Frage von AndyS, 62

neuer Dienstwagen minderwertiger

Hallo,

ich erhalte demnächst einen neuen Diesntwagen, weil das Leasing meines derzeitigen ausläuft. Unsere Firma stellt nun daber die Leasinggesellschaft um, somit auch den Fahrzeughersteller. Derzeit fahre ich einen VW 140 PS (Listenpreis 31.500 €) mit mittlerer Ausstattung. Der neue Dienstwagen wird ein Ford 115 PS (Listenpreis ca. 24.500 €) mit geringer Ausstattung. Zusätzliche Austattung geht wohl, aber nur über Eigenanteil. Somit kann es sein, dass ich bei dem neuen Fahrzueg mit ähnlicher Konfiguration zum jetzigen Wagen mehr zahle. Muss ich das als AG so hinnehmen?

MfG Andy

Antwort
von UndertakerOWL, 53

Als Ergänzung zu den bereits gegebenen Antworten würde ich noch empfehlen, den Arbeitsvertrag oder eine mglw. existierende Überlassungsvereinbarung zu überprüfen. Wenn hierin ein gewisser Standard oder Listenpreis festgelegt ist, ist dieser auch zu gewähren. Ist das nicht der Fall, bist Du auf das Wohlwollen Deines AG angewiesen und musst mit der angebotenen Alternative leben.

Antwort
von wfwbinder, 47

Du bekommst einen Dienstwagen gestellt, um Deine Arbeit zu machen.

Kann man mit 115 PS nicht zu den Kunden kommen? Sind die Sitze so schlecht, dass man Rückenschmerzen bekommt? Paßt das, was Du zum Kunden mitnehmen mußt nicht in den Wagen?

Wenn der Arbeitgeber sparen möchte, so ist das so. Ich denke sogar es ist besser er spart am auto, als das er eventuell am Gehalt spart und einen der Mitarbeiter raus wirft.

Wenn Du den Dienstwagen ausserdem privat nutzen darfst (1 % Regelung?), dann sparst Du ja sogar etwas, auch wenn Du nicht mehr so schön fahren magst. Aber wenn das so ist, hast Du ja die Möglichkeit auf die private Nutzung zu verzichten udn brauchst nciht mehr zu versteuern.

Dann kaufst Du dir ein eigenes Auto udn wirst schnell merken, wie teuer die Lösung ist.

Wohlbemerkt, ich kenne das, denn mein Dienstwagen wurde auch mal kleiner (genauer billiger, er war sogar größer) und dass man das nicht so schön finddet. Aber will man die Alternativen?

Kommentar von AndyS ,

die 115 PS waren zur reinen Veranschaulichung auch mit 85 oder 70 PS komme ich von A nach B

Kommentar von wfwbinder ,

Genügsam. unter 240 PS mache ich es nicht. etwa soviel PS hat ein BVG Bus.

Antwort
von vivaGreece, 50

die Frage ist voll mit Befindlichkeiten. Und Kausalitäten, die mir nicht ganz einleuchten. Aber das spielt eher eine geringe Rolle.

Warum der Arbeitgeber die Leasinggesellschaft wechselt und wohl für einen geringwertigeren Wagen eine höhere Rate (oder gleich hohe wie vorher) zahlen will, ist unlogisch. Vermutlich ist die Rate nicht höher, sondern das Budget geringer. Oder die Eckdaten für das Leasing ändern sich wie z.B. die Fahrleistung etc.

Wenn dein Arbeitgeber dir gar keinen Dienstwagen mehr stellt, musst du auch damit legen. Wenn er dir einen Ford zur Verfügung stellt, dann ist es eben ein Ford.

Dein Arbeitgeber scheint dir weiter einen Dienstwagen zu stellen und wenn dir das nicht passt, was er anbietet, dann kannst du verhandeln oder auch nein sagen. Die Alternativen sind weniger lukrativ - meist.

Antwort
von gandalf94305, 42

Der Dienstwagen ist kein Statussymbol, sondern ein Gebrauchsgegenstand.

