Frage von lazyjo08, 16.1 Tsd.

Gibt es eine Höchstgrenze bei Bareinzahlung ?

Hallo erstmal,

weiß jemand von Euch, ob es eine Höchstgrenze bei Bareinzahlungen aufs Girokonto gibt, ohne in den Verdacht der Geldwäsche zu geraten ? Ich habe mal davon gehört, daß Banken da generell erst einmal mißtrauisch sind. Oder liege ich da falsch ?

Danke schonmal.

LG,lazyjo...

Vielen Dank schonmal.

LG,lazyjo...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern, 15.2 Tsd.

Es gibt keine Höchstgrenzen für Bareinzahlungen. Denke nur mal an Supermärkte und Kaufhäuser, die einen deutlichen Tagesumsatz in bar machen. Casinos und Wettbüros wären ein anderes, typisches Beispiel.

Bei Beträgen im 5-stelligen Bereich und höher liegt jedoch eine erhöhte Wachsamkeit der Banken vor, die auch gesetzlich motiviert ist ;-) Die Mindestanforderung ist daher ab ca. 5-stelligen Beträgen die Identifikation des Einzahlers mit Ausweis.

Letztendlich stellt aber alles kein Problem dar, wenn nachzuweisen ist, warum diese Einzahlung in bar erfolgen muß und woher das Geld stammt - insbesondere, ob das Geld aus legalen, versteuerten Quellen stammt.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 12.8 Tsd.

1. Es gibt keine Höchstgrenze.

2. Der Geldwäscheverdacht ist schon möglich. Da kommt es drauf an, wie die Verbindung zur Bank ist. Wenn die Bank den Einzahler und seine Geschäfte kennt, dann kann sie das einschätzen.

3. Wenn das einer macht, der gestern das Konto eröffnet hat, wird in dem Moment das Konto gekündigt, wo er mit 250.000,- cash auftaucht und nicht minutiös erklären kann, woher das Geld ist und warum diese Transaktion in Bar erfolgen muss.

Antwort
von Rastlos, 11.9 Tsd.

Es gibt keine Höchstgrenzen fürs Einzahlen. Beim Abheben vielleicht schon, weil die Bank das Geld ja erstmal vorrätig haben muss ;)

Früher mussten Bankangestellte bei 20.000 DM einen Bogen zum Geldwäschegesetzt ausfüllen und Perso kopieren - ob das heute analog mit 10.000 Euro so ist, weiß ich nicht, fände ich aber logisch

Als ich vor drei Jahren ein paar Tausend Euro bar abhob, wurde ich nett aber durchaus interessiert gefragt, warum ich das bar mache - und beim Einzahlen dann genau so (hatte aber einen guten Grund, der nichts mit Geldwäsche zu tun hatte ;)

Antwort
von Privatier59, 11.3 Tsd.

Bei Einzahlungen ab 15.000 Euro bzw. Sorten (= Fremdwährung)  im Gegenwert von 2.500 Euro ist eine Identifizierung des Einzahlers in Deutschland zwingend vorgeschrieben.

Allerdings setzt die Schwelle bei Auffälligkeiten im Zahlungsvorgang deutlich tiefer ein. Ich stand neulich mal am Banktresen und bekam mit, wie ein Kunde 5000 Euro in bar einzahlen und gleich wieder abheben wollte. Kontoinhaberin war offenkundig eine Frau die neben ihm stand. Der Einzahler wurde vom Kassenpersonal geben, seinen Ausweis vorzulegen weil eine Geldwäscheüberprüfung stattfinden müßte. Was Hintergrund dieses doch sehr merkwürdigen Vorgangs war, weiß ich natürlich nicht.

Antwort
von Finanzschlumpf, 9.630

Für den Verdacht gibt es keine Höchstgrenze. Der kann immer dann aufkommen, wenn es "riecht".

Insgesamt, also mit oder ohne Verdacht, rein technisch gesehen, gibt es keine Höchstgrenze. Große Beträge "dauern" halt bis sie gezählt sind.

Die gesetzlich notwendige Feststellung der Personalien ab gewissen Beträgen bedeutet meines Wissens aber nicht ( leider ) dass auch gleich eine Meldung gemacht wird. Bei einem Privatmenschen kann ich mir kaum vorstellen, dass alles was über einen Gebrauchtwagen hinaus geht, noch "legal" sein kann.

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