Frage von Merkela,

Blechschaden an PKW wegen Parkens auf dem Gehweg durch radfahrendes Kind

ein Bekannter hatte seinen PKW auf einem Gehweg geparkt (ich weiss: das sollte man nicht) und ein Kind fuhr mit seinem Fahrrad daran vorbei und hat das Auto gestreift. Dabei sind einige Kratzer entstanden.

Die Eltern des Kindes weigern sich nun, den Schaden zu übernehmen. Wer trägt den Schaden?

Hilfreichste Antwort von Matrix,
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die frgae wurde schon mal hier beantwortet:

Ist ein Auto ordnungswidrig auf dem Bürgersteig geparkt und wird dann von einem Kind beschädigt, ist der Autofahrer grundsätzlich schuld und muss für den entstandenen Sachschaden selbst aufkommen. Falschparker haften selbst für Schäden am Auto

Wenn ein Falschparker den Verkehrsraum von Kindern auf dem Bürgersteig einschränkt, haftet er für eventuelle Schäden selbst Dies hat das Amtsgericht München in einem am Montag veröffentlichten Urteil klargestellt. Damit wurde die Klage eines Falschparkers gegen die Eltern des Kindes abgewiesen. Er muss den Schaden von rund 1100 Euro selbst tragen. Das Urteil ist rechtskräftig (Az.: 331 C 5627/09).

Keine Aufsichtspflicht

Die Eltern hätten ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt. Sie müssten in einem solchen Fall ihr Kind nicht einmal zum Absteigen auffordern, heißt es in dem Urteil. Denn die Risiken eines rechtswidrig abgestellten Wagens hätten in erster Linie die Autofahrer und nicht die Passanten zu tragen.

Fahrrad: Umweltfreundlich auf zwei Rädern Der Kläger hatte seinen Wagen im Juli 2008 dreist auf dem Gehweg geparkt, sodass nur noch ein Zwischenraum von einem Meter bestehen blieb. Ein siebenjähriger Bub auf dem Fahrrad verlor beim Vorbeifahren das Gleichgewicht und stieß an die Stoßstange des Wagens. Diese und der Spoiler wurden dabei beschädigt. Der Autobesitzer wollte den Schaden von den Eltern des Kindes ersetzt bekommen. Als diese sich weigerten, reichte der Falschparker seine Klage ein.

urteil + artikel unter:http://www.focus.de/auto/ratgeber/gerichtsurteil-falschparker-zahlen-schaden-selbstaid444064.html

Antwort von WolfgangB,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dein Bekannter sollte zur Polizei gehen und ANzeige erstatten. Dann werden die Eltern zumindest gezwungen das zu begleichen, wofür sie gesetzlich verpflichtet sind. Immerhin könnte man argumentieren, dass sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben und daraus Schadensersatzpflichtig werden.

Antwort von wfwbinder,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wie Albwolf schon richtig sagt, bis 7 keine Chance. von 7-12 schlechte Chancen, darüber würde es vor Gericht zu einem Vergleich kommen, weil Mitschuld wegens des parkens auf dem Gehweg abgewogen zum nicht erlaubten fahren auf dem Gehweg, weil Schadenersatz ja immer eine unerlaubte Handlung/Fahrlässigkeit vorausetzt.

Antwort von albwolf,

zum einen sollte ein pkw NIE auf dem gehweg stehen (es sei denn es ist ausdrüclich so markiert!) zum anderen kommt es auch auf das alter des kindes an. unter 7j keine chance an das geld zu kommen. 7j-12j kann fast nur durch ein gericht geklärt werden. wenn die eltern eine haftpflichtversicherung haben könnte es unter umständen funktionieren, ohne sicherlich nur gerichtlich. wenn das auto auf der straße gestanden hätte wäre bei 7j - 12j vielleicht die chance besser, aber in dem alter müssen die auf dem gehweg fahren, weil sie für die straße noch zu unsicher sind. ich denke der kann seinen schaden in den wind schreiben

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