Frage von dasUwe, 353

Wie bekomme ich sechzig Cent pro Kilometer vom Finanzamt ?

Ich fahre für die BVG in Berlin Bus. An wechselnden Einsatzstellen im Stadtgebiet von Berlin. Ich wohne außerhalb von Berlin und fahre täglich 40km für eine Fahrt. Mein Nachbar hat die selben Voraussetzungen und bekam 60 Cent/ pro Km ! Wie hat der das gemacht? Wie muss ich das beantragen? Kann ich einen Einspruch formulieren wenn ich nur die 30 Cent pro Km vom Finanzamt bekam?

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 353

60 Cent pro Kilometer?

Auf welcher Rechtsgrundlage.

30ct. Pro Entfernungskilometer zum Arbeitsplatz.

Oder 30 ct. pro Kilometer (zurückgelegter Kilometer) für Dienstfahrten, die vom Arbeitgeber nicht erstattet werden.

60 Ct. Pro Kilometer könnte der Arbeitgeber erstatten, aber dann wären die 30 ct. mehr steuerpflichtig.

Und vom Finanzamt bekommt man gar kein Kilometergeld, sondern die oben genannten Beträge lediglich als Werbungskosten angerechnet und somit das Einkommen entsprechend gemindert, was zu einer Steuerermäßigung führt.

Wenn Dein Nachbar behauptet er hätte vom Finanzamt 60 Ct. pro Kilometer ausgezahlt bekommen, hat sich entweder der Finanzbeamte eines schweren Dienstvergehens schuldig gemacht, oder man könnte sehr viel Geld mit dem Zeug verdienen, was er raucht (Achtung, nicht am Handel beteiligen, schwere Strafen drohen).

Kommentar von wfwbinder ,

Natürlich auch nur für Kilometer, für die man keinen Dienstwagen hat.

Dienstwagen ist das Auto, was man im Dienst auf Dienstfahrten fährt.

Oft sind es Mercedes Fahrzeuge. Bei Rosberg eine Formel 1 Wagen, bei Busfahrern ein Mercedes Bus.

Kommentar von Primus ,

;-)))))

Kommentar von Zitterbacke ,
Bei Rosberg eine Formel 1 Wagen

Damit fährt er aber sicher nicht nach Monaco !! Sondern nur durch(Arbeitsstelle) . ;-)))

Kommentar von wfwbinder ,

Dienstwagen ist es trotzdem. Ausserdem sind Hamilton und er zu der Gruppe derer gehörig, die zwei Mercedes als Dienstwagen haben, denn einen mit Straßenzulassung haben die beiden bestimmt jeder zusätzlich.

Aber ich stellte mir gerade vor, wenn Busfahrer den Dienstwagen auch privat nutzen dürften. Einmal wegen der Höhe der 1 % Regelung udn zweitens, wenn man den dann auch für die Urlaubsreise nutzt.

Kommentar von freelance ,

wäre ja mal toll, wenn ein Formel 1 Wagen auch privat zur Verfügung gestellt würde. Wie sähe dann wohl die 1%-Regelung aus? :)

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt, problematisch, es mangelt am Listenpreis.

Kommentar von FREDL2 ,

@wfwbinder + freelance: da mangelts an gar nichts. Kam schon vor - wenn auch nur ein Donkerfort. Auch dafür gibts Listen.

Kommentar von wfwbinder ,

Ein Donkerfort ist ja auch kein Formel Rennwagen. Die Kisten bekommt man ja fast "von der Stange."

Aber richtig, wo ein Wille, da ein Weg.

Antwort
von FREDL2, 272

Ungeahnte Möglichkeiten! Gib doch bitte bekannt, welches FA auszahlt - egal, ob 0,30 oder 0,60. Ich würde einen Umzug erwägen.

Scherz beiseite.

Kein FA zahlt irgendjemandem Kilometergeld (Reisekosten) oder Fahrtkostenerstattung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsort. Diese beiden Begriffe werden des Rätsels Lösung sein. Du hast Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsort, dafür kannst Du 0,30/einfache Strecke absetzen, Dein Nachbar wird Dienstreisen haben, dann sind Hin- und Rückweg steuerlich relevant.

Dienstreise heisst, er fährt von seiner Wohnung zum Kunden oder Einsatzort, der nicht die eigene Firma ist und retour.

Ist das so?

Antwort
von freelance, 235

60 Cent/ km? Wofür?

Der Nachbar kann dir sicher erklären, wie er das gemacht hat. Oder ob er dir einen Bären aufbinden will.

Übrigens wird auch er die 60 Cent/ km nicht vom bekommen haben, sondern diese in irgendeiner Form steuerrelavant angesetzt haben. Keiner bekommt vom FA für seine Fahrerei was.

Antwort
von vulkanismus, 204

Lass den Einspruch durch den Nachbarn formulieren. Der lügt besser.

Kommentar von Gaenseliesel ,

DH ! super auf den Punkt gebracht ! :-)) K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Sehe ich anders, aber offenbar ist mein Post in der Bahn nicht durchgekommen.

Auch wenn das FA dem Nachbar geglaubt hat: Wenn jemand für jeden Kilometer 60 Cent vom FA ausgezahlt haben möchte, kommt er schneller zum Ziel, wenn er es mit vorgehaltener Waffe versucht. Studie haben nämlich gezeigt, dass bei Forderungen, die mit vorgehaltener Wafffe vorgetragen werden, die Ansprechpartner kooperativer sind also ohne Waffe.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Ja gut, welches Mittel zum Zweck führt sei dahin gestellt, allein der (Miss-) Erfolg zählt ! ;-) K.

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