Frage von horst81, 733

arbeitgeber zieht geld ab

hallo. mein jetzt ehemaliger arbeitgeber hat mir ca. 200 eur von meinem gehalt abgezogen. er begründet dies mit unsachgemäßiger reperatur meinerseits. in meinem arbeitsvertrag steht aber diesbezüglich nichts drin was das regelt. ist dies rechtens oder kann ich mein geld einklagen ?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo horst81,

Schau mal bitte hier:
Kündigung arbeitsrecht

Antwort
von williamsson, 733

Kein Grund Dir das gefallen zu lassen. Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit ist wohl nicht gegeben?! Also den ex AG zur Zahlung auffordern, Frist setzen und den Brief mit Nachweis abschicken.

Antwort
von Primus, 555

Abgesehen von Provisionen und auftragsabhängigen Bezahlungen bzw. Verträgen darf keine Vergütung gekürzt werden.

Ein festes Gehalt ist so im Vertrag verankert und kann nicht wegen irgendwelcher beruflichen Fehler einfach gekürzt werden.

Ein abgeschlossener Vertrag kann nicht einfach außer Gefecht gesetzt werden.

Der Arbeitgeber kann ansonsten halt kündigen oder abmahnen, wenn dem Arbeitnehmer tatsächlich grobe Fehler im Verhalten nachzuweisen sind.

Du brauchst nicht gleich klagen, sondern kannst Dich mit Betriebsrat oder Gewerkschaft in Verbindung setzen.

Antwort
von Gaenseliesel, 566

Hallo horst81, selbst wenn das Vorgehen deines Chefs rechtfertigt sein sollte ( wiederholte unsachgemäße Arbeiten / vorangegangene Abmahnung) muss dein Chef folgendes berücksichtigen :

Der Arbeitgeber hat auf jeden Fall die aktuellen Pfändungsfreigrenzen zu beachten. Liegt das Gehalt / Lohn unterhalb der Pfändungsfreigrenze, darf er keinen Abzug vornehmen, selbst wenn er einen Schadensersatzanspruch hat.

Ansonsten, bei einmaligen, (einfachen) Fehlern, welche immer einmal passieren können, steht der Firma kein Schadensersatzanspruch zu. K.

Antwort
von billy, 380

Die Fragestellung ist so undeutlich formuliert das man fast alles interpretieren könnte. Wenn Du Dir keiner Schuld oder Vergehens bewusst bist und Dein Arbeitsvertrag keinerlei Angriffspunkte beinhaltet dann ist die Sache klar, nämlich der Klageweg.

Antwort
von Tina34, 385

vielleicht, vielleicht auch nicht. Bei grob fährlässigem Verhalten von dir - wird er das können. Keiner kennt deinen Vertrag noch hat einer von uns ihr Ahnung was sonst bei dir so abgelaufen ist - vielleicht vorher eine Abmahnung etc. Oder warum es überhaupt zur Kündigung kam!?!? Das wird dir mit Sicherheit nur ein Anwalt sagen können der alle Unterlagen von dir gesichtet hat und alle Umstände kennt.

Antwort
von qtbasket, 286

So richtig rückst du eigentlich nicht damit heraus, worum es eigentlich geht. Dann in den Nebel hinein gute Ratschläge beamen, das geht nicht so einfach. Deine aussage mit der unsachgemäßen Reparatur hilft wirklich nicht viel - man muss schon die genauen Umstände kennen.

Nur soviel: Es ist nicht legal, wenn dein Arbeitgeber die einfach so von deinem Gehalt etwas abzieht. Du kannst und du solltest dir dazu arbeitsrechtliche Hilfe holen - eigentlich könntest du deinen Arbeitgeber sogar vor dem Arbeitsgericht verklagen. Nur in der ersten Instanz zahlt jede Partei ihre Kosten dort selbst.

Einfach ist es mit der zuständigen Gewerkschaft oder dem Betriebsrat das zu besprechen, nur dort wo Arbeitgeber wie kleine Fürsten agieren gibt es zumeist keinen Betriebsrat.

Antwort
von wfwbinder, 310

Was sollst Du falsch repariert haben?

Die eigene Arbeit bei einem Kunden?

ein betriebliches Gerät?

Einen Schaden mußt Du als Arbeitnehmer nur bezahlen, wenn Du grob fahrlässig, oder vorsätzlich gehandelt hättest.

Also ruhig mal an den AG rangehen udn die Sache besprechen.

Habt ihr einen Betriebsrat, oder Obmann?

Kommentar von mig112 ,

EHEMALIGER Arbeitgeber plus Frage-Gegenstand hört sich nicht gerade nach friedlicher Trennung an...

Antwort
von Privatier59, 257

Der Sachverhalt bietet wegen seiner Dürftigkeit wenig Möglichkeit zu einer abschließenden Bewertung. Bloße Schlechtleistung berechtigt im Normalfall nicht dazu, Ansprüche gegen Arbeitnehmer geltend zu machen. Besonders den kleinen Arbeitgebern aber ist das Arbeitsrecht nicht bekannt, bzw., sie scheren sich nicht darum. Bleibt nur die Klage zum Arbeitsgericht.

Kommentar von vulkanismus ,

Na klar. So sind wir Deutschen. Wegen 200 Euro sofort zum Gericht rennen.

Kommentar von Privatier59 ,

Niemand verlangt, dass man rennt. Wozu gibt es Busse und Bahn?!

Kommentar von mig112 ,

Ich bezweifle stark, dass das Arbeitsgericht zuständig ist! Eher das AMTSGERICHT...

Kommentar von Privatier59 ,

Das königlich bayerische vielleicht.Inzwischen sind aber 100 Jahre vergangen.

Kommentar von williamsson ,

Um was es im einzelnen geht ist mir auch nicht klar geworden. Aber den Klageweg aufzuzeichnen, ist die einzig mögliche Hilfe.

Kommentar von mig112 ,

Ok, Privatier, du bist der Jurist von uns beiden... aber es ist doch nicht nachvollziehbar, dass der Geschädigte beim Obsiegen -was im geschilderten Fall eindeutig so sein wird- seine Rechtskosten selbst zu tragen hat!??

Kommentar von Privatier59 ,

Nun ja, weder Gesetzgeber noch Richter müssen die Kosten tragen. Was juckt es die dann?

Antwort
von mig112, 187

Die Abzüge sind definitiv unberechtigt! Wenn du dich wehren willst, sprich mit einem Anwalt. Die Kosten des Rechtsstreites, ggf. vor dem Amtsgericht, wird letztlich der Arbeitgeber tragen müssen.

Übrigens ganz im Gegensatz zum Arbeitsgericht, wo erstinstanzlich jede Partei ihre Kosten selber trägt.

Antwort
von nuevo123, 197

es klingt so, als wäre das nicht korrekt, aber wir kennen den Vertrag nicht, auch nicht den Sachverhalt und auch nicht, was bisher vorgefallen ist während deiner Tätigkeit bei der Firma.

Was sollst du denn unsachgemäss repariert haben? Wieso ist dieser Fall nicht versichert?

Antwort
von Zitterbacke, 144

Ja .

Was kommt `raus ? Ein Vergleich über 100 Euro !

Anwaltskosten von ... . ??

Denke einfach darüber nach !

Alles Gute . Gruß Z... .

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community