Frage von althaus, 72

Wieviele Jahre braucht man für 1 Million €, wenn man jährlich 30.000€ sparen kann?

Ich weiss, daß wenn das Geld unverzinst angesammelt wird man ca. 33 Jahre dafür braucht, aber die 30.000€ sollen ja irgendwie angelegt werden. Die Frage ist, wie legt man sie am besten an, so daß man schon viel früher die 1. Million € knacken kann? Kann man davon ausgehen, daß wenn man das Geld in Fonds steckt es durchschnittlich 4% - 5% Zuwachs im Jahr bringt? Ist nur rein theoretisch!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hildefeuer, 29

"Kann man davon ausgehen, daß wenn man das Geld in Fonds steckt es durchschnittlich 4% - 5% Zuwachs im Jahr bringt?"

Nein grundsätzlich nicht, da man ja einen Ausgabeaufschlag zahlen muss der meist bei 5% liegt und das kann man wenn überhaupt nur bei langfristigen Anlagen herausholen. Nur Fondsprospekte lesen reicht halt nicht. Die Performance der Fonts, die in Prospekten aufgeführt ist, lässt sich auch in der Regel nicht nachvollziehen. Wenn man das im Einzelfall überprüft, gehen die immer von best-Kursen aus, also beim Kauf vom Jahres-tiefst-kurs und beim Verkauf vom Jahres-höhst-kurs aus. In der Praxis wird das aber nie eintreten. Es ist rein hypothetisch.

Kommentar von althaus ,

 

Ich zahle bei meinen Fonds keinen Ausgabeaufschlag. 

Kommentar von hildefeuer ,

ja das ist nicht der Normalfall. Im Einzelfall ist es so.

Kommentar von althaus ,

Kaufe meine Fonds über den Experte24 München und lagere meine Fonds bei der Frankfurter Fondsbank kostenlos. 

Kommentar von Rat2010 ,

Könntest es aber auch über die MaDrei AG oder tausend anderen bei der Frankfurter Fondsbank oder anderswo machen. Sonst ist es Werbung für die Kollegen.

Kommentar von Rat2010 ,

Tut mir leid, wenn ich dein Weltbild über den haufen werfen muss, aber das ist ziemlicher Unsinn.

Zum einen zahlt keiner mehr den vollen, viele gar keinen Ausgabeaufschlag und wenn man ernsthaft Geld anlegen will, gibt es den Verzicht auf den Ausgabeaufschlag auch mit bester Beratung und Betreuung (allerdings nicht überall vor Ort, aber wer braucht das schon). Achso, im Osten der Republik wird teilweise auch bei Beratern der volle AA gezahlt, fast vergessen (habe mal einen kennengelernt). Warum eigentlich???

Zum anderen ist auch der Rest Unsinn. Verkaufsprospekte beinhalten keine Performance und die in Factsheets, die du vielleicht meinst, stimmt natürlich wie die Angabe an allen anderen Stellen (z. B. im Internet), wo man sich (selbst) informieren kann.

Die Aushändigung der "wesentlichen Anlegerinformationen" ist bei jedem Fondsverkauf Pflicht. Auch die enthalten Angaben zur Vergangenheitsrendite, die stimmen.

Was zu Missverständnissen führen kann ist zum einen, dass es verschiedene Anlageklassen geben kann. Man muss halt die anschauen, die man auch hat oder kauft. Zum anderen, dass die Ausschüttungen, so der Fonds ausschüttet, in der Vergangenheitswertentwicklung zum Ausschüttungstag wieder angelegt werden, was in aller Regel kostenfrei möglich ist. Sonst gibt es bei der Vergangenheitswertentwicklung außer eventuell noch verschiedenen Währungen nicht zu beachten. Sie stimmt immer und ist auch von Fonds zu Fonds vergleichbar.

Bedenke, dass wir (als auf Fonds spezialisierter Berater) auch irgendwie arbeiten müssen. Im Gegensatz zu Angaben bei Autos kannst du den Angaben bei Fonds glauben.  Sind ja auch leichter nachrechenbar.

Kommentar von hildefeuer ,

Eure Ausführungen hier sind allgemein gehalten. Tatsache ist es gibt einen Ausgabeaufschlag. Abgeschafft ist er nicht. Da sich viele Fonds nicht mit diesem verkaufen lassen gibt es Rabatt. Den lezten Prospekt den ich in der Hand hatte dort war eine Performance in der Vergangenheit dargestellt, die sich nicht nachvollziehen ließ. Das war der hier: https://www.finanzpartner.de/fi/lu0109012194/deka-struktur-2-chance/

Es wurde eine positive Performace der letzten 5 Jahre dargestellt.

