Frage von Vogel1, 22

Kredit im Trennungsjahr aufgestockt, Auf Betreuungsunterhalt anrechnen?

Guten Tag, mein Mann hat sich von mir getrennt während mir für unser gemeinsames Kind noch Betreuungsunterhalt von ihm zusteht. Nun habe ich erfahren, dass er seinen vor der Ehe abgeschlossenen Kreditvertrag kurz nach der Trennung um fast 25.000€ aufgestockt hat. Er hat wohl seinen Dispo ausgeglichen und andere Schulden in diesem Vertrag zusammen gefasst aber auch neues Geld aufgenommen. In den letzten Monaten ist mir ohnehin schon sein extrem kostspieliges Leben aufgefallen, und jetzt weiß ich woher er das Geld dafür hat... Meine Frage ist nun, kann er den Kredit in voller Höhe auf den Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt anrechnen? Kann er gezwungen werden seine monatliche Rate (800€) zu senken? Ich bin mir ziemlich sicher, dass er vorher nicht so viel bezahlt hat!

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Antwort
von Gaenseliesel, 15

Hallo,

zur Berechnung der Unterhaltshöhe werden zwar auch Schulden berücksichtigt aber nur solche Schulden, 

die gemeinsam vor der Trennung, aufgenommen wurden. 

z.B. Kredite zur Anschaffung eines Autos oder die Kilometerpauschale bei Berufstätigen können vom Einkommen abgezogen werden. Erst danach ergiebt sich die Höhe der Unterhaltszahlung. 

Allgemein gibt es ansonsten nur eine 5% Pauschale, damit sind alle Kosten abgegolten. Hat man höhere Ausgaben müssen diese nachgewiesen werden.

Du könntest eine Überprüfung veranlassen, denn schon kurz nach der Trennung den Kredit aufzustocken  .....sieht schon ganz nach bewusster  Manipulation aus.

" Wo kein Kläger, da kein Richter " 

Antwort
von MarcelDierk1978, 14

Weiß nicht ob das so zulässig ist, den Kredit nach der Trennung aufzustocken.

Kommentar von Vogel1 ,

Jetzt habe ich von seiner Anwältin ein Schreiben bekommen, dass wir einen Großteil seiner Schulden gemeinschaftlich gemacht haben und wir gemeinsam für unseren Auszug aus der gemeinsamen Wohnung 5000€ in bar aufgenommen hätten. Das ist alles nicht wahr! Mindestens genauso viel wie er an "gemeinschaftlichen" Schulden während der Beziehung gemacht hat, habe ich auch bezahlt, nur eben von meinem Gehalt bzw Ersparten. Die Möbel hat er fast alle mitgenommen weil er sie ja schließlich bezahlt hat. Ich bin nie mit ihm zur Bank gewesen und bin mit meiner Tochter bei meinen Eltern eingezogen. Nun kündigt er laut diesem Schreiben auch noch seine langjährige 450€ Stelle weil ihn dieser Job nach einem Stellenwechsel im September in den Schichtdienst zu viel werden würde. Durch diesen Stellenwechsel verdient er ohnehin schon 300€ weniger. Habe ich da keine Handhabe solange er den Mindestunterhalt für unsere 1-jährige Tochter sichert? Ich habe nun wieder angefangen zu arbeiten und lasse unser Kind von meinen Eltern betreuen um wenigstens annähernd an den Betrag vom Elterngeld zu kommen obwohl ich ja gar nicht zum Arbeiten verpflichtet bin...

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