Frage von kapitalist, 1.159

Berufung von Anwalt empfohlen nach verlorenem Prozess, zweite Meinung einholen-zahlt Rechtsschutz?

Wenn ein Anwalt empfiehlt, die mögliche Revision zu veranlassen nach einem verlorenen Prozess-kann man dann davon ausgehen, daß der Rat gut gemeint ist-ist doch sein Geschäft. Kann man Zweitmeinung einholen bei anderem Anwalt, zahlt das die RS dann auch (Erstberatung neu sozusagen?)

Antwort
von hildefeuer, 1.159

Jeder Anwalt wird Dir empfehlen in die Revision zu gehen unabhängig davon welche Aussichten bestehen. Der Anwalt bekommt sein Geld immer. Du musst selbst entscheiden ob es sich lohnt. Wenn der Ausgang existentiell ist bleibt Dir nix anderes übrig. Sicherlich kannst Du einen anderen Anwalt befragen. Das wird Dir nicht viel helfen. Keiner der Anwälte wird sich schriftlich zu möglichen Aussichten äußern. Allerdings kann man eine schriftliche Auskunft über mögliche Kosten fordern. Wenn Du die bekommt hast Du schon etwas verbindliches in Händen. Alle anderen Aussichten die nur mündlich von Anwälten geäußert werden sind unverbindlich und helfen nicht weiter.

Antwort
von gammoncrack, 1.074

Die Rechtschutzversicherung prüft doch schon, ob eine Erfolgsaussicht in der nächsten Instanz besteht. Willst Du in einer solchen Situtation von einem anderen Anwalt bestätigt bekommen, dass eine Revision keine Chance hat? Das macht doch wenig Sinn.

Antwort
von Niklaus, 936

Eine RSV zahlt keine zweite Meinung. Es ist auch nicht sinnvoll, das würde ja bedeuten, dass du deinem RA nicht vertraust.

Kommentar von RatsucherZYX ,

Es ist auch nicht sinnvoll, das würde ja bedeuten, dass du deinem RA nicht vertraust.

Das ist aber die gesündeste Einstellung, die ich mir überhaupt vorstellen kann.

Ich war vor wenigen Wochen bei einem "Fachanwalt für.........." Beraten hat er mich nach Internet, d.h. er hatte Ausdrucke vor sich liegen, aus denen er wörtlich zitierte. Die kannte ich aus eigenen Recherchen. Als ich immer wieder seinen fachlichen Rat forderte um in meiner Sache weiter zu kommen, riet er ab, weil und weil und weil. Ich habe seiner Auskunft und seinem Rat nicht getraut und die Sache selber erfolgreich mit dem gegnerischen Anwalt und der Partei verhandelt. Ergebnis: Der Gegner stimmt meiner Forderung zu, gegnerischer Anwalt ist einverstanden, Geld soll bald fließen.

Warum keine 2. Meinung einholen, wie auch in der Medizin und bei anderen Gutachten üblich, wenn es selber geraten erscheint?

Allerdings würde ich vorher mit der Rechtschutzversicherung die Lage besprechen.

Antwort
von Privatier59, 966

Für jede Instanz bedarf es einen neuen Anwaltsauftrags. Wenn Du nicht den bisherigen Anwalt schon mit der Berufung beauftragt hast, ist der "zweite" Anwalt für die Berufungsinstnaz kostenmäßig der erste.

Antwort
von freelance, 860

macht die Versicherung mit, dann zahlt sie auch die 2. Instanz. Die Versicherung prüft den Fall auf Erfolgsaussichten wie auch bei der 1. Instanz.

Wenn du eine Zweitmeinung willst, wirst du die selbst zahlen müssen.

Antwort
von mig112, 813

Entschuldige aber das ist doch völliger Unfug - und muß dir als solcher auch bekannt sein!

Bereits für die 1. Instanz hat dein Anwalt eine Deckungszusage eingeholt; und eben auch bekommen, weil "hinreichende Aussicht" auf Erfolg bestand.

Für die 2. Instanz wird er das ebenfalls tun (müssen). Demzufolge prüft der Versicherer, bzw. seine Assessoren den Vorgang sowie das erstinstanzliche Urteil und stimmt zu oder verweigert die Deckung; das kannst du dann als zweite Meinung ansehen.

Aus welchem Grunde sollte sich ein weiterer Anwalt in die Streitsache einfuchsen??

Antwort
von Flohmarkt, 788

wenn eine Revision möglich ist, dann ist es eine 50/50 Chance, du solltest du nutzen

Kommentar von freelance ,

wie kommst du bitte auf die Chancenverteilung? 50/50?!

Kommentar von Privatier59 ,

...es könnten auch nur fifty/fifty sein.

Kommentar von mig112 ,

Die Chance liegt m.E. eher bei 50%. ;-)

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