Frage von Fenix71, 389

Steueridentifikationsnummer vertauscht

Hallo zusammen, ich brauche dringend einen guten Rat. Heute habe ich von meiner Personalabteilung erfahren, dass meine Identifikationsnummer falsch wäre. Wie meine Nummer damals mitgeteilt wurde weiss ich nicht. Angeblich stand diese auf der Lohnsteuerkarte für 2010 drauf, aber nicht von mir. Wie es der dumme Zufall will, gibt es mit dieser Nummer einen Menschen der am gleichen Tag geboren wurde wie ich. Darum ist der Fehler nicht aufgefallen, sondern erst als dieses Jahr dessen Arbeitgeber des anderen Menschen ihn anmelden wollte. Ich hatte seit dem 01.09.2013 seine Steuerklasse 3 mit 3 Kindern anstatt 1 und er bekam Steuerklasse 6. Wegen den Beschwerden ist der Fehler aufgefallen. Meine Fa. meint, für sie wäre der Fall jetzt erledigt, da meine richtige Nummer jetzt bekannt ist. Eine Korrektur der Lohnabrechnungen für 2013 oder 2014 gäbe es nicht und das Finanzamt würde sich bei mir melden :-(

Das Finanzamt will jetzt bestimmt auf einen Schlag die Kohle zurück. Ich kann doch nix für den Fehler den irgendjemand gemacht hat!! Eine info habe ich nicht bekommen. Meine monatlichen Gehälter waren auch nicht plötzlich höher als sonst. Laut Rechner ca. 300 netto, und das wäre mir bestimmt aufegefallen, da ich die Abrechnungen kontroliere (bis auf die Steuerklasse)

Ich bin da gerade sehr verzweifelt was ich wie machen soll.

Ist es richtig das der AG keine Korrektur mehr machen kann???

Wer kann mir klare Hilfestellungen geben???

Viele Grüße aus NRW und Danke vorab

Antwort
von tulpe77, 347

Der AG ist nicht dazu verpflichtet, diese Korrekturen zu machen. Aber anders: würde er es machen, dann würde er dir für den Zeitraum 2013 und 2014 (bis heute) die Abzüge aufbrummen, die du vom Finanzamt zu erwarten hast. Das ist letztlich (fast) das gleiche, oder? So würdest du sofort über den AG die Abgaben an das Finanzamt durchführen - das, was zu wenig gezahlt wurde.

Auf den Abrechnungen hätte man doch lesen können, welche Steuerklasse du hast, also die 3. Und da hätte dir auffallen müssen/ können, dass da was nicht stimmt. Auf die Kinderanzahl könnte man ablesen.

Sei es wie es ist.... Das Finanzamt wird sich melden und du wirst Steuern nachzahlen müssen. Das ist nun so und daran wird man wenig ändern können. Den Vorteil, dass der Arbeitgeber die Lohnabrechnungen ändert, kann ich nicht erkennen.

Antwort
von wfwbinder, 279

Das Finanzamt wird Dir Aufforderungen senden Einkommensteuererklärungen abzugeben.

Du hast Doch die Jahresbescheinigung 2013.

Also mache einfach Deine Erklärung über www.Elster.de, dann weißt Du schon, was Dich für 2013 erwartet.

Für 2014 kann der Arbeitgeber definitiv ncihts machen udn für 2014 willst Du das auch nciht. Wenn es wirklich 300,- Euro Unterschied für Dich sind, dann wären das für Jan. - Juli 2.100,- Euro. Wenn Dir die auf einen Schlag fehlen, wäre doch übel.

Dann lieber ab jetzt jeden Monat was zurück legen und dann in 2015 nach Der Steuererklärung zahlen.

Kommentar von Fenix71 ,

Hallo, den Lohnsteuerjahresausgleich für 2013 habe ich noch nicht gemacht.

ich habe einen kleinen Rechenfehlerdrin, denn ich wurde erst Sep. 2013 fälschlicher Weise in Klasse 3/3 geschoben, ohen es zu wissen. Darum habe ich erst ab Sep. 2013 zu wenig Steuern gezahlt.

Es gab öfters nachträglich Korrekturenseitens des AG, da ich im Aussendienst bin. Warum jetzt nicht? Ich wollte eine Korrektur beim AG haben, da ich die Differenzen abstottern kann.

Danke für die Antwort.

Kommentar von EnnoBecker ,
Hallo, den Lohnsteuerjahresausgleich für 2013 habe ich noch nicht gemacht.

Nein, den macht ja auch der Arbeitgeber.

http://www.finanzfrage.net/tipp/lohnsteuerjahresausgleich-oder-einkommensteuerer...

Kommentar von Fenix71 ,

dann halt dein Einkommensteuererklärung......

Antwort
von billy, 160

Jetzt warte doch zunächst die Reaktion des Finanzamtes ab. Ich gehe mal davon aus das die Steuererklärung für 2013 schon erledigt ist. Die Lohnabrechnungen für 2013 können laut AG nicht mehr geändert werden, bei denen aus 2014 müsste es aber noch möglich sein.