Kommentar von hildefeuer ,

Den hier https://www.finanzpartner.de/fi/de0009769679/allianz-europa-vision-a/

hatte meine Freundin bis 2003 bespart. Ich habe den übernommen und 2007 zum Höchstkurs ca. 44€ verkauft. Gewinn insgesamt 113€ bei einer Investition von 2700€. Zieht man die Depotkosten (40€/Jahr) ab hat man Verlust gemacht. Hätte man das Geld aufs Tagesgeldkonto gelegt wäre ein Gewinn da gewesen.

Kommentar von Rat2010 ,

Ich bin bei dir. Da sind damals Anfang 1997 von der Cominvest zwei Fonds (der inzwischen geschlossene Weltvision und der Europavision) aufgelegt worden, die von Anfang an schlecht waren. Verkauft wurden die nebenbei vor allem weil der Ausgabeaufschlag nur bei 2,5 % statt der sonst üblichen 5 % lag.

Normal ist das nicht. Der Allianz Wachstum Europa (WKN 848182), um eine zu nehmen, der jetzt aus dem selben Haus kommt, ist ok.

Kommentar von hildefeuer ,

Hatte vergessen wann das Deka Prospekt übergeben wurde. War 2005. Da lag der komplett im Minus.

Kommentar von Rat2010 ,

Auf Union und noch mehr auf Deka-Fonds wird der Ausgabeaufschlag auch nicht abgeschafft. Nicht mal bei Umschichtungen. Nebenbei gibt es auch dort die selben Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Dafür sind die laufenden Kosten höher.

Die haben Filialen und jede Menge Mitarbeiter.  Die wollen bezahlt werden. Weil die nur im Ausnahmefall irgendwas an unabhängige Vermittler weitergeben, rabattiert diese beiden Fondsgesellschaften auch keiner.  Bei unabhängigen Fondsvermittlern bekommt man alle Fonds von allen KVGs (außer den beiden) mit Rabatt. Nebenbei sind die Produkte auch nciht wirklich konkurrenzfähig.

Die Performanceangaben auf der angegebenen Seite sind falsch.

Kommentar von HGiefing1210 ,

Zum Thema Kosten: wer in ETF investiert, bezahlt, wenn er direkt an der Börse handelt (z.B. via XETRA), keinen Ausgabeaufschlag. Die Depotgebühren sind bei flatex (meine aktuelle Depotbank) ebenfalls 0.

Bei einem Sparplan bei flatex fallen auch keine Börsenspesen an. Die bewegen sich ansonsten bei 10 € pro Einmalerlag. Der Verkauf kostet aktuell 5,60€.

Bei 2.500€ Sparrate pro Monat kann man einen gut gestreuten Sparplan über viele verschiedene Länder, Nischen und Investmentstile definieren. Dann wird's auch was mit der Rendite.

Und nicht vergessen: Anlagezeitraum 33 Jahre spricht auf jeden Fall für Aktienfonds. Gegen Ende oder zwischendurch kann man dann auch in Anleihen umschichten - aber wer weiß, wie das in 33 Jahren aussieht.

Antwort
von betroffen, 23

2.500,- € monatlich

3,5% ZS (Langjähriger Durchschnittszinssatz für langlaufende Geldanlagen)

24 Jahre und 2 Monate Spardauer

Bei heute gültiger Abgeltungsteuer von 27,99% (incl. Soli und KiSteu)

und heute gültigem Sparerpauschbetrag für 1 Person von 801,- € /J

100.267,- € gezahlte Steuern

724.980,- € gezahlte Monatsraten

1.002.731,- € erreichtes Sparguthaben

Antwort
von jsch1964, 20

Antwort A: Nein kann man nicht. Deine Frage gleicht der Frage: Kann ich richtig schnell fahren, wenn ich mir ein Auto kaufe?  Das ist viel zu unspezifisch.

Daraus ergibt sich Antwort B): Es kommt darauf an. Vor allem darauf, wieviel Ahnung Du von der Materie hast, ob Du alles selber managen willst, das Management Fondsmanagern überlässt, lieber auf den Markt selbst vertrauen willst (ETFs) oder evtl. zu einer Vermögensverwaltung, bzw. einem verwalteten Depot tendierst. Meiner Erfahrung nach neige ich dazu, zu sagen, dass das Ziel umso sicherer und schneller erreicht wird, je stärker Profis in die Geldverwaltung involviert sind.

