Frage von Musterapo1966, 907

Wie wahrscheinlich ist die Pleite der Commerzbank?

Hallo,

ich habe Unternehmensanleihen der Commerzbank. Nun fürchte ich dass die Bank bald pleite geht und mein Geld weg ist.

Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Würde mir dann der Staat mein Geld zurückzahlen müssen? Immerhin besitzt er 17% der Bank

Antwort
von Finanzschlumpf, 746

Der Geschäftszweck einer Bank ist grundsätzlich das Eingehen von Risiken.

Klar, es gibt an vielen Stammtischen Leute, welche den Namen und die Adresse der Kreditnehmer kennen, die

  1. Zinssätze weit über Markt bezahlen

  2. Zu diesen Sätzen betraglich unbeschränkt Kredit nehmen

  3. Niemals, selbst wenn ein Meteor auf die Erde stürzt , zahlungsunfähig werden können

Die Weitergabe dieser Daten an Bänker ist aber strengtens untersagt, weshalb die Banken eben das Geld immer an Leute verleihen müssen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit früher oder später pleite gehen.

Das Verlustrisiko eines Unternehmens sollten auch bei der Bank niemals vom Staat getragen werden, sondern

  1. Von den Eignern und wenn das nicht reicht

  2. von den Gläubigern.

Zur Frage : Die Wahrscheinlichkeit für eine COBA-Pleite zu schätzen ( berechnen kann man das nicht ) macht überhaupt keinen Sinn. Da rechnet man ewig, und am Ende ist es doch nur eine kalkulierte und keine mathematische Wahrscheinlichkeit, sprich, mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach falsch.

Wer kein ( also wirklich Null ) Risiko haben will, darf entweder kein Geld haben, oder muss auf den Ponyhof ziehen, wo irgendwelche Bundeskanzlerinnen die Spareinlagen in voller Höhe sichern und die Menschen diese ökonomisch unmögliche Zusage auch noch glauben.

Antwort
von Primus, 812

Ich habe vor 2 Tagen folgenden Artikel gelesen:

Commerzbank kämpft sich wieder in die schwarzen Zahlen ... wie im Vorjahr, als sich die variable Vergütung auf 317 Millionen Euro summierte.

Nach den von der Commerzbank selbst veröffentlichten Schätzungen rechnen Analysten im Schnitt mit einem Überschuss von 31 Millionen Euro für das vergangene Jahr. 2012 stand an dieser Stelle ein Verlust von 34 Millionen Euro. Die Commerzbank hatte die Zahl im Laufe des Jahres an die neuen Bilanzregeln angepasst - ursprünglich hatte sie für 2012 einen Mini-Gewinn von 6 Millionen Euro gemeldet.2013 verbuchte...

Kommentar von freelance ,

die CoBa hat für mich nur noch die Existenzberechtigung, dass es eine weitere Privatbank in D gibt. Wirklich brauchen tun wir sie nicht.

Die haben einen Fettnapf nach dem anderen betreten und die Steuerzahler müssen dafür bürgen, ihr Geld abliefern.

Und jetzt schütten sie Boni aus, die wohl höher sind als der Gewinn. Noch Fragen?

Antwort
von gandalf94305, 603

Wenn ich mir die Anleihenkurse der derzeit auf dem Markt befindlichen Anleihen der Commerzbank anschaue, dann sieht das nicht nach Streß aus. Im Gegenteil: sogar die recht hochverzinslichen notieren solide. Unternehmensnachrichten zeigen, daß es mit der Bank durchaus wieder aufwärts geht, d.h. die kritische Phase zunehmend verlassen wird.

Also: welche Anleihe hast Du und bis wann läuft sie?

Warum vermutest Du eine Insolvenz der Bank? Auf Basis welcher Fakten?

Antwort
von freelance, 438
Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario?

sehr unwahrscheinlich - ausser D geht auch pleite.

Würde mir dann der Staat mein Geld zurückzahlen müssen?

ginge die Bank pleite, warum sollte dann der Staat deine Anleihen zurückbezahlen?

Schon mal gehört, dass Anleihen Risiken unterliegen und es keine absolute Sicherheit gibt? Wer solche Produkte kauft, der sollte die Risiken bewerten können. Bei der CoBa ist die Lage durch die Beteiligung des Staates bereits verzerrt.

Kommentar von Musterapo1966 ,

Bei der CoBa ist die Lage durch die Beteiligung des Staates bereits verzerrt

Was meinst du damit? Geringere oder höhere Risiken für die Anleihe?

Kommentar von freelance ,

na nimm mal an, der Staat würde bei mir bürgen und ich brauche einen Kredit. Und ich würde auf dem Markt nach Geld fragen. Wenn ich dann sage, dass ich einen starken Finanzier im Rücken habe, dann würde man mir das Geld für deutlich günstigere Konditionen geben, oder nicht?

Wer so eine Sicherheit hat, der wird immer für liquider eingestuft - ob es nun so ist oder nicht.

Antwort
von althaus, 461

Der Börsen-Kurs hat sich in den letzten 6 Monaten verdoppelt, daher ist ein Pleite eher unwahrscheinlich.

Antwort
von mig112, 358

"Immerhin besitzt er 17% der Bank" ==> Du meinst also, "der Staat" sollte seinen dann realisierten Verlust von 17% auf 100% erhöhen?? Was ist denn das für eine krude Denkweise.

Antwort
von LittleArrow, 337

Wenn Du das fürchtest, dann hilft Dir auch keine Wahrscheinlichkeitsangabe mehr. Wenn diese Insolvenzwahrscheinlichkeit sich realisiert, dann hast Du natürlich keine Einlagensicherung.

Welche Anleihe hast Du (WKN bitte)?

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