Frage von Sunshine91, 140

Zusammensetzung Verpflegungspauschale

Ich schreibe derzeit meine Bachelorarbeit und kann leider überhaupt nichts im Internet finden, wie der Gesetzgeber die Festsetzung der Pauschale festgelegt hat. Werder durch eine Gesetzesbegründung oder ähnlichem. Wenn jemand einen Hinweis zur Suche oder möglicherweise einen Link oder irgendetwas hat, wäre ich wirklich mehr als dankbar!

Support

Liebe/r Sunshine91,

finanzfrage.net ist eine Ratgeber-Plattform und Fragen zu Hausaufgaben oder Bachelorarbeit passen nicht zu diesem Grundgedanken. Diese Fragen sind nur dann erlaubt, wenn sie über eine einfache Wiedergabe der Aufgabe hinausgehen, Zunächst sollte man aber immer versuchen, die einem gestellte Aufgabe allein zu bewältigen. Wenn Du einen Rat suchst, bist Du hier an der richtigen Stelle.

Vielen Dank für Dein Verständnis!

Herzliche Grüße

Ria vom finanzfrage.net-Support

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern, 140

Die Pauschalen für Verpflegungsmehrkosten stammen aus den Beamtengesetzen, die Mehrkosten bei Dienstreisen abgelten sollten. Daher stammt auch die Aufteilung der Kosten in 20%, 40%, 40% für Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Historische Übersichten der Verpflegungskosten von Berufsbeamten findest Du beispielsweise im Preußischen Staatsarchiv.

Der Verpflegungsmehrkostensatz wurde ursprünglich aus der Beamtenalimentierung berechnet und wird inzwischen anhand von Verbraucherpreisindexen fortgeschrieben.

Eine Aufschlüsselung heutiger Sätze nach tatsächlichen Bedarfen (wie das beispielsweise bei ALG2 oder Kindesmindestunterhalt erfolgt) wäre mir nicht bekannt.

Wenn Du also die Ursprünge dieser Beträge recherchieren möchtest, solltest Du die Gesetze und Verordnungen aus den Anfängen des Berufsbeamtentums studieren. Dort wurden die Alimentierungen der Beamten, die im wesentlichen heute ja auch noch gelten, erstmalig festgeschrieben.

Antwort
von billy, 105

Ich denke hier geht es um die Verpflegungstagespauschale nicht Verpflegungspauschale.

Maßgebend ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte ( Paragr. 4 Abs.5 Satz 1 EStG)

Hier hat der Gesetzgeber beschlossen, anstelle bisher 3 unterschiedlichen Stufen nur noch 2 zu haben. Für Auswärtstätigkeiten im Inland können somit folgende Pauschbeträge steuerfrei ersetzt werden, in vielen Fällen entspricht dies auch den Beträgen die die Firmen ihren Mitarbeitern erstatten. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, können die Mitarbeiter dies bei der Steuererklärung geltend machen. 

Alte Regelung: von min. 8 bis max. 14 Std 6 €; von min 14 bis max 24 Std 12 €; volle 24 Std 24 €

Neue Regelung: mehr als 8 Std 12 €, volle 24 Std 24 €

http://www.ain-online.net/index.php/startseite/ain-informationen/62-informatione...

Kommentar von Sunshine91 ,

Vielen Dank, genau das meine ich inhaltlich. Meine Frage bezieht sich jedoch mehr darauf, wieso es genau 12€ bzw. 24€ sind. Es muss ja eine Begründung bzw. eine logische Zusammenstellung dieses Wertes geben.

Kommentar von billy ,

Die Staffelung ist denke ich klar für 8 bis theoretisch 23 Std. Abwesenheit 12€, für einen ganzen Tag (mind. 24 Std. Eben 24 €. Es geht hier ausschließlich um die VTP Dienstreisen im Innland.

Antwort
von Mikkey, 85

Leider ist der Gesetzgeber nicht gezwungen, die einzelnen Bestimmungen der beschlossenen Gesetze zu begründen. Es wäre interessant zu wissen, wie jemand auf die Idee gekommen ist, dass die Verpflegung in der 13. Woche (z.B. der DHF) teurer zu beschaffen ist, als in der 14. Woche.

Andererseits ist es möglicherweise auch ein Segen, denn sonst müssten vor der Anwendung eines Gesetzes nicht nur dessen Voraussetzungen sondern auch der erfüllte Gesetzeszweck geprüft werden.

Kommentar von Sunshine91 ,

Danke für Deine Hilfe. Hatte mich schon gewundert, warum ich zu dem Thema sehr wenig finde. Ich stimme Deinen Aussagen zu, weil ich mir unter anderem die gleichen Fragen gestellt habe.

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