Außerdem gilt natürlich - wie immer - dass die Zielvorgabe am schnellsten erreicht werden kann, je mehr Schwankungen im Depot Du auszuhalten bereit bist. Insofern ist alles zwischen 10 und 30 Jahren als Ergebnis denkbar.

Antwort
von hildefeuer, 20

Wenn man in den 80ern damit Staatsanleihen mit 8% und Festverzinsliche Wertpapiere von über 9% gekauft hätte wäre das sicherlich innerhalb eines Jahrzehnts möglich gewesen, bei überschaubarem Risiko. Mit Fonts heute meist nicht erreichbar. Mach es wie Donalt. Kauf Immobilien oder Land. Da ist ein Gewinn garantiert auch über die Existenz von Währungen hinaus.


Kommentar von NasiGoreng ,

Kauf Immobilien oder Land. Da ist ein Gewinn garantiert auch über die Existenz von Währungen hinaus.

Dieser Irrtum hat schon viele an den Bettelstab gebracht.

Antwort
von TBergmann, 12

Wenn diese Frage bedeutet: Nenne mir einen Weg, wie ich möglichst schnell eine Million Euro an Vermögen besitze, unter der Prämisse, dass ich maximal 30.000€ pro Jahr sparen werde. Dies setzt natürlich voraus, dass dein Einkommen bei mindestens 80.000€ liegen sollte.

Wenn ich diese Frage richtig verstanden haben, dann gebe ich hier mal meine Antwort:

Die Lösung in Fonds zu sparen und mit diesen dann irgendwann die Million zu knacken, halte ich für nicht sehr realistisch. Denn es setzt voraus dass die Fonds in 30 Jahren gerade gut stehen und dass die Kaufkraft meines Vermögens einer "heutigen Million" entspricht. Beides ist eher unwahrscheinlich.

Daher würde ich zwingend eine andere Vorgehensweise wählen. Und zwar über den Umweg der vermieteten Immobilie.

Dazu ein aktuelles Bespiel aus Praxis:

Kauf einer Immobilie

 

2016

 

(KP-160.000€)Nebenkosten (Notar, GESt usw.) = 10.400€100% Finanzierung zu über eine hier ansässige Banklaufende zukünftige Kosten für Verwaltung usw. mtl. 96,32€jährlicher Steuerrückfluß (bei unserem Mandanten) 3.200€diese Steuerrückerstattung wird als Sondertilgung verwendet

Die Investition beträgt also im Jahre 2016 10.400€, sowie monatlich ca. 100€ für die nicht umlagefähigen Nebenkosten. Also in der Summe maximal 11.600€ beim Kauf im Januar diesen Jahres.

Im Folgejahr (2017) beträgt die Belastung (Überschuß) dann -1.200€ Kosten +3.200€ Steuerrückerstattung = +2.000€ Nettoertrag welche zur Sondertilgung verwendet werden. Diese oben erworbene Immobilie ist nach ca. 17  Jahren zu 100% bezahlt.

Im Jahr 2017 wird dann die nächste Immobilie gekauft, 2018 die 3. usw.

Nach 7 Jahren beträgt das vorhandene Immobilien-Vermögen ca. 1.120.000€, welches noch ca. 600.000€ mit einem Fremddarlehen belastet ist. In der Praxis wären dann 3 Wohnungen zu 100% abgezahlt, eine zu ca. 25% und 3 Wohnungen noch nicht.

Da du bei der Frage erwähntest, dass ca. 30.000€ pro Jahr investiert werden könnten, in dem obigen Bespiel aber nur ca. 10.000€ tatsächlich benötigt worden sind, könnte man jetzt noch 7 Jahre x 20.000€ von der Restschuld abziehen (-140.000€). Korrigierte Restschuld beträgt also 460.000€.

Durch die Steuerrückflüsse zusammen mit der Sparleistung von 30.000€ ergibt sich eine Zusatztilgung von 46.000€ jährlich. Das bedeutet, nach aller-aller-spätestens 17 Jahren ist das Immobilienvermögen schuldenfrei, hat eine wert von deutlich über einer Million und eine Ertrag von wenigstens 50.000€ netto-Mietertrag.

Weitere Informationen per Email oder Telefon

ich hoffe ich konnte in der Sache ein paar Anregungen geben, wie man zum Ziel kommen kann.