Kommentar von Tina34 ,

nein kein Arbeitgeber ändert - er darf das nicht wenn er per Elster abruft!!!

Der Mitarbeiter ist verpflichtet seine Daten ändern zu lassen und der Arbeitgeber bekommt die neuen Daten eingespielt....

Kommentar von Fenix71 ,

Hallo Tina,

Du solltest die Frage/Aufgabe richtig lesen!!!!!

Ich bin und war immer Steuerklasse 1 und habe keinen Nebenjob! Meine Daten sind korrekt beim FA hinterlegt! Irgendjemand hat eine ID auf meine Lohnsteuerkarte 2010 geschrieben. Die Überprüfung (ID + Geburtsdatum) war zufällig positiv und habe keine Mitteilung des Missstandes erhalten! Deswegen habe ICH keinen Fehler gemacht. Hätte ich eine Info bekommen, ich ich die falsche ID und die falschen Steurklassen korregieren lassen!

Kommentar von Fenix71 ,

Der AG kann doch die Änderungen der Abrechnungen machen, da er dieses bei Fehlern von Spesen oder Überstunden auch macht. Es wird zwar der Betrag im nächsten Monat gezahlt, aber es gab rückwirkend Korrekturen!

Ach so, meine ID und deren Status ist korrekt beim FA hinterlegt gewesen!!! Sie wurde nur, mit einer zufällig passenden, vertauscht. Das System sollte auch noch den Namen der Person bei der Prüfung mit einbeziehen, dann passieren auch nicht dieser unglücklichen "Glücktreffer"

Kommentar von Tina34 ,

noch einmal der AG wird weil es sich um die Identifikationsnummer handelt keine Änderung vornehmen!

Hast du den dem Arbeitgeber mittlerweile die richtige Identifikationsnummer gegeben?

Und noch einmal egal ob du keinen Fehler gemacht hast oder nicht dein AG darf nicht mehr die ihm übermittelten Steuerklassen manuell ändern!!!

Damit ist es ganz besonders wichtig das er die richtige Nr. von dir erhält!

Jeder Mitarbeiter ist dafür verantwortlich das dem Arbeitgeber die richtige Nr. übergeben wird.

Und egal wie oft du das anders haben willst, dein AG wird diesen Punkt nicht ändern, weil er es gar nicht darf bzw. das Programm es nicht zulässt.

Kommentar von Tina34 ,

Muss der Arbeitgeber die ELStAM auf Richtigkeit prüfen? Nein. Der Arbeitnehmer kontrolliert die Steuerabzugsmerkmale selbst, entweder durch eine Prüfung seiner Entgeltabrechnung oder die Einsicht seiner ELStAM über www.elsteronline.de. Sollte ihm auffallen, dass die ELStAM nicht korrekt sind, muss er den Weg über das Finanzamt gehen. Für den Arbeitgeber sind die empfangenen ELStAM absolut bindend. Sollten Lohnsteuerabzugsmerkmale beim Finanzamt geändert werden, kann es zu Rückrechnungen kommen, da das Wirksamkeitsdatum einer Änderung auch in einem bereits abgerechneten Zeitraum liegen kann. Wenn das Finanzamt die Daten einspielt wird geändert ansonsten nicht!

Antwort
von Gaenseliesel, 193

Hallo,

dieser Link hilft dir hier zwar nicht sonderlich aber immerhin, du stehst nicht allein, beruhigend ?

http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/tausende-falsche-steuernummern-verteilt...

Tipps zu, wie damit umgehen, hast du bereits bekommen ! K.

Kommentar von Fenix71 ,

Moin moin,

danke für Deine Antwort und den Link.

Dieses trifft bei mir nicht zu.

Irgendjemand hat eine ID auf meine Lohnsteuerkarte 2010 geschrieben, die zufällig plausibel war. Leider wird bei der Überprüfung nicht der Name mit eingebunden, sondern nur ID + Geburtsdatum.

Meine ID ist nach wie vor gültig und mit den richtigen Daten hinterlegt.

Korrektur des AG erwünscht, da ich in Raten tilgen kann.

Antwort
von Tina34, 137

der Arbeitgeber ändert in der Regel keine Gehaltsabrechnungen. Nach Einführung von Elstam ist er nicht mehr zuständig für Korrekturen. Wenn du ihm eine Ersatzbescheinigung vom Finanzamt vorlegst wird er das für die zukünftigen Abrechnungen tun.

Seit Elstam ist jeder Angestellte selber dafür verantwortlich welche Daten bezüglich Steuerklasse / Kinder / Kirche etc. gespeichert sind und nur er kann diese ändern lassen.

Ach so den Fehler hat niemand gemacht sondern du bist verantwortlich dafür deine Daten zu kontrollieren! Ach so jeder Bürger ist angeschrieben wurde und ihm wurde mitgeteilt welche Steuerklasse etc. gespeichert ist!!!

Kommentar von Fenix71 ,

Hallo Tina,

Du solltest die Frage/Aufgabe richtig lesen!!!!!