Mein Tip hier wäre: prüfe Audi A4 Avant in der Dieselvariante. Trotz etwas höherem Kaufpreis sind die Restwerte deutlich besser als bei Ford (und Volkswagen), d.h. die Leasingraten könnten sogar geringer als beim Ford-Modell sein. Mit dieser Argumentation habe ich damals bei uns im Unternehmen anstelle eines Opel-Modells einen A4 besorgt :-)

Dumm ist natürlich, wenn der neue Leasinggeber nur Ford im Programm hat. Dann kannst Du ja immer noch auf den Dienstwagen verzichten und dafür Privatfahrten abrechnen, wenn das günstiger kommt. Privat kannst Du Dir dann auch wieder den Passat zulegen. Gerne in einer ungewöhnlichen Farbe und als Ausstellungs- oder Jahreswagen, damit der Preis entsprechend niedrig ausfällt ;-)

Kommentar von LittleArrow ,

Ein sehr praktischer Kommentar.

Besonders gefällt mir dies:

Der Dienstwagen ist kein Statussymbol, sondern ein Gebrauchsgegenstand.

Das dürfte auch dem Papst gefallen;-) Vielleicht fehlt es auch in der Firma an Vorbildern unter den Führungskräften?

Der Fragesteller spricht ja schon vieldeutig von "minderwertiger", was eben eher auf Statussymbol hindeutet.

Kommentar von AndyS ,

es geht mir nicht darum, dass ein Auto ein Statussymbol darstellen kann

für mich ist es ein reines Arbeitsmittel - ohne Auto läuft es in diesem Job nicht - um von A nach B zu kommen, mir geht ums Prinzip

bei täglich 6h hinterm Steuer gibt es einige Dinge, die einem das Leben im Auto ein wenig erträglicher machen

Kommentar von TopJob ,

Ich kann dich verstehen, wenn du lieb gewonnene Sonderausstattungen nicht mehr missen möchtest. Jedoch sieht es so aus, dass dein Arbeitgeber dir theoretisch auch einen funktionstüchtigen VW Golf II aus dem Jahre 1989 hinstellen könnte. Wenn du in deinem Arbeitsvertrag (oder einer gültigen Betriebsvereinbarung) nichts über die Ausstattung oder Größe des Dienstwagens stehen hast, wirst du dies einfach hinnehmen müssen.

Freibleibend hiervon ist natürlich, dass du beliebig mit deinem Arbeitgeber verhandeln und ihm die Vorzüge eines besseren Dienstwagens näherbringen kannst.

Antwort
von Primus, 36

Das wirst Du wohl hinnehmen müssen, denn wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch. ;))

Da Du das nicht bist, bleibt Dir nur die Option, in die Tasche zu packen, um eine hochwertigere Ausstattung zu bekommen.

Kommentar von LittleArrow ,

So ist es. Vielleicht nimmt er sich mal Papst Franziskus zum Vorbild oder er wechselt den Arbeitgeber.

Ich wundere mich aber über diese, seine Frage:

Muss ich das als AG so hinnehmen?

und rätsele über die Bedeutung von AG;-)

Kommentar von Primus ,

Papst Franziskus nimmt noch nicht einmal die Schuhe an, die ihm zustehen ;-))

Über den AG war ich auch verwundert, bin aber mal von einem Tippfehler ausgegangen und habe gedanklich ein AN daraus gemacht.

Kommentar von AndyS ,

Muss ich auch hinnehmen, dass mein sozialversicherungspflichtiges Brutto sinkt und ich dadurch weniger Arbeitslosen- und Rewntenversicherung einbezahle?

Antwort
von billy, 37

Das wirst Du hinnehmen müssen, Du hast ja immer noch die Möglichkeit ganz auf den Dienstwagen zu verzichten.

Kommentar von gammoncrack ,

Tolle Antwort! Ich bin begeistert.

Insbesondere weil FREDL2 schon geschlagene 2 Stunden vor Dir folgendes geschrieben hat:

Du kannst auch auf den Firmenwagen verzichten

Wolltest Du uns mitteilen, dass Du anderer Leute Antworten nicht lesen kannst? Ist Dir gelungen!

Antwort
von FREDL2, 36
Muss ich das als AG so hinnehmen?

Als Arbeitnehmer meinst Du wohl. Das hiesse dann AN.

Nein, Du musst das nicht hinnehmen. Du kannst auch auf den Firmenwagen verzichten, ein privates Fahrzeug anschaffen und hoffen, dass Dein AG Dir 0,30/km für dienstl. Fahrten erstattet. Du kannst auch den angebotenen Ford annehmen und Dich mit der sicherlich ausreichenden Ausstattung anfreunden. Dann versteuerst Du einiges weniger als vorher.

Antwort
von imager761, 33

Natürlich musst du die Arbeitsmittel "hinnehmen", die dir dein Arbeitgeber bereitstellt - wie kommt man da auf eine andere Idee?

G imager761

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