Kommentar von althaus ,

Danke. Ich habe schon 2 vermietete Wohnungen. Natürlich bin ich auch noch auf der Suche nach einer Immobilie, aber das Angebot ist halt nicht da. Entweder ist es Bruchbuden die keiner haben will, oder sie sind viel zu teuer. Es findet sich momentan keine geeignete Immobilie, daher kannst du rechnen wie Du willst, es geht nicht auf. Eine Immobilie die weiter weg ist als 10km Umkreis von meinem Wohnort kommt für mich nicht in Frage. 

Antwort
von Franzl0503, 24

althaus:

Sparrate 2.500 mtl. = 30.000 p.a., Zins 3 %, Kapital nach 24 Jahren 1.049.574,-- Euro.

Kommentar von althaus ,

Kann ich nachvollziehen, jedoch bekommt man nirgendwo 3% Zinsen. 

Kommentar von jsch1964 ,

Verallgemeinerungen sind im Allgemeinen unzutreffend, wie auch hier. :-)

Natürlich gibt es das. Du hast nur noch nicht überall gesucht, bzw. die falschen Leute oder zu gleichartige Leute gefragt.

Antwort
von LittleArrow, 20

Nur rein theoretisch kann man einige Annahmen treffen über die durchschnittliche Rendite und die momentane und künftige Besteuerung der Kapitalerträge. Dann hilft Dir dieser Rechner:

http://m.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Dort in der rechten Spalte den Punkt bei Ansparzeit setzen!

Antwort
von billy, 16

Hallo althaus, meinst Du die 1. oder 2. Million ? Die erste hast Du doch schon, die zweite lässt sich schneller realisieren. ;-))))

Kommentar von althaus ,

Ich weiss nicht so recht, denn es ist viel in der eigenen Immobilie gebunden die keinen Ertrag abwirft. 

Kommentar von billy ,

Diese Situation kann man ändern, wenn man das will d.h. und Deine Partnerin mitzieht. Wenn nicht, sparst einfach ein paar Jahre länger. ;-))))

Antwort
von Rat2010, 26

Wenn man Ziele hat und jetzt sowieso wird man das Geld in Aktienfonds stecken.

Gehe dann mal von mehr als 6 % aus. Ob die Million dann in 10 oder in zwölf Jahren erreicht ist, hängt von der Entwicklung an den Börsen ab. Wenn es hinten raus nach unten geht, dauert es halt ein oder zwei Jahre länger.

Kommentar von LittleArrow ,

Bei den sehr optimistischen 6 % p.a. darf man getrost davon ausgehen, dass spätestens im 2. Jahr durch die Abgeltungsteuer die Nettorendite auf 4-5 % p. a. sinkt und es daher noch ein paar Jahre länger dauert. Vielleicht darf man froh sein, wenn es am Ende dann doch nur 3,5 % p.a. nach Steuern sind. Dann wären es etwa 22 Jahre.

Ob sich in dieser Zeit die Kapitalertragsteuer noch erhöht, mag jeder selbst entscheiden.

Kommentar von Rat2010 ,

Wenn man die Steuer und deren zukünftige Entwicklung nicht außen vor läßt, ist die so schon nur auf Jahre genau zu beantwortende Frage, kaum mehr zu beantworten.

Ich denke, dass derjenige z. B.  angesichts einer rot-rot-grünen Regierung (warum nicht grün-rot-blau?) eh vor der Realisierung des Gewinns wohnin umzieht, wo die deutsche Steuer keine Rolle spielt. In der Vergangenheit haben das jedenfalls viele gemacht.

Alternativ kann er so realisieren, dass er keine Steuer zahlt oder auf eine Regelung oder persönliche Situation warten, bei der das steuerfrei möglich ist.

Steuer ist nicht statisch und die Besteuerung von Kapitalerträgen ändert sich so oft, dass steuerfreie Realisierung eine realistische Option ist. Immerhin haben wir jetzt schon wieder fast acht Jahre die alte Reglung. Die Wiederbelebung der Vermögensteuer ist schon der halbe Weg zu derartigen Änderungen (also einer Spekulationsfrist).

Man weiss es einfach nicht!!!

Kommentar von LittleArrow ,

Man weiss es einfach nicht!!!

Da stimme ich Dir vollkommen zu.

Aber daraus würde ich nicht den Schluss ziehen, dass für das gewählte Sparprogramm eine Rendite von 6 % p.a. eine realistische Nachsteuerrendite ist. Man kann auch nicht einfach die Besteuerung negieren.

