Frage von ErwinLindemann,

KV der Kinder nach Heirat der Eltern?

Ich lebe seit vielen Jahren mit meiner Partnerin in "wilder Ehe". Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Meine Partnerin und die Kinder sind schon immer in der GKV, ich in der PKV. Weil ich deutlich mehr verdiene, werden die Kinder wohl in die PKV wechseln müssen, wenn wir heiraten?

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

jedes GKV-Mitglied kann seine Kinder kostenlos in der Familienversicherung (FV) mitversichern.

Es gibt hiervon aber eine Ausnahme:

  • wenn der andere Elternteil in der PKV ist

  • die Eltern verheiratet sind (miteinander :-)))

  • die Einkünfte des PKV-Elternteils über der Versicherungspflichtgrenze liegen (2012: 50850 Euro jährlich)

  • die Einkünfte des PKV-Elternteil höher sind die Einkünfte des GKV-Elternteil

Einkünfte ist der Betgefriff aus dem Steuerrecht: Bruttoverdienst inkl. Miet- und Zuinseinnahmen und inkl. Weighnachts- und Urlaubsgeld (aber abzüglich Familienzuschläge und abzüglich Werbungskosten bzw. -oauschale).

Nur wenn alle Punkte gleichzeitig vorliegen, ist die FV ausgeschlossen.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__10.html -> Absatz 3

Wenn die Auschlussklausel greift, können die Eltern zwischen einer Mitgliedschaft in der GKV (147 Euro monatlich/2012) und Beiträgen in der PKV wählen.

Wenn man sich für die PKV entscheidet, kann man später nur iin die PKV wechseln, wenn:

  • eine der Ausschlussvoraussetzungen wegfällt

  • ein Studium an einer dt. Hochschule begonnen wird

  • eine betriebliche Berufsausbildung begonnen wird

Wenn das Kind arbeitslos ist, eine schulische Ausbildung beginnt oder Beamter/Selbständiger wird bleibt es in der PKV (ggf. lebenslang).

Bei den Leistungen sollte man in PKV-Tariufen besonders auf fiolgende Punkte achten:

  • Reha/Kur (auch Mutter-Kind-Kur)

  • Psychotherapie (z.B. Pubertät)

  • Hilfsmittel

GKV-Katalog zum Vergleich:

.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/hilfsmittel/hilfsmittelverzeichnis/hilfsmittelverzeichnis.jsp

  • Krankengeld bei Erkrankung des Kindes (erhält die Mutter nur. wenn das Kind in der KGKV ist : § 45 SGB V)

  • Kieferorthopädische Behandlung

Man sollte sich vor einer Entscheidung sehr genau aus verschiedenen Quellen informieren.

Noch Fragen?

Gruß

RHW

Kommentar von RHWWW ,

Korrektur:

Wenn man sich für die PKV entscheidet, kann man später nur in die GKV wechseln, wenn:

Antwort
von timmbo,

Das ist von den jeweiligen Einkommen abhängig. Wenn beide über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen, können die Kinder entweder privat oder gegen Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden.

Wenn du darüber verdienst und die Frau nicht, dann müssen die Kindern in die private Krankenversicherung.

Verdienen beide unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze, kann man frei wählen, wo die Kinder versichert werden sollen.

Kommentar von barmer ,

Hallo,

auch im Fall: er drüber, sie drunter, können die KInder in der GKV bleiben.

Antwort
von leuschner44577,

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten:

Kinder zu dir in die PKV mit eigenem Beitrag Kinder (zu deiner Frau) freiwillig in die GKV mit eigenem Beitrag Kinder weiterhin beitragsfrei in der Familienversicherung GKV deiner Frau. Würde gehen, wenn du unter JAVG verdienst, z. B. als Selbstständiger.

Wenn du einen ordentlichen PKV-Tarif hast, ist es doch wahrscheinlich sinnvoller die Kinder PKV zu versichern als zum etwa gleichen Beitrag in der GKV zu belassen, oder?

Antwort
von alfalfa,

Nein, die Kinder können in der GKV bleiben. Es sei denn, sie adoptieren die Kinder. Außerdem nehme ich an, dass Ihre Frau einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht.

Kommentar von gammoncrack ,

Erklär das bitte einmal mit der Adoption? Das verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.

Kommentar von alfalfa ,

Ich hatte gemeinsame Kinder überlesen. Ist Stuss was ich geschrieben habe. Gilt nur, wenn Kinder der Gattin aus erster Ehe etc. Kommen und nicht die leiblichen Kinder, wie im vorliegenden Fall sind. Geht aus § 10 SGB V hervor.

Antwort
von barmer,

Hallo, die erste Antwort war leider falsch. Denn da es sich um gemeinsame Kinder handelt, brauchen Sie nicht zu adoptieren.

Die Kinder müssen nicht in die PKV, sie können auch freiwilig mit eigenem Beitrag in der GKV bleiben. Das kostet pro Kind dann um die 150 EUR, also ähnlich viel wie in der PKV.

Beitragsfrei geht es nur weiter, wenn Sie unter der JAEG verdienen.

Gruss

Barmer

Kommentar von alfalfa ,

Merci, gemeinsame Kinder hatte ich überlesen. Das ändert natürlich alles. Insofern danke für die Klarstellung.

Kommentar von ErwinLindemann ,

Zunächst vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Auf der DAK-Webseite habe ich jedoch folgenden Wortlaut finden können:

"Ausschluss: Für Kinder ist eine Familienversicherung ausgeschlossen, wenn von den miteinander verheirateten Eltern lediglich der Elternteil mit dem niedrigen Einkommen gesetzlich krankenversichert ist und das Gesamteinkommen des höher verdienenden Elternteils die monatliche Jahresarbeitsentgeltgrenze (2012 = 4.237,50 Euro) übersteigt."

Demnach müssen die Kinder vielleicht doch in die PKV wechseln!?

Kommentar von Kevin1905 ,

Da steht "Familienversicherung" barmer sprach aber von einer "freiwilligen" Versicherung.

Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Das eine kostet nichts und das andere eben 150,- € im Monat.

Antwort
von Larkolas,

Lies dir doch Barmers Antwort mal richtig durch. In D MUSS NIEMAND in die PKV wechseln! Es ist nur die Frage ob die Kinder KOSTENLOS mitversichert sind, das wäre im vorliegenden Fall dann wohl nicht so. Für die ca. 150e können sie auch gesetzlich versichert werden.

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