestätigungsemail erhalten. Heute bekam ich dann noch eine E-Mail das die Ware versandt wurde.

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LG

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