Kommentar von Rat2010 ,

Es ist alles viel schwerer. Wir hatten 2000 so ungefähr weltweit eine extreme Übertreibung. Das ist jetzt 16 Jahre her. Je näher sich ein 15-Jahres-Zeitraum dieser extremen Übertreibung annähert, um so schlechter wird die Vergangenheitsrendite.

Statistiken, die was verkaufen wollen, spielen mit so was und vergleichen z. B. die Entwicklung der Nasdaq mit ihrem Produkt (z. B. Holz oder Immobilien (bei denen die Statistik aus logischen Gründen immer lügt)). Leider ist das für Laien richtig schwer zu erkennen.

Wenn also (z. B.) der DAX seit 1988 (Einführung) gut 1.000 % oder gut 8,5 % im Jahr zu gelegt hat, seit z. B. 1999 nur gut 100 %, oder gut 4 % im Jahr dann ist beides nicht für Prognosen tauglich.

6 % als vorsichtiger Mittelwert, gewichtet die Jahre nach der Übertreibung zu hoch. Ab jetzt für die nächsten 20 Jahre könnten 8 % realistisch sein, was bei gegenwärtigen Steuergesetzen zu etwa 6 % auch nach Steuer führen würde. 

Ich denke, dass althaus auf die Frage keine exakte Antwort erwartet, nur sind dann, wenn man Ziele hat und deshalb (jetzt) auf Staatsanleihen und das Risiko/die Schwankung mindernde Instrumente verzichtet, 6 % realistisch.

Entscheidender bei einem Aktienfondsinvest ist der Ausstieg. Aus dem Grund ist das Thema für viele sehr theoretisch. Wenn man 1 oder mehrere Mio. hat, hat man oft neben der Angst vor Verlust (das Risiko ist in Aktien kleiner als in anderen Anlageklassen) auch Angst vor Schwankung/der eigenen Courage. Deshalb ziehen viele der sehr Reichen (die wir auch betreuen) absichtlich eine niedrigere Rendite mit niedrigerer Schwankung vor.

Antwort
von NasiGoreng, 14

Dies Frage ist nicht seriös zu beantworten, weil niemand in die Zukunft schauen kann.

In allen bisherigen Antworten und Kommentaren werden Vermutungen über die möglichen Anlageergebnisse mit und ohne Steuerbelastung und die anfallenden Kosten geschrieben. Stets fehlt aber jegliche Hinweise auf die angefressene Solidität aller Staatsfinanzen im Euroland und auf fast der ganzen Welt, auf das Inflationsrisiko und die fragwürdige Stabilität des Euros überhaupt mit seinen sich in Europa immer mehr radikalisierenden rechten und linken Rändern.

Noch nie hat ein Staat sich seine Schulden anders entledigt, als durch Enteignung seiner Staatsbürger durch Inflation, Schuldenschnitt, Verstaatlichung oder Staatsinsolvenz. Die aktuelle Situation im immer mehr auseinander driftenden Europa mit seinen gigantischen Staatsschulden lässt irgendwann in den nächsten Jahren Schreckliches erwarten.

Vielleicht ist eine Anlage, mit der man in den nächsten 20 Jahren nur 50% verliert, noch eine besonders gute. Ich tippe mal auf das eigene Häuschen trotz einer staatlichen Zwangshypothek von 50% des Verkehrswerts.

Antwort
von Privatier59, 17

Wenn ich vom Geldzählen nicht so ermattet wäre, würde ich es Dir ausrechnen. So aber verweise ich hier drauf:

http://m.zinsen-berechnen.de/zinseszinsrechner.php

Antwort
von Ernsterwin, 14

Bei dieser Variante https://goo.gl/jjzHQI fünf Jahre.

Kommentar von TBergmann ,

Hier ist zu bedenken, dass "Immobilien-Millionär" gemeint ist und nicht wann das Vermögen schuldenfrei....

