Frage von Petra999, 58

IDEAL Bausparvertrag von 2003 - Nichtannahme des Anschlussdarlehens

Unser Bausparvertrag bei Wüstenrot aus dem Jahr 2003 wurde 2014 zugeteilt. Vor Zuteilung haben wir der Bsk mitgeteilt, dass wir das Anschlussdarlehen NICHT annehmen. In unserer Bausparurkunde steht ein Passus:

"bei Verzicht auf das Bauspardarlehen nach Zuteilung erhöht sich die Gesamtverzinsung rückwirkend auf 4% p.a., wenn seit Vertragsbeginn mindestens 7 Jahre vergangen sind"

Nun forderten wir diese Verzinsung nach. Wüstenrot weigert sich die, in der Urkunde bestätigten Zinsen zu zahlen. Ausserdem hat sie uns eine saftige Gebühr von über 1000 Euro einbehalten, für das Anschlussdarlehen, was wir ja nicht in Anspruch genommen haben. Diese Gebühr fordern wir auch zurück.

Mittlerweile ist das Ganze vor Gericht. Giebt es hier bei den Lesern jemanden, der ähnliche Probleme hat und für den die Nachverzinsung bei Wüstenrot erfolgreich war, bzw. hat die Wüstenrot auch die Gebühren erstattet?

Antwort
von Sparer1, 47

Wieso habt ihr schon vor der Zuteilung verzichtet? Die BSKs versuchen derzeit verstärkt, die Vertragsbedingungen so eng wie möglich auszulegen. Nun ist die Sache ja schon aktenkundig und vor Gericht, so dass ein (kostenloses) Schiedsverfahren vor dem Ombudsmann der Bausparkassen nicht mehr möglich ist. Dein Anwalt könnte ggf. nach Urteilen zum Thema suchen (z.B. Juris Datenbank)

Antwort
von mig112, 40

Die Sache ist also bereits vor Gericht?

Sollte nicht Dein Anwalt fundiert Auskunft geben können!? Immhin wird er dafür bezahlt...

Kommentar von vulkanismus ,

"Giebt es hier bei den Lesern jemanden"

Wie soll das der Anwalt wissen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Woher soll der Anwalt die Entscheidung des Richters kennen?

Allerdings können wir die ja nun noch weniger einschätzen.

Die Frage ist wohl eher so gemeint, dass Leidensgenossen zum Erfahrungsaustausch gesucht werden. Was völlig legitim ist.

Kommentar von Petra999 ,

Mich würde halt interessieren ob jemand mit gleicher Situation erfolgreich war ;))

Kommentar von mig112 ,

Liebe Fragestellerin, ohne dir den Wind aus den Segeln nehmen zu wollen: Wenn jemand Anderes mit "gleicher Situation erfolgreich war" und ZUFAELLIG hier deine Frage lesen würde, dann ist trotzdem schwer nachvollziehbar, dass die Bausparkasse mit dir vor Gericht ein gegenteiliges Urteil ausfechten wollen würde. Ich wollte mit meiner Antwort eher darauf hinaus, dass Dein Anwalt -im Gegensatz zu uns- die Verträge kennt, dir Chancen ausrechnet und deshalb in die gerichtliche Auseinandersetzung eingetreten ist.

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