Ich bin und war immer Steuerklasse 1 und habe keinen Nebenjob! Meine Daten sind korrekt beim FA hinterlegt! Irgendjemand hat eine ID auf meine Lohnsteuerkarte 2010 geschrieben. Die Überprüfung (ID + Geburtsdatum) war zufällig positiv und habe keine Mitteilung des Missstandes erhalten! Deswegen habe ICH keinen Fehler gemacht. Hätte ich eine Info bekommen, hätte ich die falsche ID und die falschen Steuerklassen sofort korregieren lassen!

Der AG kann doch die Änderungen der Abrechnungen machen, da er dieses bei Fehlern von Spesen oder Überstunden auch macht. Es wird zwar der Betrag im nächsten Monat gezahlt, aber es gab rückwirkend Korrekturen!

Ach so, meine ID und deren Status ist korrekt beim FA hinterlegt gewesen!!! Sie wurde nur, mit einer zufällig passenden vertauscht!! Das System sollte auch noch den Namen der Person bei der Prüfung mit einbeziehen, dann passieren auch nicht dieser unglücklichen "Glücktreffer"

Antwort
von EnnoBecker, 86

Versuchen wir mal, die Sache zu entschärfen.

So wie ich es verstehe, hast du (bzw. dein AG) deinen zweiten Job auf Grund eines Fehlers mit Steuerklasse 3 mit 3 Kindern lohnversteuert - und damit viiiieeeeel zu wenig Steuern bezahlt. Ist das so richtig?

Stark vereinfachtes Beispiel:

Du hast 1.000 Kopeken verdient und keine Lohnsteuern wurden abgezogen. Richtig gewesen wären aber 400 Kopeken Abzug. Du hättest also - wäre es richtig gelaufen - 600 Kopeken im Sparschwein. So sind es aber eben 1.000.

Jetzt machst du die Einkommenstuererklärungm zu der du wegen der Lohnsteuerklasse (3 oder 6 ist wurscht) ohnehin verpflichtet bist.

Das Finanzamt stellt fest, dass du 400 Kopeken zuwenig an Steuern bezahlt hast und fordert die nun ein.

Du nimmst also diese 400 Kopeken und gibst sie dem Finanzamt. Dir bleiben genau die 600, die dir ohnehin zustehen.

Es entsteht dir also kein Schaden.

Stimmst du soweit zu?

Okay.

Also, warum sollte der AG eine Korrektur vornehmen (über die Möglichkeiten hierzu wurde ja bereits philo^^^geschrieben)? Es wäre nicht logisch.

Wenn du die Sache zu Ende denkst, wirst du feststellen, dass hier formal alles richtig ist.

Der eigentlich Nachteil bei der ganzen Sache entsteht dann, wenn man sich von Geld trennen muss, welches man eigentlich schon als "seins" betrachtet hat, vielleicht steht sogar schon der neue Fernseher im Wohnzimmer.

Aber auf das Verwendungsverhalten nimmt unser Rechtssystem keine Rücksicht. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man sein Portemonnaie öffnen muss - aber es ist sicherlich noch ärgerlicher, wenn Leute, die Geld, was ihnen letzlich nicht zusteht, behalten dürfen, weil sie es schon ausgegeben haben.

Ein bisschen ist diese Logik wie in § 40 AO zu verstehen. Dort heißt es, dass auch illegale Geschäfte (Waffenhandel, Menschenhandel usw.) ganz normal versteuert werden. Das mag komisch klingen, aber noch seltsamer wäre es wohl, wenn solche Geschäfte nicht besteuert würden.

Oder?

Kommentar von Fenix71 ,

Hallo

Danke für Deine Antwort, aber Du hast da etwas anders aufgefasst.

Ich bin und war immer Steuerklasse 1 und habe keinen zusätzlichen Job!!!

Irgendjemand, also ich nicht, hatte eine ID auf meiner Steuerkarte 2010 geschrieben und wurde letztes Jahr damit angemeldet. Zufällig hat diese Person das gleiche Geburtsdatum (es werden bei der ANmeldung nur ID + Geburtsdatum geprüft, nicht der Name!) Ich habe keine Info darüber bekommen das es Unstimmigkeiten mit meinem "Status" gibt. Der Fehler ist jetzt erst aufgefallen, weil der eigentlich Besitzer mit dieser Nummer nicht angemeldet werden konnte.

Ich möchte, dass der AG einen Korrektur der Abrechnungen macht (macht er sonst bei Unstimmigkeiten von Spesen oder Überstunden auch), da ich die Differenzen in Raten tigen kann, anstatt an einem Stück!

Es ist mir nun bekannt das ich Geld habe welches ich eigentlich nicht haben sollte, das ist logisch und klar. Es geht darum, das ICH KEINEN FEHLER gemacht habe, sondern jamnd anderes und ich jetzt die A....karte habe und ich möchte da schonend raus. Den Lohnsteuerjahresausgleich 2013 habe ich noch nicht gemacht und nach Eingabe der Grunddaten muss ich 2500€ nachzahlen......

Ich will keinen Kredit aufnehmen......

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