Frage von joheista, 2.839

Schöffen-Entschädigung bei der Einkommensteuer angeben?

Seit diesem Jahr bin ich als Schöffin am Landgericht tätig. Dafür bekam ich auch eine Aufwandsentschädigung, Fahrtkostenerstattung, Erstattung Parkgebühren.

Jetzt wollte ich gerne wissen, ob ich diese Aufwandsentschädigung bei der Einkommenststeuer-Erklärung (als Einnahmen oder wie auch immer) der angeben muß? Gibt es da Freibeträge?

Ein Anruf beim Finanzamt brachte für mich mehr Verwirrung als Aufklärung. Vielleicht kann mr hier jemand helfen....

Vielen Dank schon mal vorab

Antwort
von Privatier59, 1.641

Hier gibt es dazu eine Antwort:

http://www.wiso-software.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=22232

Kommentar von Privatier59 ,

Wenn außerdem Verdienstausfall entschädigt wird, ist folgendes Verfahren zu wählen:

http://www.dvs-verm.de/info/Ratgeber_Mitarbeiter.pdf

Kommentar von joheista ,

da hatte ich schon geschaut, war aber nicht wirklich hilfreich Trotzdem Danke

Kommentar von joheista ,

da hatte ich schon geschaut, war aber nicht wirklich hilfreich Trotzdem Danke

Antwort
von Niklaus, 1.836

Ich bin auch Schöffe auf dem LG. Meine Steuerberaterin teilte mir mit, das ich nichts zu versteuern habe.

Antwort
von Goethe, 2.062

Bei einer ehrenamtlichen nebenberuflichen Tätigkeit für eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Körperschaft bleiben nach § 3 Nr. 26a EStG jährlich € 720,- Ihrer Einnahmen steuerfrei, wenn Sie keine höheren Ausgaben nachweisen.


Quelle: Lexware Steuerlexikon 2014 und 2015.

Sprich: Du musst es in der Steuererklärung angeben, aber es bleibt bis zu einem Betrag von 720,- Euro jährlich steuerfrei. Ich war auch Schöffe und bekam im Schnitt 30,- Euro pro Verhandlung (abhängig von der Stundenzahl und dem Anfahrtsweg). Bei 2 Verhandlungen pro Monat sind das bei mir also ziemlich genau 720,- Euro pro Jahr gewesen. Und darauf wurde nichts besteuert.

Antwort
von LittleArrow, 2.839

Nein.

Nicht nach § 22 Nr. 3 EStG zu versteuern sind z.B. folgende Einnahmen: ... ; die Entschädigung für ehrenamtliche Richter, sog. Schöffen (BMF-Schreiben vom 27.2.1996, FR 1996 S. 328); ... *

Quelle: http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-13509.xhtml?currentModule=home

Viel Erfolg bei Deiner Arbeit als Schöffin!

Kommentar von EnnoBecker ,
Nein.

Die Schlussfolgerung ist unzutreffend.

Nur weil es nicht § 22 Nr. 3 zu versteuern ist, heißt das nicht, dass es überhaupt nicht zu versteuern ist. Vorbehaltlich der normalen Prüfung auf Liebhaberei sind das Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Kommentar von LittleArrow ,

Aber das wäre - emotional gesehen - schade.

Kommentar von joheista ,

wieso Liebhaberei? Und wieso Einkünfte aus Selbständiger Arbeit?

Das Schöffenamt ist ein "Ehrenamt" für das es vom Staat eine Aufwandsentschäfigung gibt.... Aufwandentschädigung für die Zeit, die man im Gericht verbringt und natürlich auch den Auslagenersatz für die entstandenen Fahrtkosten und Parkgebühren.

Kommentar von EnnoBecker ,
wieso Liebhaberei?

Weil die Prüfung der Einkünfteerzielungsabsicht bei jeder Einkunftsart vorzunehmen ist.

Und wieso Einkünfte aus Selbständiger Arbeit?

Weil das BMF klarstellt, dass es keine Einkünfte nach § 22 Nr. 3 sind. Was sollte es dann also sonst sein?

Kommentar von joheista ,

danke für den Link...

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