Frage von Ramstein, 370

Handyversicherung verweigert Regulierung, da kein genauer Schadenshergang gemeldet werden kann

Mein Sohn hat eine Handy-Versicherung abgeschlossen. Nun ist das Teil kaputt, aber -ob man es glaubt oder nicht- wie das passiert ist, kann er nicht sagen. Er ist KFZ-Mechattroniker und hat das Teil ständig "am Mann". DAs Display vorn undhinten ist gesprungen. Wahrheitsgemäß haben wir angegeben, dass er nicht weiß wie es zu dem Schaden gekommen ist. Dann können Sie nicht zahlen!! Auf einen Anruf von mir sagte man mir mehr oder weniger, was ich schreiben soll, also einen Schadenshergang ... DAs tat ich, machte aber -in meiner Wut - den Fehler anzugeben, dass man mir von Seiten der Versicherung dazu geraten hat. Wiedere eine Ablehnung ..ZITAT.."Anhand der Ausführungen müssen wir davon ausgehen, dass die nachträgliche Schilderung, vom...., allein dazu dient, Versicherungsschutz zu erlangen." Ist das wirklich so??? Wozu hat man eine Versicherung, wenn Sie alles versucht sich vor der Zahlung zu drücken... für eine schnelle Anwort wäre ich echt dankbar.

Antwort
von wfwbinder, 326
Er ist KFZ-Mechattroniker und hat das Teil ständig "am Mann".

Also gab es doch einen Zeitpunkt wo er den Schaden gemerkt hat.

Dann gab es den Zeitpunkt, wo es zum letzten Mal unbeschädigt war.

Dazwischen muss es geschehen sein?

Hat er für das Ding so eine Gürteltasche? Is irgendwo gegengelaufen? Hat eine Schlag bekommen?

Aber eigentlich hat der Mensch, der den Brief geschrieben hat, Recht.

Die Leistung zu verweigern ist eigentlich nur die Strafe für den Lapsus zu schreiben:

DAs tat ich, machte aber -in meiner Wut - den Fehler anzugeben, dass man mir von Seiten der Versicherung dazu geraten hat.

Wie kann man den Menschen, der einem helfen will und einen Tipp gibt, eigentlich so "in die Pfanne hauen?"

Und wieso Wut? Ablehnung und darüber ärgern, OK.

Aber wenn mir dann einer von dort sagt, wie ich es machen soll, dann bin ich doch froh, dass man mir geholfen hat.

Ihr könnt ja versuchen zu klagen.

Antwort
von freelance, 263

dass Versicherungen sich drücken, nicht zu zahlen, musste ich auch als Student feststellen. Bei einer Reisegepäckversicherung meldete ich mal einen Diebstahl aus meinem Pkw. Wahrheitsgemäss gab ich an, dass ich den Wagen geben 22h abgestellt hatte und gegen 8h den Diebstahl feststellte.

Was ist passiert? Die zahlten nicht, weil die Zeit von 22h - 6h ausgeschlossen war. Und ich meinte, es könne ja von 6h-8h gestohlen worden sein. Der Versicherung war das egal. Mein Fehler war, die Versicherungsbedingungen nicht gelesen zu haben - bzw. zu ehrlich gewesen zu sein.

Was habe ich gelernt? Lies vor Schadensmeldung die Versicherungsbedingungen und/ oder verzichte ganz auf so eine Versicherung.

Fakt ist, dass ich nie mehr seitdem zwischen 22-6h bestohlen wurde bzw. ich viele Versicherungen einfach nicht mehr abgeschlossen habe, weil mehr oder weniger sinnlos.

In deinem Falle kann ich die 2. Reaktion der Versicherung verstehen. Aus dieser Nummer wieder rauszukommen, sehe ich nicht. Und ich sehe auch generell keine Handyversicherung. Versicherungen verdienen gut daran, die Versicherten nicht.

Ich vermute, dass in den AGB auch stehen würde, dass ein Schaden nur geprüft und ggf. bezahlt werden kann, wenn der Grund klar ist.

Ich denke: Fall abhaken und daraus lernen.

Antwort
von Privatier59, 210

Nenn uns doch mal den Namen des Versicherungsunternehmens. Es gibt in diesem Bereich nämlich einen Anbieter der bekannt für innovative Schadenssachbearbeitung ist.

Dass sich Handy-Versicherungen um Regulierung drücken wollen ist der Normalfall und aus deren Sicht irgendwo auch verständlich. Viele Versicherungsnehmer versuchen sich die neue Gerätegeneration auf diese Weise bezahlen zu lassen. Da steht man als Kunde unter Generalverdacht. Ich kann nur sagen: Dumm gelaufen.

Antwort
von althaus, 221

Das Problem hatte mein Schwager auch. Er hatte einen Sprung in der Haustür die aus Glas war. Der Sprung was plötzlich da, keiner wußte wie der entsanden ist. Die Hausratversicherung oder die Glasversicherung, weiss nicht genau wer dafür zuständig ist, war bereit zu zahlen, jedoch nur durch Meldung eines Schadensvorganges. Konnte er dies nicht belegen, dann zahlt diese auch nicht. Daher hat er sich was einfallen lassen und die Versicherung hat dann gezahlt. Wenn Du darauf bestehst, dann Du es nicht weisst wie es passiert ist, wirst Du nicht bekommen, daher lass Dir was einfallen.

Antwort
von Niklaus, 175

Die Versicherungen sind auch für den Schutz der Versichertengemeinde zuständig. so funktioniert Versicherung.

Solche Schäden wie von dir dargestellt, erhalten alle Versicherung zu Hauf, jedes mal, wenn irgendwelche neuen Handymodelle auf den Markt kommen. Ist doch klar, das die erst mal ablehnen.

Antwort
von mig112, 162

Die Handypolice ist als Elektronikversicherung Teil des recht komplexen Bereiches der Technischen Versicherungen.

Es besteht sehr umfassende Deckung, nur nicht für Vorsatz des Versicherungsnehmers, Krieg/Kernenergie und auch nicht für Abnutzung und VERSCHLEISS!

Schilderst du keinen Hergang, geht man zunächst und vollkommen berechtigt von einem Verschleissschaden aus, denn das Teil war ja plötzlich "einfach so kaputt"

Hilft man dir aus lauter Kundenfreundlichkeit "aufs Pferd" und teilt mit einen SCHADEN zu benötigen, besitzt du die unfassbare Dummheit dieses auch so zu kommunizieren...

kopfschüttel

Du hast dich wie ein Trottel verhalten, könnte so Mancher denken.. -ich natürlich nicht- ... und guckst genau deshalb in die Röhre! Verklagen?? Sich um Zahlung drücken?? Lächerlich...

Deine Frage: "Wozu hat man eine Versicherung, wenn..." made my day!!!!

Antwort
von EnnoBecker, 147

Hier sieht man mal deutlich, wie sinnvoll so eine Handyversicherung ist. Warum tut man sowas?

Die Dinger kosten kaum 500 Euro, wenn mal eins kaputtgeht, geht man hin und holt ein neues. Das ist gewiss billiger als solche eine Versicherung zu bezahlen und am Ende doch nix zu kriegen.

Ich würde hier die Leistung einklagen. Wenn schon denn schon.

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