Kommentar von Ernsterwin ,

Ob das Vermögen schuldenfrei ist, ist nebensächlich. Entscheidend ist, ob es mehr Geld bringt, als es kostet - siehe das Video: http://geld-anlagen.eu/geld-vermogen.html

Antwort
von klautke, 4



hallo!

wenn man jährlich 30.000 sparen kann, und dies an der börse erfolgreich anlegt, sollte es gut möglich sein, nach ca 5 jahren die millionenmarke zu erreichen.

natürlich kann es immer mal wieder zeiten geben, die wenig ertrag einbringen, da gilt es vor allem verluste zu vermeiden/ gering zu halten.

aber wenn es mal - etwas konservativer gerechnet - 8 oder 10 jahre dauert, dann geht die welt auch nicht unter.

wenn man schlappe 1.000 euro jedes jahr verdoppelt, ist es nach 10 jahren eine million ....... 

 wenn man mit nur 20% zuwachs p.a. rechnet verdoppelt sich das kapital nach ca 4 jahren.     - wer jährlich 30.000 anlegen kann  bei dieser rendite in ca 10 jahren die million voll machen.

und irgendwo dazwischen wird das ergebnis wohl liegen.

grüsse aus dem neckartal

a. klautke

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Wieviele Jahre braucht man für 1 Million €, wenn man jährlich 30.000€ sparen kann?

Ich weiss, daß wenn das Geld unverzinst angesammelt wird man ca. 33 Jahre dafür braucht, aber die 30.000€ sollen ja irgendwie angelegt werden. Die Frage ist, wie legt man sie am besten an, so daß man schon viel früher die 1. Million € knacken kann? Kann man davon ausgehen, daß wenn man das Geld in Fonds steckt es durchschnittlich 4% - 5% Zuwachs im Jahr bringt? Ist nur rein theoretisch!




Kommentar von althaus ,

Habe das mal zur Kenntnis genommen. Aber das läßt mich nun fragen wie Du die 15% bis 20% jedes Jahr erreichen möchtest? Das geht nur, wenn man zum Tierfpunkt einsteigt und die Hausse mitnimmt. Das wird wohl oder übel niemanden gelingen, selbst mir nicht. Ich versuche schon seit 5 Jahren eine positive Rendite mit meinen 100.000€ die ich in Einzelaktien investiert habe zu erreichen.

Mal lag ich 18.000€ im Gewinn, habe ich sie im Januar 2016 komplet wieder verloren und lag plötzlich 15.000€ im Verlust. Ich lang zwischenzeitlich mal wieder mit 1.500€ im Gewinn, bis dann die letzte Korrektur und meine große Position in Novo Nordisk an einem Tag 15% verlor. So daß ich wieder mit 15.000€ im Verlust lag. Derzeit habe ich aufgrund der letzten Ralley in den USA und der Stabilisierung in Deutschlang den Verlust auf 4.000€ drücken können. So geht das die ganze Zeit. Kaum hat man Gewinn und bleibt investiert, dreht die Börse oder es gibt negative Nachrichten in einer oder zwei Einzelwerten, so daß die ganze Performance wieder für den Arsch war. So war das letztes Jahr in K&S, an dem ich an einem Tag 6.000€ Verlust machte. Du willst mir sagen, daß man im Jahr bis zu 20% Gewinn machen kann, dann sage auch bitte wie! 

Kommentar von klautke ,

wenn man die gängigsten aktien-indizes auf 3-jahres-sicht anschaut kommt man schon mal auf relativ angenehme zuwächse:

sdax             3 Jahre 33,46%

tecdax          3 Jahre 50,77 %


mdax           3 Jahre 28,85 %


nasdaq100 3 Jahre 42,29 %
aber die indizes beinhalten ja auch alle werte mit schwacher / negativer performance, sind deshalb als vergleichsmassstab nur bedingt geeignet.
der erfolgreiche anleger braucht einige wenige positiv performende einzelaktien.
gerade die von ihnen angeführte novo-nordisk  hat sich in den letzten 10 jahren verzehnfacht, auch wenn sie in den letzten vier  monaten stark korrigiert hat.  sie war viele jahre lang besser als fast alle indizes.
man findet immer wieder unterbewertete aktien, die dann nach einigen wochen oder monaten einen deutlichen sprung machen. in den letzten wochen konnte man z.b.  mit der lufhansa ca 44%

 kurszuwachs erzielen, wer im oktober bei  9,10 eingestiegen ist, konnte nach ca 6 wochen bei 13,10 seinen gewinn mitnehmen.


wenn man manchmal etwas hebelt, oder auch leerverkäufe nutzt, lässt sich da schon einiges bewegen.
mit kaufen und 5 oder 10 jahre liegen lassen kommt man nur selten an sein ziel, etwas aktivität ist schon angebracht.

wenn sie mit mir kontakt aufnehmen, kann ich ihnen einen interessanten vorschlag machen.


grüsse aus dem neckartal

a, klautke


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