Frage von microgeo, 176

Ist der aktiv gemanagte Wasserfonds Pictet-Water (WKN: 933349) oder der passive ETF Lyxor World Water (LYX0CA) die sinnvollere Wahl?

Zielstellung: Langfristiger Sparplan im Bereich Wasserfonds, mindestens 10 Jahre Sparzeit, 2-monatliche Anlagezyklus.

Im direkten Vergleich unter fondsweb schlug der ETF den eigentlich ebenfalls gut gelaufenen aktiven Fonds in den letzten 5 Jahren um 40 %. Aber die Börsen werden ja nicht ewig im Bullenmodus laufen, so dass dann evtl. die Stunde aktiv gemanagter Fonds schlagen könnte.

Aktiver Fonds oder ETF? Wie würdet ihr in diesem Fall entscheiden?

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 176

Unter den ETFs solltest Du auch iShares Global Water (DE000A0MSAG2) berücksichtigen.

Unter den Fonds auch KBC ECO WATER C . (A0F6Z0), Sarasin Sustainable Water (A0M90M) und Swisscanto Equity Fund Water Invest (A0MSPX).

Der Pictet-Fonds lief früher mal ganz gut, jedoch gab es einen Performanceknick in 2013. Ich habe meine Präferenz derzeit für den KBC-Fonds. Der Lyxor-ETF profitiert vorübergehend von einer stärkeren Sektorperformance der Utilities, was sich jedoch wieder legen kann.

Die Finger lassen würde ich vom Powershares Water ETF IE00B23D9026.

Kommentar von microgeo ,

Danke für deine Antwort. Was mich echt etwas wundert ist die überdurchschnittliche Entwicklung des Lyxor-ETF in den letzten Jahren. Zusammen mit den geringen Gebühren und zusätzlichen Auschüttungen eine doch verlockende Kombination.

Kommentar von gandalf94305 ,

Im Prinzip schon, aber das zählt nicht wirklich. Es zählt die Gesamt-Performance. Die ist bei den Fonds auch ok, wobei der Lyxor-ETF sich in den letzten Wochen durch die Outperformance des Utilities-Sektors etwas abhebt... vorübergehend, würde ich meinen.

Der ETF performt hier daher so gut, da man den Markt dieser eher konservativen Aktien recht gut durch einen ETF abbilden kann. Stock-Picking hilft wenig, da sich die durch hohe Marktkapitalisierung auszeichnenden Werte repräsentativ für den Sektor erweisen. Das Gefüge kann gestört werden, wenn kleine Unternehmen plötzlich Innovationen und neue Technologien einbringen, die von den Fonds aufgegriffen werden, jedoch in den ETFs aufgrund geringer Größe unberücksichtigt bleiben.

Man erkennt jedoch auch im Langfristchart ab 2007 oder so, daß alle genannten Fonds und die ETFs im Prinzip in einem sehr engen Kanal laufen. Das zeigt sich in einem stabilen Markt mit wenigen, repräsentativen, konservativen Spielern.

Es ist ja schon eine Tautologie, aber MarketCap-ETFs funktionieren dann gut, wenn die soliden Performer die großen Unternehmen sind. In dem Moment, in dem kleine Mitspieler auftreten, die den Markt aufmischen oder durch neue Technologien glänzen, ändert sich das und die aktiv verwalteten Fonds glänzen durch Stock Picking.

Angesichts ähnlicher Performance habe ich mich für mein Portfolio daher für den KBC-Fonds und den iShares-ETF (nur 20% der KBC-Position) entschieden. Mit Nachkäufen in Dellen läuft das bisher (seit 2010) sehr gut. Außerdem habe ich als Ergänzung auch den Vontobel Clean Technology, der das Thema etwas breiter fasst.

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