Frage von haukalp, 275

Wir hatten einen Wassereinbruch im Auto - wer kommt für die Kosten auf?

Mein Golf 7 hat folgendes Problem : Der Boden Fahrerseite ist sowohl vorne als auch hinten klitsch nass. Seit ca 2 Monaten habe ich auch mit stark beschlagenen, tropfnassen Scheiben zu kämpfen gehabt. Das waren sozusagen die ersten Anzeichen für den Wasserschaden von unten. Beim Absuchen vor nem Monat nach Feuchtigkeit war noch alles trocken. Am 24.12. dann auf dem Weg zur Arbeit sah ich das Übel...überalle Wasser auf dem Boden links vorne als auch hinten. Schnell hat sich jetzt auch schon Schimmel am Sitz und unter dem Sitz gebildet. Bin am 24.12 morgens dann noch direkt in eine offene Werkstatt. Die haben mein Fahrzeug 2 h geprüft und festgestellt, dass der Wassereinbruch nicht von Außen kommt. Also nicht über Dach, Dichtungen, Unterboden, Türen, Lautsprcher etc. Sie konnten nicht feststellen wo der Schaden herkommt. Vermutung Klimaanlage. Er meinte, dass die Schläuche evt falsch verbaut sind und das Wasser zwischen Boden und Unterboden abgeführt wird und der Platz für das Wasser jetzt voll war und es deshalb nach oben ins Auto drückt. Das klingt für mich sehr wahrscheinlich. Weiterhin sind in dieser Baureihe bereits Fahrzeuge mit dem identischen Problem bekannt. Jetzt zur Finanzfrage:

Ich habe keine Garantie mehr für dieses Fahrzeug, So ein Wasserschaden ist meist etwas wovon man viele Jahre später noch etwas von merkt. (Schimmel (Gesundheit), Elektronik) ... Für den Fall, dass es sich um einen Werksfehler handelt - Wer kommt für die Kosten auf? Wie sollte ich bei dieser Problematik vorgehen? Eigentlich sehe ich es nicht ein für einen eventuellen Fehler, der von Grund auf so gebaut wurde nur irgendeinen Cent zu zahlen...

Wer kann helfen bzw hat Vorschläge und Tipps damit das Auto nicht zum großen Verlustgeschäft wird? Kommt dafür eine Versicherung auf?

Antwort
von Magges, 167

generell gilt bei Kraftfahrzeugen ist man für zwei Jahre abgesichert. Bei Wassereinbruch in den Innenraum ist meist nicht mal mehr eine Kulanz möglich. Viele Hersteller geben auf viele Teile bis zu 6 Jahren Kulanz anteilig. Allerdings nur bei Inspektionspflege in einer Markenwerkstatt, da Kulanz eine freie Leistung der Hersteller ist.

Zum Problem wie schon beschrieben; Wärmetauscher Frostschutz schmeckt süß, meist allerdings verstopfte Abläufe durch viel Laub und Schmutz. Am besten selbst mit Wasserschlauch prüfen und eine zweite Person legt sich in das Fahrzeug mit Taschenlampe.

Antwort
von Elamaus, 164

Das gleiche Problem hatte ich auch, es war der Wärmetauscher !! Wurde repariert, jetzt allerdings nach !! der Reparatur drückt es Motoröl in den Kühler = Motorschaden, laut Werkstatt rentiert sich eine Reparatur nicht mehr, Hunday Diesel 6 Jahre alt nur 120 000 km......

Antwort
von hildefeuer, 146

Hast Du mal den Pollenfilter wechseln lassen? Darüber ist ein Wasserschutz, der beim Einbauen gern reißt, Dann kommt bei Regen Wasser in die Fahrgastzelle. Deine Theorie mit Klimaanlage ist Unsinn. Wer fährt schon im Dez. mit Klimaanlage. Ich würde mich bei Werkstätten auch nie auf Vermutungen einlassen. Das führt zu sehr hohen Kosten. Das eingetretene Wasser, schmeckt das süss? Dann ist es Kühlflüssigkeit und der Wärmetauscher ist hin. Weil Du die Heizung voll an hattest, ist besonders viel ausgetreten.


Kommentar von hildefeuer ,

hier noch ein paar linkes zum falsch montierten Klimaanlagen-Ablaufschlauch:

http://www.autobild.de/artikel/vw-golf-vii-skandal-im-dauertest-4362680.html

http://www.derwesten.de/auto/auto-news/vw-golf-7-verarbeitungsmangel-fuehrt-zu-w...

http://www.focus.de/auto/news/autoabsatz/skurriler-verarbeitungsmangel-neuer-vw-...

ich würde bei einer VW Werkstatt Druck machen, das die das auf Kulanz regeln. Ist ja Fehler bei der Produktion. Zahlen würde ich keinen Pfennig.

Kommentar von wurzlsepp6682 ,

ich!

bei mir läuft die Klima das ganze Jahr ...

Antwort
von Privatier59, 205

Die Daten sind  einzelnen nicht bekannt. Ich unterstelle daher, daß  es wirklich weder Garantie noch Gewährleistung gibt.

Wenn nicht gerade eine Reparaturkostenversicherung besteht, gibt es auch keine Versicherungsansprüche.

Was bleibt ist der § 823 Abs.1 BGB. Verursacht ein abgrenzbares Bauteil einer Sache einen Schaden am Rest der Sache so kann ein Anspruch auf Schadensersatz bestehen.

Die Rechtsprechung zur Anwendung des § 823 BGB in solchen Sachen ist aber so kompliziert und kasuistisch, daß ich dringend anwaltliche Beratung empfehle. Außerdem ist die Beweissicherung durch einen Sachverständigen unbedingt erforderlich.


Antwort
von Apolon, 97

Hier könnte evt. nur ein Gutachten eines Kfz-Sachverständigen helfen.

Außerdem müsste man beweisen können, dass es sich tatsächlich um einen Werksfehler handelt, dann könnte man mal Kontakt mit dem Werk aufnehmen. Alternativ einen Rechtsanwalt damit beauftragen.

Möglich wäre ja auch, eine fehlerhafte Reparatur einer Kfz-Werkstatt.

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