Frage von Aschi, 175

Kreditkarte vom Finanzamt gesperrt?

Ich bin im Langzeiturlaub im Ausland und wollte wie immer mit meiner Kreditkarte bezahlen. Nachdem in drei Geschäften die Karte nicht funktionierte habe ich die Kreditkartengesellschaft in Deutschland angerufen. Antwort: Konto ist gesperrt, es liegt eine Pfändung des Finanzamtes vor. Hintergrund: Ich habe aus väterlicher Gutmütigkeit, seit ca 3 Jahren eine Zusatzkarte für meinen Sohn, die ich ihm aber vor fast 2 Jahren wieder abgenommen habe. Die Zusatzkarte habe ich nicht gekündigt, sie liegt im Bankschließfach in Deutschland. Nun hat mein Sohn ein laufendes Steuerstrafverfahren und das Finanzamt hat die Zusatzkarte, damit mein Konto, gepfändet, sprich gesperrt. Irgendeine schriftliche Benachrichtigung an meine Anschrift in Deutschland liegt weder vom Finanzamt, noch von der Kreditkartengesellschaft vor. Fragen: Darf das Finanzamt für die Steuerschulden meines Sohnes mein Kreditkartenkonto Pfänden bzw. sperren lassen? Was kann ich machen um meine Kreditkarte wieder zu nutzen? Lt Telefonat mit der Kreditkartengesellschaft muss das Finanzamt die Pfändung widerrufen. Aber wie gesagt ich kann nicht grad mal zum FA. da weit weg von Deutschland bin..

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 150

Das wird aus dem Urlaub schwierig.

Dazu ist ein Anwalt nötig, der die Zusammenhänge beim Finanzamt richtig stellt.

Es ist leider über die Kreditkarte eine Verquickung zwischen Deinem guthaben bei der Bank und den Schulden Deines Sohnes hergestellt worden.

Wobei, die Pfändung einer Kreditkarte höre ich zum ersten Mal.

Kommentar von Meandor ,

Hinter fast allen Kreditkarten steht ein Deutsches Bankkonto, und das pfänden Finanzämter ständig.

Antwort
von Meandor, 78

Grundsätzlich ist in einer Pfändung der Steuerverwaltung der Vollstreckungsschuldner genannt. Sofern Bankkonten nicht auf den Vollstreckungsschuldner lauten, sind sie auch von der Pfändung nicht umfasst.

Es ist also nicht nachvollziehbar, warum die Bank Dein Konto sperrt auf Grund einer Pfändung gegen den Sohn, außer der Sohn wäre zumindest Mitinhaber des Kreditkartenkontos.

Was die Kontaktaufnahme zum Finanzamt betrifft. Das Finanzamt verfügt über Telefonanschlüsse, Faxgeräte und inzwischen sogar eMail Adresse.

Problematisch könnte es aber werden, wenn die Sache keine Pfändung nach der AO ist, sondern eine Beschlagnahme nach der StPO wegen des Strafverfahrens. Dann erreichst Du ohne Anwalt vor Ort gar nichts.

Antwort
von paddy1992, 117

Es ist die Frage: Gehört die Kreditkarte zu deinem Girokonto? Hat dein Sohn auch dafür eine Vollmacht? Es ist durchaus möglich, dass das Finanzamt eine Kontenabfrage gemacht hat und erfahren hat, dass dein Sohn dafür bevollmächtigt ist und hat dich als Drittschuldner eingesetzt und die Pfändung veranlasst. Ich würde die Zusatzkarte kündigen und die Vollmacht widerrufen und die Bank drauf hinweisen, dass die Pfändung nicht auf deinen Namen läuft. Eigentlich hätte die Bank dich auch bereits anschreiben müssen.

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