Frage von DerSchweitzer,

Wie macht man eine Selbstanzeige, bzgl. Steuerhinterziehung? Wann hat man Steuern hinterzogen?

Wie macht man eine Selbstanzeige, bzgl. Steuerhinterziehung? Wann hat man Steuern hinterzogen? -Wenn man als Deutscher Gelder in anderen Ländern anlegt, in denen man keine Steuern auf die Kapitalerträge zahlen muss?

Hilfreichste Antwort von TillWollheim,
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Ich kann nur dringend von einer Selbstanzeige abraten! Das geht sicherlich ohne steueranaltliche Hilfe schief. Also immer über einen St-RA dies machen lassen!

Im übrigen ist das Risiko praktisch Null entdeckt zu werden. Auf der derzeit inkriminierten CD sind 1500 Steuerzahler aus aller Welt. In der Schweiz haben aber mindestens 10 Millionen Ausländer ihr Geld angelegt. Davon sind aber nur ein paar wenige für die Steuerverwaltung relevant. Dies olltene sich schon mit einem Analt besprechen - kostet sie eh nur eine Peanuts ... Die anderen - Kleinhinterzieher - sollten mit sich selbst ins Reine kommen und langfristig für eine Bereinigung sorgen! Die Daten einer gehehlten CD sind im Übrigen nicht als Beweismittel verwertbar. Die Daten darauf sind ja womöglich gefälscht!! Das muß die Steuerverwaltung erst mal beweisen, daß dem so nicht ist!!

Antwort von billy,
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Mit einer entsprechenden Erklärung und Offenlegung seiner Konten gegenüber dem Finanzamt. Zur 2. Frage hast Du ja die Antwort gleich angehängt.

Antwort von wfwbinder,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Steuern hat man erst dann hinterzogen, wenn man eine zu geringe Steuerfestsetzung rechtsräftig werden läßt.

Bis dahin ist es u. U. eine versuchte, weil man eine falsche Erklärung abgegeben hat.

Das Anlegen von Geld irgendwo, wo die Erträge nciht besteuert werden, ist allein nciht strafbar.

Aber man ist, wenn man in "D" seinen Wohnsitz, oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, unbeschränkt, also mit seinem Welteinkommen, steeurplichtig.

Trotzdem kann es ggf. so sein, das Einkünft aus dem Ausland durch ein DBA (Abkommen zur Vermeidung der doppelbesteuerung) freigestellt sind. Das dürfte es aber kaum geben, das es weder dort noch hier besteeurt wird.

Eine Selbstanzeige ist im Prinzip ganz einfach.

Man würde (Fall Schweiz), seine Zinsabrechnungen nehmen dazu einen Brief schreiben, das sind meine Abrechnungen seit ...., ich habe die Zinsen nciht der Steuer unterworfen.

Ich erstatte selbstanzeige wegen Steuerverkürzung. Als Abschlag auf die zu erwartende Nachzahlung erhalten sie den beigefügten Schekc über Euro .......

Damit ist man straffrei.

Antwort von Bernd2009,
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...hier gibt es auch V E R J Ä H R U N G: Die Strafverfolgungsbehörden unterstellen eher bedingten Vorsatz als nur grobe Fahrlässigkeit, wenn Steuern verkürzt wurden. Damit gilt dann die steuerliche Verjährungsfrist von zehn Jahren und der schwarze Peter liegt bei Ihnen, nur leichtfertiges Handeln nachweisen zu müssen, wenn Ihre Steuersünden nach Ablauf von fünf Jahren aufgeflogen sind. Es gibt eine steuerliche und eine strafrechtliche Verjährungsfrist Die steuerrechtliche Verjährungsfrist für Steuerhinterziehung beträgt zehn Jahre. Eine leichtfertige Steuerverkürzung verjährt dagegen schon nach fünf Jahren (§ 169 Abs.2 S. 2 AO). Solange noch keine steuerliche Verjährung (sog. Festsetzungsverjährung) eingetreten ist, kann das Finanzamt von Ihnen die verkürzten Steuern nachfordern. Die steuerliche Verjährungsfrist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres zu laufen, in dem Sie Ihre Steuererklärung oder Steueranmeldung eingereicht haben (§ 170 Abs. 2 Nr. 1 AO). Haben Sie nichts eingereicht, beginnt die Frist mit Ablauf des dritten Kalenderjahres, das auf das Steuerentstehungsjahr folgt.

Von den steuerrechtlichen Verjährungsfristen ist die strafrechtliche Verjährungsfrist (sog. Verfolgungsverjährung) zu unterscheiden. Diese beträgt sowohl für Steuerhinterziehung als auch für leichtfertige Steuerverkürzung fünf Jahre (§ 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB, § 384 AO). Nach Ablauf dieser Frist droht Ihnen keine Geldstrafe bzw. Geldbuße mehr. Die strafrechtliche Verjährungsfrist beginnt bei Abgabe einer unrichtigen Steuererklärung mit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe des unrichtigen Steuerbescheides (§ 78a StGB). Bei einer Steueranmeldung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung beginnt die Verjährung mit dem Eingang der unrichtigen Steueranmeldung (z.B. Umsatzsteuer-Voranmeldung oder -Jahreserklärung) beim Finanzamt.

Ist Ihr Steuervergehen bereits straf- und steuerrechtlich verjährt, sind Sie aus dem Schneider. Sind Ihre Steuersünden nur strafrechtlich, aber noch nicht steuerlich verjährt und kommt Ihnen das Finanzamt vor Eintritt der steuerlichen Verjährung von selbst auf die Schliche, brauchen Sie zwar keine Strafverfolgung mehr zu fürchten, müssen aber die hinterzogenen Steuern nachzahlen inklusive 6 Prozent Hinterziehungszinsen pro Jahr. (§§ 235, 238 AO).

Ist Ihre Steuerhinterziehung strafrechtlich noch nicht verjährt, können Sie durch eine Selbstanzeige beim Finanzamt die strafrechtlichen Folgen (Geldstrafe oder Verurteilung) vermeiden (§ 371 AO). Eine Selbstanzeige ist nicht mehr möglich, wenn der Steuerfahnder bereits vor der Tür steht. Vor einer solchen Anzeige sollten Sie sich aber von einem Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht beraten lassen. Das ist vor allem bei Schwarzgeldbildung mit Hinterziehung betrieblicher Steuern unerlässlich.

Antwort von demosthenes,
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Weisst Du als DerSchweitzer wirklich nicht, wie man Steuern hinterzieht? ;-)

Im Detail sieh mal hier:

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/steuerhinterziehung.htm

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