Frage von vertrieb00, 1.165

Ich arbeite im Außendienst, mein Chef zahlt keine Spesen, muß mir die Tagesspesen über die Steuererklärung holen, gibt es hier Formulare?

Ich arbeite im Außendienst / Vertrieb und mein Arbeitgeber zahlt keine Spesen. Somit muss ich mir die Tagesspesen über die Steuer nachträglich wiederholen.

Gibt es dafür Formulare? Reicht dem Finanzamt wenn ich schreibe dass ich im Jahr 2015 zB. 30x über 8 Stunden, 10x über 14 Stunden etc. angebe oder muss ich jeden Tag detailliert angeben mit allen Hotelbelegen?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Antwort
von NickgF, 1.050

Nur der Arbg kann deine Übernachtungskosten pauschal mit 20 €/Tag steuerfrei vergüten.

Macht er das nicht, musst du dem Finanzamt jeden Übernachtungs-Euro durch Beleg-Rechnungen selber nachweisen (nur bei Auslandsübernachtungen kannst du hierfür die Auslands-Pauschalen ansetzen).
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Weitere RK-Muster lassen sich sicher zahlreich im Web finden
http://www.der-buchhalterverein.de/service-wissen/reisekosten/

Antwort
von Mikkey, 948

Du solltest schon eine Aufstellung haben, welche Reisen Du im Lauf des Jahres unternommen hast. Ideal wäre ein Fahrtenbuch.

Belege brauchst Du nur, wenn die Kosten höher waren, als es die Pauschalen angeben.

Kommentar von vertrieb00 ,

Ein Fahrtenbuch habe ich nicht, da ich mit der 1% Regelung fahre. Es wäre ja mega aufwendig jeden Tag rauszuschreiben - ich bin jeden Tag unterwegs - darum meine Frage :/

Kommentar von Mikkey ,

Aber irgendwo muss es doch wenigstens einen Terminkalender geben.

Grundsätzlich musst Du die Aufwendungen nur glaubhaft machen, nicht beweisen. Aus der Sicht des Bearbeiters beim Finanzamt würde ich mich schon fragen, wo Du die Summen her hast, wenn Du die einzelnen Tage nicht nachvollziehen kannst.

In der Zeit, als ich mit doppelter Haushaltsführung gearbeitet habe, habe ich mir die Heimfahrten und die anfänglichen Verpflegungsaufwendungen per Tabellenkalkulation notiert.

Kommentar von LittleArrow ,

Mikkey, Du gibt hier die richtigen Empfehlungen.

In folgendem Punkt wäre ich aber etwas vorsichtiger:

per Tabellenkalkulation notiert.

Etwas authentischer sind fortlaufende handschriftliche Aufzeichnungen, auch wenn darin Tage aufgeführt werden, für die keine Verpflegungspauschalen anfallen. Die Kopie dieser Aufzeichnungen können einer Excel-Aufstellung beigefügt werden, so dass der Steuerinspektor bei Bedarf auf die Aufzeichnungen zurückgreifen kann.

PS. Ein Fahrtenbuch in Form einer Exceltabelle wird wegen der nachträglichen Manipulationsmöglichkeiten nicht akzeptiert.

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